la desesperación del amor (Fußball /Fernando Torres)

Veröffentlicht auf von 2Illuminatis

Autor: smileyqueen
Titel: la desesperación del amor
Serie: Fußball /Fernando Torres
Genre: Drama

Link : http://www.fanfiktion.de/s/4c3c83f900011b5406d00fa2


Kurzbeschreibung des Inhalts: Mona ist 24 Jahre alt und eine portugiesische Dolmetscherin. Als sie 10 war zog sie mit ihren Eltern nach Spanien. Dort trifft sie auf Fernando Torres, sie werden ein Paar. Aber als Mona 16 war, verliebte er sich in Olalla und lies Monazurück. Mona wird von ihrer Firma zu der WM in Südafrika, ins spanische Lager geschickt, und dort trifft sie wieder auf Fernando...

 

Bemerkung: Ich kenne mich mit Fußball nicht aus. Ich habe 6 von 31 Kapiteln gelesen.

 

Sprache

 

Sprachlich zeigt diese Geschichte drei Auffälligkeiten:

Erstens: In den sechs Kapiteln, die ich gelesen habe, gab es zwar nur einige falsch geschriebene Wörter, die jedoch springen einem förmlich ins Auge – z.B. im statt ihm.

Zweitens: Sehr viele Kommas, die entweder total falsch platziert sind oder komplett fehlen. Allein im Prolog und ersten Kapitel habe ich vierzehn Kommas gezählt, die falsch gesetzt wurden – von den fehlenden mal ganz abgesehen.

Drittens: Die häufige Unart, etwas Beschriebenes mit exakt den gleichen Worten erneut wiederzugeben. Beispiel: „[...] am liebsten würde sie sich Ohrstöpsel in die Ohren stöpseln [...]“ (Originalzitat).

 

Die Grammatik wird nur stellenweise vernachlässigt und nicht die ganze Zeit. Die Satzstellung spiegelt den hektischen Ablauf gut wider, indem er gleich den Protagonisten fast schon hysterisch dahin stolpert. Der Wortschatz scheint der Autorin enge Grenzen zu setzen, ist ansonsten aber unauffällig und orientiert sich eher an der heutigen SMS- und Chatsprache, wenn auch nicht ganz so schlimm. Die Ausdrucksweise entspricht dem aufgeregten Wortwechsel zweier dauer-kichernder Freundinnen, was zu dieser Geschichte wohl ganz gut passt. Dass die Zeitform öfter mal nicht eingehalten wird, fällt da kaum auf.

 

Inhalt/Handlung

 

Tja, wenn ich ganz ehrlich sein soll, fällt es mir schwer, bei dieser Geschichte von einer Handlung oder gar einem Inhalt zu sprechen. Trotzdem ist da etwas. Die Story dreht sich um Fernando Torres und einen scheinbar selbsterfundenen Charakter namens Mona Barrios.

Die Geschichte erzählt von der Trennung Fernandos und Monas und dem späteren Wieder-Zusammenkommen. Ein roter Fanden ist ebenfalls vorhanden, wenngleich auch nicht so logisch, wie er es eigentlich hätte sein sollen.

 

Im Prolog wird über die Trennung der beiden geschrieben, sehr kurz und viel zu knapp, und in Kapitel sechs kommen sie schon wieder zusammen. Der Hintergrund wird zwar an-, aber nicht durchgeleuchtet und ein nachvollziehbarer Grund für das urplötzliche Wieder-Zusammenkommen wird auch nicht gegeben. Allgemein ist zu sagen, dass der Plot so unentwirrbar ist wie ein Gestrüpp aus Beton. Sensible Themen werden, wenn man von der „Prügelei“ in Kapitel sechs ausgeht, absolut nicht vorsichtig angetastet, sondern genauso geschrieben wie der Rest auch.

 

Von einer Atmosphäre möchte ich gar nicht sprechen, denn: Entweder ist sie so depressiv, dass man selbst zu nichts mehr Lust hat, oder so dramatisch, dass man eigentlich nur noch zum Klo laufen will und es nur ins Fandom „Original/Drama“ passen würde, oder verbreitet das absolut unangenehme Gefühl, einer Zündschnur von extrem kurzer Länge einer Dynamitstange beim Herunterbrennen zuzusehen.

 

Allgemein springt die Atmosphäre so schnell zwischen einzelnen Phasen hin und her, dass es mehr als unrealistisch wirkt.

 

Charaktere

 

Da ich mich mit Fußball überhaupt nicht auskenne, kann ich nicht sagen, ob sich die Charaktere mehr „In Character“ oder „Out of Character“ benehmen. Was ich aber sagen kann, ist Folgendes: So, wie es die Charaktere tun, würde sich kein Mensch verhalten. Fernando schwankt in seinen Gefühlslagen dermaßen, wie es nur viele verschiedene Menschen gleichzeitig schaffen, Tom (ebenfalls selbst erfunden) ist immerzu wütend und Mona ausschließlich traurig und deprimiert. Nur ganz kurz kann sie immer mal wieder lachen, auch wenn der Grund total unnachvollziehbar ist.

 

Was das Verhalten der Charaktere betrifft, so kann man eben dieses nur als unlogisch deklarieren. Da die Charaktere für mich weder nennenswerte Tiefe noch eine Ausarbeitung erhalten haben, passt die Ausdrucksweise recht gut. Sie sprechen und handeln meist wie überdrehte, ihren Hormonen völlig ausgelieferte Teenager als wie Erwachsene im Alter zwischen 24 und 26 Jahren.

 

Sonstiges

 

Bezüglich der Idee kann ich nicht sagen, ob sie originell ist oder nicht. Und obwohl ich an Fußball überhaupt kein Interesse habe – demnach einer sich in diesem Fandom befindenden Geschichte keinerlei Aufmerksamkeit zukommen lassen würde –, wirkt sie auf mich aber nicht originell. Diese Art von Geschichte findet man, wenn man darauf achtet, so gut wie an jeder „Straßenecke“.

Da ich selbst kein Portugiesisch spreche, weiß ich auch nicht, was der Titel bedeutet – die Zusammenfassung wirkt in meinen Augen aber stimmig. Die Struktur des Textes ist sehr gut auf das Lesen am Bildschirm abgestimmt, die Erzählfülle könnte aber wesentlich dichter sein.

 

Persönliche Meinung

 

Ein hektischer Plot stört mich nicht im Geringsten, wenn er gut ausgebaut ist – wenn er aber das Tempo eines Sportwagens mit durchgedrücktem Gaspedal annimmt und dann auch noch so gut wie gar nicht ausgeschmückt ist, läuft eindeutig etwas schief. Da die Handlung nur so dahin stolpert, kam bei mir weder ein Eindruck, noch eine Wirkung auf. An vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass das Geschehen unheimlich dramatisch herüber kommen sollte, dies dank der oben genannten Punkte aber überhaupt nicht schafft. Identifizieren konnte ich mich mit einem der Protagonisten ebenfalls nicht, weil – wie schon erwähnt – sich so kein Mensch verhält. Ebenso wenig wurde eine Spannung aufgebaut, da der Plot viel zu hektisch und so vorhersehbar ist, wie das Wetter von gestern.

 

Überarbeitungsvorschläge

 

Als erstes würde ich der Autorin eine Recherche ans Herz legen, wie ein Interview aufgebaut ist und dieses auch ausführen, wenn man es schon anspricht.

 

Des weiteren ist die Arbeit an den Charakteren sehr wichtig, denn momentan geben sie eher das Bild völlig überdrehter Cartoon-Figuren ab.

 

Auf die Atmosphäre sollte ebenfalls akribisch geachtet werden.

 

Und einen Betaleser, ganz wichtig, ein Betaleser...

 

Fazit: Eine Geschichte über einen Fußballstar und selbsterfundenen Charakter, die zwar Potential in sich trägt, sich aber nicht die benötigte Zeit nimmt, um erzählt zu werden.

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Veröffentlicht in Fanfiktion_Sport

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