"A Link to the Link" von Akimon (Zelda)
Autor: Akimon
Titel: The Legend of Zelda – A Link to the Link
Serie: The Legend of Zelda
Genre: Actionabenteuer
Status: Unvollendet
Zusammenfassung des Autors: Eine witzige und süße Shonen-Ai Story mit einem etwas ungewöhnlichen jedoch tollem Pairing zum Einlesen! ^^ Das Pairing lautet: Twilight Princess Link x Ocarina of Time Link Dazu sag ich nur: Wer geglaubt hat die beiden sind gleich, der hat sich heftig geirrt! Lest es selbst!
Link: http://www.fanfiktion.de/s/47c85d8d0000812106a01770
Sprache
Die Geschichte ließ sich recht flüssig und auch angenehm lesen, doch mir fielen noch einige Kritikpunkte an der sprachlichen Umsetzung auf. Sowohl bei der Rechtschreibung als auch bei der Groß- und Kleinschreibung habe ich kaum Fehler entdecken können, aber gerade bei der Satzstellung und der Zeichen- beziehungsweise Kommasetzung hakt es an vielen Stellen doch noch gewaltig. Und zwar in dem Sinne, dass die Autorin erstens sehr oft mitten im Satz unnötige Kommata setzt, wo keine hingehören, und zweitens ihre Satzstruktur teilweise recht unvorteilhaft aufbaut, wodurch die Sätze unnötigerweise zerhackt werden. Stellenweise drückte sie sich auch noch ungeschickt aus und benutzt auch einige Formulierungen nicht ganz richtig. Manchmal machte sie auch Zeitfehler. Erzählungen sind immer in der Vergangenheit zu schreiben! Wechsel von der 1. in die 3. Person geschahen plötzlich und ohne Vorwarnung, sodass man sich teilweise nicht ganz sicher war, wer jetzt gesagt oder gedacht hat.
Was sich allein schon durch die beiden ungewöhnlichen Protagonisten schwierig gestaltete, war die Bezeichnung der beiden Links. Also muss man gezwungenermaßen auf Umschreibungen zurückgreifen, wenn man die beiden nicht Oot-Link und TP-Link nennen will… was sich bescheuert anhört. Genauso bescheuert hörte sich allerdings auch der „Kettenhemdträger“ an und mittlerweile kann ich die Wörter „Ebenbild“ und „Pendant“ auch nicht mehr lesen. Die Autorin hat sich wirklich um abwechslungsreiche Beschreibungen bemüht und es auch geschafft, dass ich beide Links meist auseinander halten konnte, aber teilweise fand ich ihre Umschreibung nicht ganz passend zur Situation. Ich muss aber zugeben, dass das ein Problem ist, das man wohl nicht perfekt lösen können wird. Man kann nur zusehen, dass man in romantischen Szenen nicht vom Helden der Zeit oder vom Kettenhemdträger spricht.
Was ich noch unpassend fand, waren die andauernden Vergleiche von den Augen der Links mit diversen blauen Edelsteinen. Erstens klingt das übertrieben kitschig und mir hätte an dieser Stelle ein Vergleich mit der Natur (himmelblau, meeresblau etc.) viel mehr gefallen, da beide Links ja sehr naturverbunden sind. Zweitens machte die Autorin dann noch den Fehler der doppelten Farbbezeichnung, indem sie von meeresblauen Saphiren und himmelblauen Lapislazulis sprach. Das ist nicht nur unnötig, sondern auch farbentechnisch nicht ganz richtig, weil die Farben sich, wenn auch minimal, unterscheiden. Diese und andere Bezeichnungen führten dazu, dass ich Beschreibungen an machen Stellen etwas zu blumig und kitschig fand.
Inhalt
Wie durch Schicksalshand landet der Held aus „Okarina of Time“ im Hyrule aus „Twilight Princess“, das die Zukunft seiner Heimat darstellt. Natürlich sammelt ihn dabei gleich sein älterer Gegenspieler Link aus Ordon ein und nimmt ihn bei sich auf. Nach einem Kampf in der ehemaligen Zitadelle der Zeit und einem Gespräch mit der hiesigen Zelda wird ihnen eines klar: Etwas Böses zieht im Land Hyrule auf und der fremde Link muss unbedingt wieder dahin, wo er hingehört. Während Zelda nach einem Weg sucht, um den Neuankömmling in seine Zeit zurückzuschicken, machen die beiden Helden Urlaub und reisen gemeinsam durch Hyrule, wobei sie tiefe Gefühle füreinander entwickeln.
Der Inhalt dieser Ausflüge ist zwar in sich stimmig und sehr schön ausgearbeitet, aber er will nicht so recht zur ernsthaften Situation passen, die sich da gerade zusammenbraut. Abgesehen davon steht es weder dem einen noch dem anderen Link, einfach tatenlos zu warten, bis andere ein Problem für sie lösen. Sind ja schließlich nicht umsonst beide Helden. Genauso wenig wie Link&Link scheint es alle anderen um sie herum zu stören, dass wieder etwas Böses sich auftut. Nein, man merkt nichts, rein gar nichts Ungewöhnliches, sodass diese Ausflüge sich irgendwie noch mehr außerhalb der Realität Hyrules bewegen.
Sie sind lediglich dazu gedacht, sowohl die Gemeinsamkeiten als auch die Unterschiede beider Link auszuarbeiten, was auch ausgiebig getan wird. Teilweise wirken diese Szenen der Kameradschaft allerdings ein wenig gestellt auf mich, weil das Augenmerk etwas zu sehr auf die sich entwickelnde Beziehung der Links gerichtet wurde und die Gedanken dazu sehr analytisch daherkamen, als hätte sie ein Außenstehender formuliert – was zwar auch so ist, aber nicht erkennbar sein sollte.
Sehr schön waren die detailreichen Beschreibungen, die dem Leser Stück für Stück das Land Hyrule näherbrachten, das sie aus dem Spiel kennen. Diese waren dabei nicht ermüdend oder zu ausführlich. Dabei hat die Autorin auch die Parallelen zwischen beiden Spielewelten gezogen und diese durch historische Hinterlassenschaften sehr schön miteinander verknüpft.
Charaktere
Wie schon erwähnt liegt der Schwerpunkt der Geschichte stark darauf, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Links herauszuarbeiten, und ihre Beziehung zueinander zu definieren. Einerseits finde ich persönlich das sehr spannend, da doch gerade solche Spielhelden wie Link Charaktere sind, die nicht sehr genau dargestellt sind und deren Charakterzüge man eben nicht an ihrem Verhalten festmachen kann, weil sie nicht von sich aus agieren. Zweitens macht diese Konstellation allein schon die Geschichte zu einer sehr originellen Idee, die mich erst die Unterschiede beider Links hat realisieren lassen. Andererseits führte dieser inhaltliche Schwerpunkt dazu, dass jeder weitere Inhalt, z.B. die Bedrohung, teilweise vollkommen verdrängt wurde.
Link aus „Twilight Princess“ ist hier der besonnene, erwachsene Teil in dem Heldenduo. Er handelt nach dem, was sein Verstand ihm sagt, ist ernst und wenig spontan. Er macht sich viele Gedanken um alles, was die Autorin sehr schön dadurch veranschaulicht, dass er mit der eher instinktiven Magie der drei Göttinnen nicht auf Anhieb klarkommt. Das passt gut zu ihm, da er erstens der Ältere ist und zweitens sehr selbstständig. Er lebt schließlich allein und dazu gehört eben eine gewisse Ernsthaftigkeit, die die Autorin auch gut in ihm erkannt hat.
Der jüngere Link aus „Okarina of Time“ dagegen ist quirlig, instinktgeleitet und sehr spontan. Mit ihm kann ich mich nicht ganz so sehr anfreunden. Trotz der Tatsache, dass er sehr jung ist, hat er doch eine sehr prägende Vergangenheit und Kindheit hinter sich, die so ein kindliches Verhalten mir nicht so ganz verständlich machen. Er ist bei den Kokiris aufgewachsen, wurde von ihnen jedoch nie angenommen und wusste ganz genau, dass er nicht zu ihnen gehörte. Und dann folgt eine Zeit, in der er vor lauter Kämpfen zu kaum etwas anderem kommt und zusätzlich wird ihm seine Jungend komplett vorenthalten. Daher würde ich ihn mir eher scheu vorstellen und naiv, was das „Zwischenmenschliche“ angeht. Diese Anfälle von jugendlicher Begeisterung haben mich eher an ihm gestört, da ich sie übertrieben fand. Aber das ist ja Ansichts- sowie Auslegungssache.
Zusammen bilden beide Links ein perfektes Team. Der Eine hilft dem Anderen mit seiner Vernunft und seinem analytischen Verstand und im Gegenzug lockert der Jüngere ihn etwas auf und lässt ihn sein inneres Kind ausleben. Die beiden zusammen waren wirklich sehr liebenswert und glaubwürdig beschrieben. Die Romanze zwischen ihnen kam mir aber etwas zu plötzlich.
Fazit
Die Geschichte ist trotz der Unstimmigkeiten sehr interessant und jedem Zelda-Fan zu empfehlen. Sie befasst sich sehr intensiv mit dem Charakter unseres beliebten Helden und wenn die Autorin jetzt noch die Kurve kriegt, wird sicherlich auch noch eine spannende Geschichte daraus, in der sich Link&Link als Heldenduo gegen das Böse beweisen müssen. Dazu wird das Ganze durch eine Romanze zwischen den Beiden gewürzt, die durchaus Konfliktpotenzial aufweist.
Verbesserungsvorschläge:
· Neben der Charakterentwicklung sollte auch die Handlung nicht außer Acht gelassen werden
· Zu „blumige“ Beschreibungen lassen eine Romanze sehr schnell ins Kitschige abrutschen
· Ein Betaleser speziell mit guter Kenntnis von Satzstruktur, Zeichensetzung und Formulierung wäre von Nöten
· Umschreibungen sollten zumindest annähernd zur entsprechenden Situation passen und außerdem nicht zu sehr ausarten.(z.B. Kettenhemdträger)
· Erzählungen sind immer in der Vergangenheit zu schreiben!
· Wechsel zwischen der 1. Und der 3. Person sollten gekennzeichnet werden, damit keine Verwirrung beim Leser aufkommt.