"Das wunderbare Ultimatum des Farin U." von -Crazy- ( Die Ärzte)

Veröffentlicht auf von Terazuma

 

Titel: Die wunderbare Welt des Farin U.
Genre: Musik / Die Ärzte
Autor: -Crazy-
Status: Vollendet
Kapitel: 13
Wortanzahl: ~25 000 
Link: http://www.fanfiktion.de/s/486e78080000352c06d00bc6

Kurzbeschreibung: Durch viele unglückliche Umstände kommt es schließlich dazu, dass die achtzehnjährige Cheyenne eines Nachts vor der Wohnungstür eines ihr fast unbekannten Mannes steht, weil er ihr noch einen Gefallen schuldet. - Und dieser jemand ist niemand anderes als Farin Urlaub, der doch wieder versucht alles ins Lot zu bringen und ihr ein Ultimatum stellt.

 

 

Die Story wird aus der Ich-Perspektive erzählt und zwar abwechselnd zwischen dem achtzehnjährigen Mädchen Cheyenne und Farin Urlaub von den Ärzten.

 

Obwohl die Geschichte im Allgemeinen gut geschrieben ist, fängt sie leider nicht so gut an.

Die ersten Kapitel sind sehr konfus geraten. Man bekommt die Zusammenhänge zwischen dem Taxi und der Sache mit dem Kaffeebecher nicht mit, und es ist auch nicht bekannt ob Tage, Stunden oder Wochen zwischen den beiden Ereignissen liegen.

Zuallererst ist man überhaupt verwirrt und kann beide Ereignisse nicht miteinander verbinden.

Dass Farin bei dem Kaffee-Unfall in ihr das Mädchen erkennt, dem er das Taxi weggeschnappt hat, ist auch nirgends ersichtlich. Es wirkt wie eine ganz andere Geschichte.

 

Das Nächste ist dann, dass es mir wirklich schleierhaft ist, warum oder woher Cheyenne die Adresse von Farin kennt. Ist die einfach im Telefonbuch nachzuschlagen? Kann ja sein, nur kann ich mir das kaum vorstellen.

Dass sie überhaupt erkennt, dass es sich bei ihm um den Farin Urlaub der Band ‚Die Ärzte’ handelt, wird auch mit keinem Wort erwähnt.

Man kann es sich zwar mühsam zusammenreimen, aber das stört den Lesefluss doch ziemlich.

 

Nach diesen ersten Stücken folgen dann aber gut durchdachte und aufeinander abgestimmte Kapitel.

Auch das Ultimatum, dass Farin Urlaub der kleinen Cheyenne stellt wird gut in Szene gesetzt und kommt auch glaubhaft herüber, wenn es auch fast wie ein Märchen anmutet. Aber es ist wirklich begründet und so dargestellt, dass man darauf eingehen kann.

 

Jetzt beginnt eigentlich der Teil, der mir wirklich gut gefallen hat, der die Job-Suche-Thematik anspricht, und die ganzen Schwierigkeiten die damit, vor allem auf Jugendliche, zukommen. Es wird auch anschaulich darauf eingegangen, dass man über viele Hürden dabei gehen muss, dass es eine mühsame Sache ist und man auch durch viel Frust hindurch muss.

Ich finde es war wirklich gut und authentisch geschildert, dass Cheyenne natürlich ein wenig träge ist, sich aber dann doch diesen Herausforderungen stellt.

 

Was jetzt auch positiv hinzukommt ist, dass man merkt, wie im weiteren Verlauf der Geschichte alles flüssiger wird, das ganze Geschehen gut aufgebaut ist und die Autorin sich dabei immer mehr steigert.

 

Der Höhepunkt ist dann, als nach einer Absage, auf die das junge Mädchen besondere Hoffnungen gesetzt hat, alles in ihr zusammenbricht und sie alles hinschmeißt, selbst den kleinen Nebenjob den sie angenommen hatte.

Es kommt zu einem heftigen Streit zwischen ihr und Farin, der die Nerven verliert.

 

Die Auflösung des Dramas ist ebenfalls sehr gut gelungen, und auch das Ende der Geschichte besticht dadurch, dass es der Stimmung treu bleibt und nicht in den Kitsch abdriftet. Es ist glaubhaft geschildert, die Charaktere müssen durch einige Probleme hindurch und vor allem bleibt auch nach der Versöhnung zwischen Farin und Cheyenne eine glaubhafte Distanz zwischen ihnen. Das hat dem Ganzen noch mehr Authentizität gegeben.

 

Die Rechtschreibung ist angemessen. Es gibt natürlich einige Fehler, die aber im Allgemeinen den Lesefluss nicht stören.

Was noch positiv aufgefallen ist, ist, dass die Autorin auch gute Umgebungsbeschreibungen eingefügt hat. 

 

Als Zusammenfassung kann ich nur sagen, dass es sich hier inhaltlich um ein aktuelles Thema handelt, das auch gut dargestellt wurde.

Die einzelnen Charaktere kommen auch stimmig zur Geltung, machen ihre Entwicklungen, und auch die Beziehungen untereinander werden glaubhaft geschildert.

Gerade der ruppige und unstimmige Anfang ist ein wenig störend und die doch märchenhaft anmutende Vereinbarung zwischen Farin und Cheyenne, die aber immerhin glaubhaft dargebracht werden konnte.

 Alles in allem eine Geschichte mit Potential.

 

l.g.
Terazuma 

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Veröffentlicht in Fanfiction_Musik

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