Bewertung: Triforce der Weisheit von Pinchen (Zelda)

Veröffentlicht auf von Smailii | suede

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Allgemeine Daten
   
Titel: Triforce der Weisheit
Autor Pinchen  
Kapitel [Länge] 8 [5.819 Wörter]  
Link zur Story  
Status unvollendet  
Fandom The Legend of Zelda (The Wind Waker)  
Genre Fantasy  
   
Kategorie Kommentar Wichtung

Sprache

Der Text liest sich tatsächlich wie ein Videospiel. Es gibt plötzliche Handlungssprünge und einen logischen und strukturierten und deshalb völlig unrealistischen Handlungsablauf. Der Stil ist hektisch und für den Leser etwas verwirrend.

40 
Rechtschreibung Nicht perfekt, aber auch nicht katastrophal. Dennoch stören die Fehler (Groß- und Kleinschreibung) etwas. Den größten Teil schätze ich als Flüchtigkeitfehler ein, Inselnamen(z.B. Präludien) gibt es in vielen verscheiden, meist falschen Varianten
Sprachschatz Keine besonderen Mängel aber dennoch auf einem recht einfachen Niveau. Häufig werden Worte und Ausdrücke wiederholt.
Grammatik Im Grunde akzeptabel. Ein paar Zeichenfehler, die sich mit ein wenig Übung ausbügeln lassen. Was nicht in Ordnung geht, sind allerdings die Tempusfehler, die sich im Verlauf einschleichen. Gedanken werden nicht vom Text getrennt.
Ausdruck Der Ausdruck der Sprache ist noch ein wenig kindlich und hat noch kein ausgereiftes Niveau. An manchen Stellen erkennt man dennoch, dass die Autorin sich große Mühe geben wollte, was die Wortwahl betrifft. Entsprechend wirkt der Stil noch etwas unstet, an einigen Stellen gar unbeholfen. Doch in dem Fall denke ich, dass es eine Sach der Erfahrung ist und mit der Zeit wird die Autorin ihren eigenen Stil finden
Syntax Sehr kurze, abgehackte Sätze wirken auf den Leser hart und unpassend. Es ergibt sich kein Erzählfluss, was auch an der springenden Handlung liegt, die von einem Problem zum nächsten hetzt. Trotzdem ist die Satzstruktur gut verständlich.
Gesamt Sprache
23 
     
Inhalt Die Geschichte ist für ihrer Handlung viel zu kurz. Es hätte mehr beschrieben werden können. Die Charaktäre hätten in jedem Fall vorgestellt werden müssen. Die Handlung ist aufgebaut wie ein Videospiel. Ist die eine Hürde genommen kommt die nächste. Die Problemlösungen sind zudem immer recht schnell und auf recht unspannende Weise gefunden. Probleme überlappen sich nicht, sie werden sehr schnell gelöst, ohne dass Spannung enstehen kann. Auch wären Beschreibungen von Landschaft, den Lebensverhältnissen der Figuren und der Situation, in der die Geschichte spielt angebracht gewesen. Der Leser fühlt sich ein wenig allein gelassen in dieser Geschichte. Er muss sich vieles irgendwie zusammenreimen.
40 
Verhalten der Charaktere Hier werden sich Kenner und Nicht-Kenner wundern - Kenner, weil der Kanon ohne Begründung von der Autorin nach ihren Wünschen zurecht gebogen wurde, Nicht-Kenner, weil die Charaktere leider weder beschrieben noch erklärt wurden. Generell handeln die Figuren recht unüberlegt, was bedeuten soll, dass es nicht viel brauch um sie von einer ehemaligen Meinung abzubringen. Die Figuren sind wie die Handlung sehr sprunghaft und von ihrem Verhalten lässt sich schwer auf einen differenzieren Charakter schließen.
glaubwürdige Handlung Die Handlung verläuft nach dem Ende des Vidoespiels, wird aber kaum von der Autorin an dieses angeknüpft und könnte deshalb auch in einem alternativen Universum spielen. Wie allerdings bereits angesprochen, erscheint es unrealistsich, wenn sich erst dann neue Probleme eröffnen, wenn das vorherige gelöst wurde. Auch wird hier viel mit Zufällen und zu leichten, zu schnellen Problemlösungen gearbeitet, die dem Leser nicht erklärt, sondern vorausgesetzt werden. Man muss der Autorin glauben, ohne dass Erklärungen oder wenigstens eine nähere Beschreibung geliefert werden.
roter Faden Ein wenig überstürtzt scheint mir die Geschichte, sodass die Zusammenhänge neben all den Geschehnissen etwas zu kurz kommen. Es gibt kleine Episoden, die miteinander verwoben sind aber nicht zwingend mit einander in Verbindung stehen müssten. Es hätte ein wenig kapitelübergreifender gearbeitet werden können.
Gesamt Inhalt  
14 
     
Präsentation Ein wenig kommt die Struktur zu kurz, was zweifellos an fehlender Erfahrung liegt.
20 
Struktur Der Text an sich ist ziemlich unübersichtlich. Es werden wenige Absätze gemacht. Die wörtliche Rede hätte man besser zur Geltung bringen können, wenn an ihr eine eigene Zeile zugesprochen hätte. Die Kapitel hingegen sind fast schon zu gut eingeteilt. Man hat fast den Eindruck, die Autorin schreibt ihren Text nicht entlang eines Plots, sondern hangelt sich ziellos von Kapitel zu Kapitel. Die Kapitelüberschriften jedoch sind gut überlegt.
Kurz-
beschreibung
Leider zu kurz gekommen! Keine richige Beschreibung, nur die Bitte nicht zu hart zu kommentieren.
Erzählfülle Hier fehlt es an allen Ecken und Enden. Es werden keine Personen, keine Landschaften, keine Lebensverhältnisse, keine Charaktere, keine Situationen beschrieben. Alles wird vorausgesetzt, auch die Dramaturgie des Videospiels.
Titel Klingt nicht schlecht, passt zum Inhalt, ist aber nicht besonders aussagekräftig
Gesamt Präsentation
     
Zusatzpunkte  
10 
originelle Idee Vertauschte Rollen, Zelda als Heldin - nicht die originellste Idee, aber eine interessante Abwechslung
Spannung Die Geschichte hat durchaus Potenzial für Spannung, aber es fehlt an der Geduld der Autorin, diese aufzubauen, durch Beschreibungen und Handlungsvielfalt oder interessante Charaktere.
Gesamt Zusatzpunkte
4 
     
Gesamt  
50 
  Prozent
50% 
  Note:
ausreichend- 


Rezension:

Diese Fanfiktion passiert im Anschluss an die Geschehnisse des Spiels 'The Legend of Zelda - The Wind Waker'. Es geht um das 14jährige Mädchen Tetra, die sich zur Kämpferin ausbilden lässt und schließlich von zu Hause ausreißt, um gleich mehrfach ihre Nachbarn, diverse Feenköniginnen und die ganze Welt zu retten. Leider ist besagte Tetra im Original eine Piratin und wird von der Autorin jetzt in die Rolle eines unwissenden, weltfremden, wenn auch sehr frechen Mädchens gesteckt, ohne dem Leser auch nur die geringste Begründung dafür zu geben.

Tetra gerät auf ihrer Reise in brenzlige Situationen, die sich jedoch allzuschnell, fast wie von selbst lösen.

Die ganze Geschichte ließt sich wie ein Videospiel, das von einem Gegner zum nächsten, von einer Landschaft zur nächsten spring. Für eine zusammenhängende, größere Handlung oder Beschreibungen und Erklärungen ist indes keine Zeit. Der Leser wird wie ein Videospieler einfach konfrontiert und muss sehen, wie er zu echt kommt.

Stilistisch ist der Text sehr unstet. Es gibt Passagen, da wundert man sich über die gelungene Wortwahl und dann wieder sieht man sich mit unbeholfenen Formulierungsversuchen auf Grundschulniveau konfrontiert.

Jedoch eine Sache kann man der Autorin nicht vorwerfen. Der Text ist nicht langweilig. Die Geschichte ist abwechslungsreich und actiongeladen, wenn auch sich die Szenen zu schnell wieder auflösen und einer neuen Problematik Platz machen müssen.

Interessant ist diese Fanfiktion allerdings höchstens für Leser, denen das Genre und das Videospiel Zelda ein Begriff sind.

Figuren, Charaktere und die Hintergrundgeschichte werden vorausgesetzt und nicht erläutert.

Sicherlich muss man beim Gesamturteil berücksichtigen, dass die Autorin erst 14 Jahre alt ist und noch wenig Erfahrungen mit dem Schreiben sammelt konnte.

Zeitweise lässt der Stil gar durchblicken, dass hier durchaus Talent zu finden sein könnte.

Andererseits sind die Mängel in diesem Text so übermächtig, dass eine bessere Bewertung nicht möglich war, wenn unsere Kritiker fair und die Bewertungen vergleichbar bleiben wollen.


Verbesserungsvorschläge:

Der Text ist noch nicht ganz verloren. Die Geschichte hat Potenzial, wenn sie überarbeitet würde:
•  Angefangen mit der Kurzbeschreibung: Das sollten zwei, drei prägnante Sätze sein, die den Inhalt mehr oder weniger interessant anschneiden, aber nicht zu viel sagen. Alles andere, zum Beispiel die Bitte nach milder Bewertung, gehört hier nicht hin
•  Vor allem müssten Beschreibungen und Erläuterungen der Situation und der Charaktere eingefügt werden.
•  Die vielen Episoden könnten vernetzt werden oder ganz aufgegeben, um einer einheitlichen, großen Handlung zu weichen.
•  Die Lösung vieler Probleme wird sehr schnell gefunden, sodass keine rechte Spannung aufkommen will. Spannung entsteht durch Hinauszögern und indem man den Leser zunächst im Dunkeln lässt.
•  Auch wechseln die Szenen viel zu schnell. Alles passiert Schlag auf Schlag, der Leser hat kaum Zeit durch zu atmen, oder das Gelesene noch einmal Revue passieren zu lassen. Auch hier sind ruhigere Passagen gefragt, die dem Leser vielleicht etwas über die Gefühlswelt der Heldin verraten, oder Gedanken, Pläne und Überlegungen anführen.
•  Auch Actionszenen könnten besser beschrieben und ausgemalt sein. Es wäre außerdem authentischer, wenn die Schlage auch richtige Wunden hervorrufen würden und die Kräfteverhältnisse im Einklang wären.
•  Bis jetzt handelt es sich bei der Geschichte nur um ein bloßes Erzählgerüst, das ausgeschmückt und veranschaulicht werden will. Dies kann durch eine besser überlegte Wortwahl, beschreibende, erklärenden Absätze und eine gewisse Verzögerung in der Lösung von Problemen erreicht werden.
•  Diverse sprachliche Fehler und vor allem Flüchtigkeitsfehler könnten durch einen Betaleser bereinigt werden. Mein Tipp: Gedanken, welche bitte in ‚Gedankenstrichen‘ zu schreiben sind, und wörtliche Rede können deutlicher vom Text abgesetzt werden, indem man ihnen eine eigene Zeile zugestehst.
•  Außerdem sollte auf die Zeichensetzung geachtet werden. Wo man beim Lesen keine Pause macht, sollte auch kein Komma hin.
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Veröffentlicht in Fanfiction_Spiele

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