Bewertung: Wie Ying & Yang von Jey-chan (Original)
| Bewertungsformular | ||
| Allgemeine Daten | ||
| Titel: | Wie Ying & Yang | |
| Autor | Jey-chan | |
| Kapitel [Länge] | 34 [31.288 Wörter] | |
| Link | zur Story | |
| Status | Vollendet | |
| Fandom | - | |
| Genre | Fantasy | |
| bewertet im: | Juli 2008 | |
| Bewerter: | Smailii1805 | suede | |
| Kategorie | Kommentar | Wichtung |
| Sprache | Der Stil der Autorin hat ohne Zweifel Potenzial. Leider fehlt es ihr aber am Können und an der Erfahrung, dieses auch voll auszunutzen. Mit ein wenig Hilfe und Übung wird sie aber zu einer vielversprechenden Schreiberin wachsen können. | 40 |
| Rechtschreibung | Im Großen und Ganzen recht gut, wenn die Autorin nicht immer wieder Probleme mit der Groß- und Kleinschreibung hätte und Tipp- bzw. Flüchtigkeitsfehler auftreten würden. Auch Zeitfehler sind hin und wieder ein Problem, jedoch nicht so häufig. | 3 |
| Sprachschatz | Der Sprachschatz an sich ist recht groß und auch differenziert. Allerdings fehlt es der Autorin noch am Können, Wörter richtig und passend richtig anzuwenden. | 6 |
| Grammatik | keine explizieten Grammatikfehler | 5 |
| Ausdruck | "Wie bereits oben angesprochen stört ein wenig, dass die zu Anfang personale Erzählperspektive so radikal in den umgangssprachlichen Bereich abdriftet. Es scheint als fehle das Gespür für passende Worte im geschreibenen Text. Die Autorin springt außerdem gerne hin und her zwischen gegenwärtigen Geschehnissen und Erklärungen aus der Vergangenheit, die uns Figuren und Umfeld näherbringen wollen. Sie tut dies in Form von Rückblicken, die nicht immer Geschickt eingefügt sind. Die Frage der Motivation der Ich-Erzählerin, warum sie mir, dem Leser, all diese Dinge jetzt auf einmal erzählt, bleibt unbeantwortet. So werden Rückblicke und Gegenwart, sowie Träume und Realität nur unzureichend verknüpft und ausgewertet. Nach den ersten Kapiteln gibt es einen Perspektiv-Wechsel und man wird nun von einem Er-Erzähler durch die Parallelwelt geführt. Dies ist ein geschickt gewähltes Stilmittel. Der Stil generell ist ein anderer und wie ich finde, liest sich die Geschichte ab diesem Punkt angenehmer, aber immer noch ist der Stil hart und lässt sich schlecht flüssig lesen. Die wörtliche Rede könnte besser in die Beschreibung eingebunden sein und der Tonfall, in dem etwas gesagt wird, würde anschaulicher wirken.. Unglückliche oder falsche Audrücke bzw. Redewendungen kommen leider nur zu oft vor. Die Autorin hat einfach noch Probleme, Sprache richtig einzusetzen. Trotz dessen kann man der Autorin nicht vorwerfen, dass sie nicht versucht hätte, den Text durch andersartige Formulierungen interessanter zu gestalten " | 6 |
| Syntax | Das reinste Chaos war die Zeichensetzung, insbesondere bei Kommata. Andauernd und über die ganze Geschichte hinweg vergisst die Autorin, Nebensätze von Hauptsätzen durch Kommas zu trennen oder unzusammenhängende Sätze durch einen Punkte. Das störte immens beim Lesen! Hier kann ich wirklich nur die minimalste Punktzahl geben, weil die Autorin sich zum Ende hin zumindest ein wenig gebessert hat. Ansonsten wurden viel zu viele Sätze meist lieblos mit Kommas getrennt nebeneinander gesetzt. Dass diese logisch verknüpft wurden, kam leider nur selten vor. | 4 |
| Gesamt Sprache | 24 | |
| Inhalt | Hier fehlt es an Authenzität und Leben. Man erfährt bis zum Ende laum etwas über die Welt, in der Sayako und Dax kämpfen, weil kaum etwas richtig beschrieben wird. Dazu führt eine Mischung aus der Fantasywelt sämtlicher Kulturen dieser Welt(Vampyre, Wälküren, Chimäras, etc.) dazu, dass man sich nicht wirklich orientieren kann. Es wird eine ominöse Vergangenheit Sayakos angedeutet, aber auch nichts weiter. An was es fehlt, sind Beschreibungen und Erklärungen von Umwelt und Charakteren. Das liegt aber nicht daran, dass die Autorin das nicht kann, im Gegenteil. Sehr gute Kenntnis zeigt sie bei der Ausrüstung und ihrer Einsetzung sowie den Kampfszenen.Der Thematik des Textes haben sich schon viele Autoren angenommen, einige sind und blieben Trash, andere hatten am Ende tatsächlich eine Aussage zu treffen, wie beispielsweise in der unendlichen Geschiche. Da dies hier nicht der Fall ist und die Geschichte einzig der Unterhaltung dient, müsste sie als unoriginell gewertet werden, wenn sie nicht kleine, winzig kleine Hinweise auf die buddhistische Philosophie von Yin und Yang hätte. - Es ist also ein bisschen Vorwissen von nöten, oder man fühlt sich durch diesen Text inspiriert sich selbst einmal zu informieren... | 40 |
| Verhalten der Charaktere | Die Charaktere bewegen sich natürlich, das ist aber auch schon alles. Leider fehlt ein wichtiger, wenn auch offensichtlicher Aspekt gleich zu beginn: Die Beschreibung des Äußeren der Figuren. Der Leser kann sie sich nicht direkt vorstellen und so fällt es um so schwerer sich ein Bild von ihnen zu machen. Die Autorin achtet darauf ihrer Charaktere schlüssig handeln zu lassen, allerdings kollidieren außergewöhnliche Handlung mit gewöhnlicher Figur: Eine durchschnittliche Schülerin von 17 Jahren, die in einer anderen Welt Kriegsheldin und Meisterin des Kampfes ist, wirkt befremdlich. Die Charaktere sind nicht besonders prägnant. Es handelt sich um Durchschnittspersönlichkeiten, welche leider grundsätzlich kein Heldenpotential besitzen und hier kommte es zur Diskrepanz zwischen Handlung und Charakter. Ohne die Handlung wirken die Figuren selbst und für sich langweilig und mit der Handlung unrealistsich. Die Geschichte wird von der Handlung getragen und vorangetrieben, nicht duch die Figuren! | 5 |
| glaubwürdige Handlung | Eine glaubwürdige Handlung im Bereich ""Fantasy"" schließ sich aus. Die Frage muss heißen: ""Ist die Handlung schlüssig? Ist sie verständlich?"" Das ist sie durchaus, nur leider muss sich der Leser all die Erklärungen selbst zusammenerfinden, die die Autorin eigentlich geben müsste. Man erfährt zwar schon im Vorhinein in Visionen worauf es hinauslaufen wird. Dies baut zwar Spannung auf, doch leider wird nie erschöpfend erklärt, was wirklich in der Vergangenheit passiert ist, wer Sayako wirklich ist. Es bleibt lediglich bei Andeutungen. So wirkt es befremdlich, wie sie sich mit dem Übergang in die Parallelwelt verändert und plötzlich eine erfahrene Kriegerin ist, da niemals auf Gedanken oder Gefühle der Figuren eingegangen wird. Es felht im Grunde an allem: Beschreibung der fremden Welt, die der Leser ja nicht kennt, Beschreibung der Charaktere und Erläuterung ihrer Handlungen, die Handlung an sich, die teilweise nur umrissen, aber nicht anschaulich gemacht wird. Einschübe, Rückblicke, Erklärungsversuche hängen in der Luft, finden keine Einfügung im Verlauf der Geschichte. Gut umgesetzt ist hingegen der Umstand, wie die beiden Hauptfiguren in die Parallelwelt hinüber gleiten. Wenn man sich vom sturen Realismus verabschiedet, versteht man den Übergang in diese andere, offenbar geistige, Welt ohne Probleme. Außerdem versteht sich die Autorin auf das Beschreiben von Kampfszenen, auch wenn diese im allgemeinen etwas stupide wirken. | 7 |
| roter Faden | Einen roten Faden gibt es in der Tat - Sayako und Dax sollen das Böse vernichten und damit die Welt retten. Dieser wird auch eingehalten und kann verfolgt werden. Zwischendurch mischten sich Nebenhandlungen ein(Ayas Verrat, Tya/Dax, Hanabi und ihr Schiksal), die aber entweder einfach unpassend wirkten oder zu wenig ausgeführt und dann wieder vergessen wurden. | 8 |
| Gesamt Inhalt | 20 | |
| Präsentation | Der Text fällt nicht negativ auf. Er hat ein schönes Titelbild, eine ausreichende Kurzbeschreibung und einen guten Titel, der auf den Inhalt verweist, ihn aber chiffriert. Die Kapitel sind sinnvoll, während die Kapitelüberschriften manchmal etwas besser gewählt hätten sein können. | 20 |
| Struktur | Auch hier fehlt es an allen Ecken und Enden. Verschiedene Szenen gehen fast ohne jegliche Trennung ineinander über und machen es dem Leser schwer, das Geschehen mitzuverfolgen. Absätze wie auch Inhalt werden nicht inhaltlich sinnvoll eingeteilt. Mann kann aber sagen, dass die Autorin sich zumindest bei der Nennung der Kapitel Mühe gegeben hat. | 5 |
| Kurz- beschreibung | Die Kurzbeschreibung gibt den Inhalt wieder, wenn auch ein wenig zu viel. Trotzdem fand war sie stilistisch wenig ansprechend, weil sie wenig Platz für Spekulierungen ließ und zu viel Informationen zu früh preisgab. | 2 |
| Erzählfülle | Die Autorin beschreibt teilweise gut, teilweise sehr dürftig. Sie gibt sich Mühe Situationen anschaulich darzustellen. Sie erfindet eine komplexe Welt und eigene Charaktere. Leider lässt sie den Leser damit allein. Es fehlen vor allem Emotionen und Erkärungen zu der fremden Welt. Sie spricht Fabelwesen an, beschreibt sie jedoch nur unzureichend, sodass man sich kein Bild von ihnen, ihrem Status und ihre Stellung innerhalb der Welt machen kann. Dr philosophische Hintergrund der Hinter Yin und Yang steht, die zwei Seiten ein und er selben Person, die sich hier offenbar aufspaltet, wird kaum erklärt, was schade ist. In der Rückblende, in der erzählt wird, wer Sayako wirklich ist, wird aus einer Erzählung ein Bericht, der leider viel zu schnell über die Bühne gebracht wird und deutlich genauer ausgemalt werden müsste. An anderen Stellen hingegen geht die Autorin ins Detail und erreicht damit große Anschaulichkeit, vor allem in den Action-Szenen | 2 |
| Titel | Der Titel ist perfekt gewählt. Er hat Bezug zum Herzstück der Geschichte, verrät aber im Grunde nichts. | 2 |
| Gesamt Präsentation | 11 | |
| Zusatzpunkte | Keine originelle Idee, aber die Autorin schaffte es trotzdem, den Leser zu überraschen an der ein oder anderen Stelle | 10 |
| originelle Idee | Ein Mädchen wird reist in eine andere Welt und muss dort die Welt retten - das haben wir alle schon mal gehört. Zumindest hat es die Autorin sich gespart, die Protagonistin mit einem hübschen Prinzen zu verkuppeln. Außerdem ein Plus ist das Einbauen von Yin und Yang. | 1 |
| Spannung | Spannung kann die Autorin durch überraschende Wendungen wirklich immer wieder erzeugen. | 4 |
| Gesamt Zusatzpunkte | 5 | |
| Gesamt | 60 | |
| Prozent | 60% | |
| Note: | ausreichend+ | |
Rezension:
Die Autorin lässt in ihrer Geschichte "Wie Ying und Yang" ihre beiden Protagonisten Sayako und Dax in eine seltsame Parallelwelt stolpern, die sie retten und für die sie kämpfen müssen. Mystische Konstellationen machen aus Sayako eine Auserwählte, die fortan ihre vorbestimmte Rolle als Heldin, Kriegerin und Bindeglied zwischen zweier Welten annehmen muss.
Soweit ist der Plot der Geschichte nicht der originellste des Fantasy-Genres, doch wie Klassiker wie "Die unendliche Geschichte" von Michael Ende beispielsweise beweisen, kann auch dieser Typ Geschichte eine tiefe, philosophische Wahrheit verbergen und dem Leser mit auf den Weg geben.
Auch diese Geschichte versucht sich ein wenig darin, eine mystische Grundstimmung vor dem Hintergrund der altchinesischen Philosophie nach Yin und Yang zu erzeugen.
Es gelingt nur peripher. Die Autorin hat sich im Vorfeld nicht umfassend genug informiert, um ihre Leser von ihrem Hintergrundwissen zu überzeugen und so geht die Lehre Daoismus im Kampfgetümmel unter.
Einen Unterhaltungswert hat die Geschichte hingegen durchaus, wenn man über stilistische Mängel hinweg sieht.
Die Autorin ist bemüht möglichst abwechslungsreich zu schreiben, sie wählt ihrer Worte mit bedacht, leider oft noch ohne das nötige Fingerspitzengefühl.
Oft wirkt der Text zerhackt durch kurze, unverbundene Sätze, oder Brüche in Stil oder gar Zeitablauf.
Es gibt viele Einschübe, Ausblicke, Rückblicke, die zwar Spannung schaffen, dann wieder aufgegriffen, im Nachhinein aber nur unzureichend aufgeklärt werden.
Eine große Stärke der Geschichte ist, die aufgebaute Spannung, die aufrecht erhalten wird und durch einen nicht immer nur gradlinigen Verlauf gesteigert wird.
Die Autorin tut sich schwer damit ihre eigene Welt, sowie ihrer Charaktere zu beschreiben, zu durchleuchten und dem Leser nahe zu bringen, sodass er sich identifizieren kann.
Jedoch zeigt sie an anderen Stellen, dass sie durchaus Potential hat und mit etwas Übung bestimmt irgendwann von guten, interessanten Figuren und Welten erzählen kann.
Verbesserungsvorschläge:
Wie gesagt, diese Geschichte hat Potenzial, wenn sie noch einmal von Grund auf überarbeitet wird:
| • | Leg dir eine Betaleserin/einen Betaleser zu, der deine Tippfehler korrigiert, dir hilft deinen Ausdruck zu verbessern und deine Zeitfehler korrigiert. Damit wäre dir schon sehr geholfen. |
| • | Sätze werden NICHT nur mit Kommas aneinandergereiht. Das ist erstens grammatikalisch falsch und zweitens schlechter Stil. Verbinde deine Sätze am besten logisch und mache nicht zu viele Nebensätze. Benutze einfach mehr Punkte und verbessere deine Syntax, sodass sie fließender wird. Sätze sollten sinnvoll verknüpft werden. Auch die Syntax bestimmt den Stil und die Wirkung eines Textes. Will man beschreiben oder veranschaulichen, sollte man in langen Sätzen schreiben, sollten die Sinneinheiten verknüpft werden. Will man seinen Leser überzeugen, will man energisch klingen, endgültig und unwidersprüchlich, schreibt man am besten in kurzen, prägnanten Sätzen. |
| • | Wenn du schon Absätze machst, dann richtige und logisch nachvollziehbare. Das sieht einfach sauberer aus und der Leser kann leichter mitkommen. Gleiches gilt für Kapitel. Am leichtesten geht, wenn man sich den roten Faden für ein Kapitel vorher aufschreibt. |
| • | Versuche die Geschichte so zu erzählen, dass auch ein Unwissender alles versteht. Vergiss nicht, dass du hier ein Original und keine Fanfiktion geschrieben hast, bei der die Leser zumindest den Hintergrund und die Charaktere kennen. Deinen Lesern musst du den Hintergrund, die Charaktere erst einmal vorstellen. Lass ihnen Zeit, deine Erzählwelt und die in ihr Lebenden kennenzulernen. Gib deinen Protagonisten ein Gesicht und lass die Leser an ihrer Gefühlswelt teilhaben. Das machst du durch Beschreibungen! |
| • | Wenn eine neue Szene beginnt, versucht das irgendwie zu kennzeichnen. Vielleicht durch eine bestimme Zeichenfolge. |
| • | Überleg dir gut, welchen Personen du Namen gibst und welche mehr oder weniger nebensächlich sind. Zu viele Personen und zu viele Namen verwirren die Leser nur |
| • | Die Handlung sollte logisch nachvollziehbar sein, nicht nur zum Ziel führen. Auch hierbei kann dir ein Betaleser helfen. |
| • | Die Handlungen eines Textes sollten immer begründet werden. Nebenhandlungen dürfen nicht im Sande verlaufen, sondern müssen zu einem Ende gebrach werden oder in die Haupthandlung eingeflochten werden. |
| • | Umgangssprache sollte in jedem Fall vermieden werden, auch im Ich-Erzählstil. Auch wenn eine Figur selbst zu sprechen scheint, so bleibt es ein Text, geschriebenes Wort, an dessen Regeln man sich halten muss! |
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