Curse of the Forest - Story von Smailii1805 (Zelda)
Titel: Curse of the Forest
Autor: Smailii1805
Genre: The Legend of Zelda
Status: unvollendet
Kapitel: Voraussichtlich 17(im Moment 13)
Wortanzahl: ~50.000
Link: Text gelöscht
Kurzbeschreibung: In Kakariko erfährt Link von einem mysteriösen Jungen, der durch einen Fluch kürzlich erblindet ist und am Rand des verbotenen Waldes gefunden wurde. Er beschließt, ihm zu helfen. Doch wird er gegen die Verschwiegenheit der Fremden ankommen und sein Geheimnis aufdecken können? Slash
(Kleine Randbemerkung:
Meine Rezension bezieht sich hier auf die vollendete Geschichte, die ich auf Smailiis Tagebuch schon lesen konnte.)
Die Geschichte von Smailii1805 entführt uns in die Welt von Zelda und dem Spiel Ocarina of Time. Link ist in dieser Story groß geblieben und man merkt, dass ihm die sieben Jahre Entwicklung einfach fehlen. Er ist älter geworden, körperlich, aber innerlich noch fast ein Kind.
Diese Geschichte wird in zwei Abschnitte unterteilt:
Im ersten Abschnitt wird Link sehr rührend dargestellt. Er ist nett und hilfsbereit zu jedermann und weiß aber nicht so richtig wohin er gehört und wohin er sich eigentlich in seinem Leben wenden soll. In diese Zeit hinein, wird die Bitte an ihn herangetragen, sich um den blinden Tulaen zu kümmern.
Dieser Teil der Geschichte ist sehr humorvoll gestaltet und besonders heitere Momente ergeben sich aus Links Naivität, der die eindeutigen Anspielungen von Tulaen partout missversteht.
Manchmal werden diese Passagen dabei auch bis an die Grenze des Glaubwürdigen ausgedehnt. Es ist dennoch absolut lustig und so sieht man gerne darüber hinweg.
Tulaen wirkt unsicher, vorsichtig und oft auch sehr sprunghaft in seinem Verhalten.
Ich kann ihn aber in seiner Geheimniskrämerei und Wortkargheit nicht ganz nachvollziehen. Er bleibt für mich bis gegen Ende der gesamten Geschichte unberechenbar.
Die Romanze zwischen den beiden ist jedenfalls gut und langsam aufgebaut. Man spürt wie Tulaen mit allen möglichen Mitteln, dem naiven Link seine körperliche Zuneigung schmackhaft machen will. Diese zarten Bande und die Vertrautheit, die zwischen den beiden immer weiter wächst, ist gut dargestellt.
Im zweiten Abschnitt ändert sich die Tonlage komplett.
Die Geschichte wird ernster, hintergründiger.
Link hat Tulaens Dorf gefunden, das durch einen Fluch verwünscht wurde, doch nur Tulaen kann zurückkehren, was Link in tiefe Verzweiflung stürzt.
Was jetzt beginnt ist ein Teil gewesen, mit dem ich mir sehr schwer tat. Für mich wirkte Tulaens Handlung neurotisch. Es ist für mich kaum nachzuvollziehen, warum er dem naiven, ehrlichen Link nicht traute und sogar von ihm dachte, dass er ihn loswerden wollte.
Es wird zwar erklärt in den Kapiteln seiner POV, aber ich kann mich dabei nur schwer in seine Lage versetzen.
Doch abgesehen davon, beginnt dafür eine Wandlung für Link, die sehr wohl nachvollziehbar ist und schwerwiegende Folgen hat.
Link verändert sich stark, wird erwachsener und agiert auch im weiteren Verlauf der Geschichte danach. Seine Charakterentwicklung ist stimmig und geht auch auf seine Aufwühlungen ein, die er durchmacht.
Man lernt auch mehr über das Dorf, seine Bewohner, den Fluch, und die Auswirkungen desselben kennen. Und auch über Links Verzweiflungstat und deren Folgen.
Die Dramatik ist gut aufgebaut und auch Link und Tulaen werden vor schwerwiegende Entscheidungen gestellt.
Sehr rührende Momente und Auseinandersetzungen werden jetzt ebenfalls eingeflochten, was der Geschichte in diesem zweiten Abschnitt einfach mehr Tiefe verleiht.
Link ist in beiden Abschnitten der Geschichte gut beschrieben, seine Einfachheit und Naivität (wenn auch ein wenig übertrieben), wie auch seine Wandlung, sind sehr stimmig.
Tulaen wirkt unberechenbar, launisch und neurotisch. Vor allem im ersten Abschnitt der Geschichte. Im zweiten Abschnitt wird auch er fassbarerer und ernster. Vor allem im letzten Kapitel bekommt er für mich eine Festigkeit, die auch zu seinem Alter passt.
Die anderen Charaktere in der Geschichte halten sich sehr an die dargestellten Figuren im Spiel. Vor allem Naboru und Impa werden genauso gezeigt wie sie dort wirkten.
Die Sprache ist gut gewählt und hat einen einfachen Stil, der leicht zu lesen ist. Man kommt dabei sehr gut mit der Erzählung mit.
Die Sätze sind gut ausformuliert, beinahe zu gut, würde ich sagen, da darunter manchmal das Tempo oder die Stimmung ‚leidet’, die vielleicht bei nicht so korrekten Formulierungen manches Mal das Geschehen lebendiger und besser vermitteln würde.
Die Rechtschreibung ist gut, nur manche Groß- und Kleinschreibungen werden falsch angewandt.
Was noch auffällt ist, dass die Autorin liebend gerne manche Wörter einfach weglässt. Man kann das leicht im Sinne der Handlung und des Verlaufes der Geschichte selbst einsetzen, es stockt nur der Lesefluss an diesen Stellen.
In einigen Kapiteln kommt das öfter vor, in anderen dagegen seltener. Vielleicht kann man noch herausfinden woran das liegt...?
Als Resümee bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass es eine nette Romanze mit zwei Schwerpunkten ist, wobei der Erste äußerst lustig, und der Zweite sehr dramatisch ist.
Eine P18 Slash-Romanze, die glaube ich alles für einen wahren Slash-Fan bietet. Das wage selbst ich, als nicht eingefleischter Fan homoerotischer Geschichten, zu sagen.
l.g.
Terazuma