Maybe- The Change (Die Chroniken von Narnia)
Autor: Lyanne-Princess-of-Narnia
Titel:Maybe~ The Change
Serie: Die Chroniken von Narnia
Genre: Romantik
Link: http://www.myfanfiction.de/texte/chroniken-von-narnia/maybe-the-change.148518.html
Kurzbeschreibung der Autorin: London, 1941. Der zweite Weltkrieg ist in vollem Gange und die vierzehnjährige Maybe wird wie viele andere Kinder aufs Land geschickt- in Sicherheit. Doch Maybe will nicht "in Sicherheit sein". Sie will zu ihrem Vater, der im Krieg kämpft, denn der ist alles, was sie noch hat. Ihre Mutter verlor Maybe bei einem Bombenangriff, bei dem auch sie verletzt wurde. Seitdem sitzt sie im Rollstuhl und lächelt nicht mehr. Doch als sie zu dem alten Professor Kirke kommt und auf die drei Geschwister Peter, Edmund und Lucy trifft, verändert sich alles...
Hinweis: Ich habe 6 von bisher 12 Kapiteln gelesen und die Autorin hat den Text im Moment auf „versteckt“ gestellt.
Sprache
Sprachlich ist die Geschichte unauffällig, stellenweise negativ, wenn die Autorin in Kapitel 6 bspw. Statt der Schergen, die „Schwergen“ der Weißen Hexe beschreibt, aber das kann man zur Not auch unter Tippfehlern verbuchen.
Was auffällt, ist die Armut an Adjektiven und Kommata und die stellenweisen Wortwiederholungen. Der Wortschatz ist eher begrenzt, der Ausdruck insbesondere zu Beginn sehr holprig, doch die Autorin ist jung.
An und für sich ist die Geschichte sprachlich in der unteren Mitte angesiedelt, der Ausdruck ist nicht schlecht, aber durch fehlende Atmosphäre bei weitem nicht herausragend.
Inhalt/Handlung
Die Geschichte spielt zur Zeit des zweiten Buches, oder auch zur Zeit des ersten Films. Nun, wie aus der Kurzbeschreibung hervorgeht, gibt es keine Susan. Stattdessen haben wir Maybelline, genannt Maybe, deren Mutter sie nach ihren Lieblingskosmetika benannt hat.
Dieses im Rollstuhl sitzende Mädchen ist ungewöhnlich unhöflich und stolpert gemeinsam mit Peter, Edmund und Lucy nach Narnia, wo sie zunächst herumgetragen wird- aus offensichtlichen Gründen.
Die Autorin hält sich soweit an die Reihenfolge, welche auch im Buch vorkommt, allerdings habe ich nach Edmunds Verschwinden und dem Angriff auf den Bieberdamm auch nicht weiter gelesen. Atmosphäre kommt leider kaum auf und das sensible Thema das Rollstuhls wird nur angeschnitten (Maybe allerdings mag es nicht, wenn man sie auf den Rollstuhl reduziert). Die Marke Maybelline existierte tatsächlich bereits zu der Zeit, in der die Handlung spielt und war sehr erfolgreich, also ist zumindest die Frage der Namenswahl nicht ganz abwegig.
Unlogisch ist allerdings, dass Maybe einmal meinte, sich größtenteils selbst großgezogen zu haben und trotz des Rollstuhl alles allein machen musste – ihre Mutter ist aber erst seit einem Jahr tot...
Charaktere
Peter, Edmund und Lucy sind etwas älter, als in den Büchern, aber irgendwie trifft die Autorin deren Charakter bist dato ziemlich gut.
Maybe allerdings... Sie ist sehr schroff und unhöflich, insbesondere in den ersten beiden Kapiteln, ist zickig und kindisch, mischt sich ein, bekommt aber von Peter gesagt wie „erwachsen sie sich benimmt“.
Gut, mit 14 ist jeder zickig und kindisch, aber niemand käme auf den Gedanken, so jemanden erwachsen zu nennen. Never ever!
Ab Kapitel drei oder vier ist Maybe auf einmal ziemlich erträglich, allerdings ist dieser Sprung so rasant, dass er den Leser total aus der Bahn wirft. Er wird nicht einmal durch irgend etwas ausgelöst – von einem Moment auf den anderen ist Maybe anders.
Irgendwie sind die Charaktere alle ganz nett (zumindest nach einer Weile...), bleiben aber irgendwie – flach.
Sonstiges
Der Text lässt sich dank der Absätze gut am Computer lesen, ist aber von der Idee und Durchführung her leider nicht überragend, obwohl ihm, meiner Meinung nach, bedeutend mehr Potential inne wohnt, als die Autorin bisher ausschöpft, einzig und allein dank der Tatsache, dass Maybe eben nicht die Schwester der Pevensie-Geschwister ist.
Die Zusammenfassung trifft die Geschichte gut und beschreibt die Vorgeschichte eindeutig.
Oh, noch zwei Kleinigkeiten:
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sie isst warmes Brot mit kalter Butter- die Butter MUSS schmelzen ;)
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Bei allem Respekt, in meinem Lateinwörterbuch steht arbutus, „Erdbeerbaum“, nicht drin - nur arbustus „mit Bäumen bepflanzt“, was von arbor, arboris,f, „Baum“ kommt. Solche spezifischen biologischen Vokabeln stehen nicht drin, einfach, weil sie nachträgliche, wissenschaftliche Bezeichnungen sind. Als Schüler mag es einem zwar nicht so erscheinen, aber nach 6 Jahren Latein bekommt man auch ohne den Lehrer mit, dass Latein eine sehr wortarme Sprache ist - waren halt Bauern und Krieger...
Persönliche Meinung
Mir persönlich ist Maybes Vergangenheit viel zu dramatisch (Mutter tot, Vater im Krieg, sitzt im Rollstuhl UND hat ihre Lebensfreude verloren), die Entwicklung der Charaktere zu wenig Entwicklung und zu viel „ist halt so“.
Mit Maybe konnte ich mich leider so gar nicht identifizieren, da ihr Charakter meinem zu unähnlich ist und die Autorin die Identifikation irgendwie – voraussetzt, was höfliche, um Diplomatie und Harmonie bemühte Menschen wie mich (behaupt ich jetzt einfach mal =) ) schlicht und ergreifend auf der Strecke lässt.
Überarbeitungsvorschläge
Wenn die Autorin auf die Atmosphäre, insbesondere bei Gesprächen, achtet, uns Maybes Innenenleben realistischer und weniger pubertär beschreibt, sowie ihren Fokus etwas von Maybe weg auf die Handlung lenkt... Ja, dann kann aus der Geschichte durchaus etwas werden.
Vielleicht wäre ein allumfassender Ausdruck-Rechtschreibung-Handlung Betaleser von Vorteil, denn ich denke, in dieser Geschichte steckt mehr als eine kleine Teenie-Romanze – das ist Narnia!
Mit freundlichen Grüßen,
Nellas