Weltenspringer (Fantasy)
Autor: PenelopeS
Prosa/Original
Genre: Fantasy
Link zur Story: http://www.fanfiktion.de/s/4daf17290001b1d00c901389
Kurzbeschreibung des Inhalts: Ein Wesen aus reiner Energie wird durch die Zeit geschleudert. Allein - ohne sein Volk. Es landet auf einer Welt, die ihm unbekannt ist. Erlebt zusammen mit dem Wesen, das sich nun "Ishmael" nennt, die Abenteuer aus einer etwas anderen Sicht. Es geht um die einfachen und schwierigen Dinge eines Lebens, das an Materie gebunden ist. Erfahrungen müssen gesammelt werden, durch ein Wesen, das weder Gefühle kennt - noch weiß - was es sieht. Dies wird eine Geschichte über eine Reise, mit all seinen Gefahren und Wundern. Die Geschichte verbindet Fanatasy mit Elementen der Spaceopera.
Sprache
Rechtschreibung und Grammatik sind sehr gut, abgesehen von einigen wenigen Vertippern und mal einem vergessenen Buchstaben, dem man aber mit erneutem Durchlesen sicher abhelfen könnte. Satzstellung und Ausdrucksweise sind ebenfalls gut, nur der Wortschatz kommt mir im Vergleich mit anderen Geschichten etwas klein vor – was aber wohl eher meiner Lesegewohnheit zuzuschreiben ist und nicht der Autorin. Was mir aber gar nicht gefällt und prompt ins Auge stach, waren die Kommas und „dass“ und „das“. An sich ist das nicht sonderlich schlimm – es stört nur leider den Lesefluss, da man sich ständig ein „s“ dazu oder weg zu denken und die fehlenden Beistriche im Geiste einzufügen versucht. Was mir auch ein bisschen sauer aufstieß, war die Mischung von Vergangenheit und Gegenwart.
Inhalt/Handlung
Zu Anfang muss ich gleich erwähnen, dass die Geschichte ziemlich kompliziert aufgebaut ist. In meinen Augen sieht sie ein bisschen aus wie ein noch kleiner Haufen zusammen gewürfelter Puzzleteile, eine Ansammlung loser Fäden, die alle offene Enden haben und noch nicht verknüpft sind. Im Ganzen dreht sich die Geschichte um ein „allwissendes Wesen“, das durch ein „Anomalienplot“ in eine in der Geschichte leider nicht erwähnte Zeit katapultiert wird, in die es nicht gehört. Diese „allwissenden Wesen“ sind ebenfalls dazu in der Lage, Leben zu erschaffen; sie reisen durch das Universum, lassen Planeten und Leben darauf entstehen und kehren später zurück, um zu sehen, wie es sich entwickelt. Diese Wesen – ein Name wird leider nicht genannt – bestehen aus purer Energie und sind, so habe ich das zumindest verstanden – für uns nicht sichtbar. Sie haben die Fähigkeit, miteinander und auch mit anderen Wesen zu verschmelzen, Informationen von ihnen zu erhalten und von ihnen zu lernen. Genau das (Achtung Spoiler...) tut eines der „allwissenden Wesen“, welches sich Ishmael nennt, letztendlich. Da die Geschichte im unvollendeten Zustand vorliegt, kann ich bezüglich der weiteren Handlung nichts sagen.
Charaktere
Bei den Charakteren kann ich nicht sagen, ob sie sich IC oder OOC verhalten, da keine Vorlage in Form eines Buches oder Films besteht. Die jeweilige Ausdrucksweise passt aber zu den Charakteren und sie verhalten sich logisch. Da „Ishmael“ nichts von der menschlichen Welt weiß, ist es in meinen Augen verständlich, dass er sich so verhält, wie er es in der Geschichte tut. Auch die anderen Charaktere verhalten sich nachvollziehbar. Was Tiefe und Ausarbeitung der Charaktere angeht, ist bis jetzt leider nicht viel vorhanden.
Wenn die Geschichte irgendwann im Mittelalter spielt, wäre es schön, wenn wenn auch die Umgebung mehr Beschreibung bekommen würde. So fällt es ziemlich schwer, sich diese vorzustellen. Auch Nebencharaktere müssen ausreichend beschrieben werden, um sie sich vorstellen zu können, was hier leider nicht der Fall ist. Und mir stellt sich eine Frage: Was, zum Himmel, sind Drohmen ?
Sonstiges
Da ich selbst keine originalen Geschichten lese, fällt es mir schwer, zu sagen, ob die Idee originell ist oder nicht. Trotzdem würde ich sagen, dass sie bisher einzigartig ist. Die Zusammenfassung wirkt auf mich stimmig, allerdings möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, da die Geschichte unbeendet ist. Der Titel ist in meinen Augen ebenfalls zutreffend, da diese Wesen ja von einem Planeten zum anderen reisen können. Die Struktur ist gut auf das Lesen am Bildschirm abgestimmt, wenngleich auch einige größere Textblöcke vorkommen, die Erzählfülle könnte aber wesentlich dichter sein.
Persönliche Meinung
Ich muss ehrlich gestehen: trotzdem die Idee gut ist, hat mich die Geschichte nicht sonderlich berührt. Eine Wirkung kam bei mir nicht auf, da der Text viel zu durcheinander ist, geschweige denn ein Eindruck. Das, was dort steht, kann ich zwar lesen, mir aber nicht bildlich vorstellen. Mit dem Protagonisten konnte ich mich ebenso wenig identifizieren, da bis jetzt viel zu wenig Eindrücke geliefert wurden und die Situationen zu wenig etabliert sind. Trotz dem mich diese Geschichte nicht hat berühren können, so ist dennoch eine gewissen Spannung da, was allein an der Zusammenfassung liegt und daran, dass die Geschichte unvollendet ist.
Überarbeitungsvorschläge
Ein oder mehrere Betaleser wären anzuraten. Diese können alle oben erwähnten Kritikpunkte verbessern. Ebenso würde ich empfehlen, andere Geschichten von Hobbyautoren zu lesen und sich bei ihnen etwas abzuschauen. Was die Beschreibung etwaiger Umgebungen, Kämpfe oder ähnliches angeht, sollte ruhig mehr ins Detail gegangen werden.
Fazit: Eine originelle Idee verpackt in einer Geschichte, die mit ein bisschen Feinschliff und Übung ein funkelnder Diamant werden kann.
Liebe Grüße
2Illuminatis