"Broken World" von MobbelZ (One Piece)

Veröffentlicht auf von Smailii1805

Autor: MobbelZ

Titel: Broken World

Serie: One Piece

Genre: Thriller

Status: Unvollendet (20 Kapitel)

Zusammenfassung des Autors: Ace erwacht alleine in einem leeren Zimmer in einer zerstörten Stadt. Er weiß weder wo er sich befindet, noch wie er hier her gelangt ist. Doch als wenn es damit nicht genug wäre stellte er fest, dass er noch nicht einmal seinen eigenen Namen kennt. Vor ihm breitet sich eine unwirtliche Landschaft aus. Ein erbitterter Krieg hat die Welt an den Abgrund getrieben und auch jetzt droht ihr noch immer die Vernichtung. In dieser feindlichen Umgebung hätte Ace sicherlich nicht einmal die ersten Minuten überlebt, wenn nicht Smoker gewesen wäre. Ein Mann, der sich vor allem durch seine Schweigsamkeit und Undurchschaubarkeit auszeichnet. Ace bemüht sich nun seiner Vergangenheit auf die Spur zu kommen.

Link: http://www.fanfiktion.de/s/494e52ff000066eb06604650

 

Sprache

Die Autorin weiß sich auszudrücken, hat eine flüssige Erzählweise und einen großen Sprachschatz. Der Text war dadurch sehr angenehm und flüssig zu lesen. Die Umwelt wurde durch die ausführlichen Beschreibungen sehr lebendig dargestellt, unterstützte die Atmosphäre und projizierte ein Bild in meinen Kopf. Es gab allerdings auch zwei Dinge, die mir aufgefallen sind und die nach einiger Zeit ziemlich genervt haben. Zum einen war das der durchscheinende Dialekt der Autorin in der wörtlichen Rede. Es gibt weder „Er war gewesen“ noch „Er hatte gehabt“ und selbst wenn es absichtlich eingefügter Dialekt beziehungsweise Umgangssprache gewesen wäre, hätte dies dennoch nicht zu den Personen gepasst. Ich vermute allerdings, dass die Autorin da ein wenig mehr von sich reingesteckt hat als gut ist, vor allem, weil es alle Personen betraf.

Auch nervig, wenn auch nicht übermäßig im Lesefluss störend waren die regelmäßig auftauchenden Flüchtigkeitsfehler. Das reichte von vergessenen Wörtern über den falschen Kasus bis hin zu Wörtern, die mit ähnlich klingenden, anderen Wörtern vertauscht wurden. Diese Fehler geschahen zwar nicht oft, aber zumindest häufig genug, dass sie mir negativ auffielen.

 

Inhalt

Die Kurzbeschreibung fasst gut die Ausgangssituation zusammen, sagt nicht zu viel aber dennoch genug aus, um Interesse zu wecken. Die Geschichte bearbeitet ein sehr aktuelles Thema, nämlich den Krieg und alle damit verbundenen moralischen und ethischen Probleme. Es geht um Fanatismus, die Motive von „Freiheitskämpfern“ und die Rechtfertigung, die dahinter steckt. Das alles in der Welt von One Piece und mit den berühmten Teufelskräften garniert, welche auch moralisch hinterfragt werden. Die logischen Zusammenhänge und der Hergang der Ereignisse sind realistisch und gut nachvollziehbar, was die Handlung trotz der ‚magischen‘ Elemente sehr nah an die Realität bringt. Man fühlt sich, als wäre man mittendrin. Es ist chaotisch und oft verliert man den Überblick, genau wie es im Krieg eben manchmal ist. Die Atmosphäre ist sehr gut gelungen, passt zur Szenerie und geht an die Haut.

 

Charaktere

Der Protagonist ist Ace, der so allerhand Probleme mit sich rumschleppt. Er hat nicht nur sein Gedächtnis verloren und kämpft gegen seine unberechenbaren und zerstörerischen Teufelskräfte an, sondern ist mitten in einem Krieg und zwischen den Fronten gefangen. Seine Gefühlslage ist packend beschrieben und jederzeit verständlich, wenn auch manchmal ein wenig zu ausanalysiert. Er benimmt sich nach der Vorlage, soweit das möglich beziehungsweise nötig ist. Seine Erinnerung kommt in kleinen Sequenzen am Anfang eines jeden Kapitels wieder.

Der zweite wichtige Charakter ist Smoker, der der gewohnte schweigsame Kettenraucher ist, wenn auch die Zigaretten oft knapp sind. Durch ihn bekommt Ace sehr viele Hintergrundinformationen und zwar in ellenlangen Erzählpassagen, in denen Smoker zum Historiker mutiert. Nicht nur, dass er auf einmal mehr redet als je zuvor, seine Geschichten aus dem Krieg hören sich an wie aus einem Geschichtsbuch auswendig gelernt. Sie sind viel zu ausformuliert als dass man sie spontan erzählen könnte/würde. Diese Passagen verlieren ihre Glaubwürdigkeit, da man erkennt, dass diese Worte Smoker von der Autorin in den Mund gelegt wurden, um Hintergrundinformationen an Ace weiterzugeben. Schön ist, dass seine Hintergedanken und Motive weitestgehend der Fantasie der Leser überlassen werden, was zusätzlich Spannung erzeugt.

 

Fazit

Eine packend erzählte Kriegsgeschichte, die viele wichtige und aktuelle Themen behandelt und tiefe Einblicke in die Psyche des Menschen gibt. Kleinere Mängel lassen sich leicht übersehen in Anbetracht der Tatsache, dass die Erzählung ansonsten einwandfrei, spannend und ergreifend erzählt wird. Man kann sich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen und die Spannung lässt nicht eine Sekunde nach.

 

Überarbeitungsvorschläge

  • Was einem selbst nicht auffällt an Flüchtigkeitsfehlern, das sollte zumindest der/die Betaleser/in sehen. Falls du schon eine hast, setz dich nochmal mit ihr/ihm auseinander. Ansonsten  such dir jemanden.
  • Wenn jemand spontan eine Geschichte erzählt, dann muss diese Spontanität auch durch die Ausdrucksweise rüberkommen. Zu ausformulierte Sätze oder Metaphern gehören in solche Passagen nicht hinein, denn so hört es sich eher aufgeschrieben als ausgesprochen an. Hilfreich ist da immer, wenn man sich vorstellt, wie der Charakter das sagt, was man ihm da in den Mund legen will. Dass man es ihm in den Mund gelegt hat, sollte für den Leser nicht erkennbar sein.
  • Dialekt bzw. Umgangssprache ist an sich in der direkten Rede angebracht und auch notwendig. Allerdings muss das auch zu dem betreffenden Charakter passen. In diesem Fall war deutlich erkennbar, dass die Umgangssprache von der Autorin kam.

 

 

LG

Smailii1805

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Veröffentlicht in Fanfiction_Anime | Manga

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M
Vielen Dank Smailii1805<br /> <br /> Erst einmal vielen Dank dafür, dass sich jemand die Mühe gemacht hat meine Fanfiktion durchzulesen und sie so ausführlich zu bewerten. Ich habe genau das gelesen, was ich mir erhofft hatte ^^ <br /> <br /> Nun zum Inhalt selber:<br /> · Ich selber habe mir schon gedacht, dass mein Erzählstil gar nicht so übel ist und dies nun bestätigt zu bekommen freut mich. <br /> · Besonders stolz war ich, bei dem Satz “Man fühlt sich, als wäre man mittendrin.“ Denn genau hier habe ich ganz besonderen Wert gelegt um den Leser quasi emotional zu packen und ich die Geschichte rein zu ziehen. Gerade weil ich versuche solche schwierigen Themen einzuarbeiten wollte ich dem Leser dabei möglichst nahe sein.<br /> · Auch dass die Atmosphäre lobend erwähnt wurde hat mir ein glückliches Lächeln auf mein Gesicht gezaubert. Denn dies ist ebenfalls ein Element, dass mir sehr wichtig ist.<br /> · Gefreut habe ich mich auch sehr über die Bemerkung, dass ich mich bei dem Charakter von Ace weitgehend an die Vorlage halte - oder dass es zumindest nicht stört, wenn ich davon abweiche. Hier war ich mir nämlich sehr unsicher gewesen, ob er nicht teilweise doch OOC wird.<br /> <br /> Anderseits habe ich nun auch wirklich konstruktive Kritik erhalten und teilweise auch Sachen, die mir gar nicht so bewusst waren. Gerade dies war ja auch der Grund gewesen, weshalb ich mich hierzu angemeldet habe.<br /> · Zum Beispiel die Sache mit dem Dialekt: Das war mir vorher überhaupt nicht bewusst. Damit werde ich mich demnächst also intensiv auseinandersetzen müssen… sehr intensiv. <br /> · Ja, die Flüchtigkeitsfehler: mein momentan wirklich größtes Problem. Zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich einfach zu schreiben begonnen habe ohne mich groß um einen Betaleser zu kümmern. Nun bin ich dabei dies nachzuholen, was aus Zeitgründen momentan jedoch ziemlich ins Stocken geraten ist.<br /> · Den Verdacht, dass ich die Gefühlslage teilweise zu sehr analysiere, ist mir auch schon gekommen. Ich habe mich zeitweise ja beinahe über Seiten hinweg darüber ausgelassen. Da es allerdings bisher noch nicht negativ erwähnt wurde und ich es als sehr wichtig erachte, dass man versteht, was in Ace vorgeht, habe ich es bisher so beibehalten. Ich finde hier ist es auch sehr schwer zu entscheiden, was nun gesagt werden soll und was nicht. <br /> · Oha - Smoker mutiert zum Historiker *lach* Ich musste zwar stocken, doch nachdem ich ein wenig darüber nachgedacht habe, kann ich diese Behauptung nicht ablehnen. Diese Passagen sind mir eh nicht gerade einfach gefallen und ich habe stundenlang an ihnen herumgefeilt, bis ich einigermaßen damit zufrieden war. Anscheinend war dies jedoch noch nicht ausreichend. <br /> <br /> Fazit: Für dieses ausführliche Feedback bin ich wirklich sehr dankbar. Zum einen wird mir damit bestätigt, dass ich mittlerweile durchaus behaupten kann, dass ich keine allzu schlechte Autorin bin *g* Und außerdem muss ich ja gestehen, dass ich immer wieder unsicher war, ob ich solche schwierigen Thematiken richtig anpacke und sie nicht doch zu übertrieben oder zu platt rüberbringe. Ich wollte ein Bild erschaffen, was dem Leser real erscheint. Nun zu lesen, dass ich meine Sache gute gemacht habe ist unglaublich erleichternd und lässt mich vor Stolz einige Zentimeter wachsen ;)<br /> <br /> Doch mindestens genauso wichtig (wenn nicht sogar noch mehr) ist es mir, auf meine Schwächen hingewiesen zu werden. Zwar musste ich erst einmal schlucken (wie immer), doch es gab ja noch genügend lobende Aspekte, so dass ich grade sehr glücklich bin.^^<br /> Außerdem habe ich die Überzeugung, dass es keinem Autoren etwas bringt, wenn man nur gesagt bekommt, was gut gemacht wurde. Ich möchte besser werden und gerade solche ehrlichen Feedbacks helfen mir sehr dabei. <br /> <br /> Und nun juckt es mir gerade ziemlich in den Fingern an Broken World weiter zu arbeiten um diese Schwächen auszumerzen *lach*<br /> <br /> Also noch einmal: Vielen, vielen Dank dafür! <br /> LG<br /> MobbelZ
Antworten
S
<br /> Hallo MobbelZ!<br /> <br /> Freut mich sehr, dass mein Lob angekommen ist und noch mehr, dass ich dich auf einige Schwächen und Kritikpunkte aufmerksam machen konnte. Ich bin ja nicht (nur) dazu da, dir Honig ums Maul zu<br /> schmieren.<br /> Smoker mutiert tatsächlich zum Historiker und gerade zu ihm passt das meiner Meinung nach am wenigsten, und das nicht nur, weil er sonst so schweigsam ist. Dennoch sind die Informationen natürlich<br /> wichtig, aber vielleicht solltest du überlegen, wie du sie etwas besser und natürlicher an den Mann kriegst.<br /> Dein Dialekt ist mir sofort aufgefallen, weil eine gute Freundin von mir nämlich genau so auch spricht.<br /> Was die Fehler angeht: Mir kam es eher so vor, als wäre das in den ersten Kapiteln noch in Ordnung und deine Aufmerksamkeit hätte dann im weiteren Verlauf etwas nachgelassen.<br /> <br /> Viel Erfolg beim Überarbeiten<br /> Smailii1805<br /> <br /> <br />