Bewertung: Der Antiquitätenhändler von Noctifer (Harry Potter)
| Bewertungsformular | ||
| Allgemeine Daten | ||
| Titel: | Der Antiquitätenhändler | |
| Autor | Noctifer | |
| Kapitel [Länge] | 3 [5.360 Wörter] | |
| Link | zur Story | |
| Status | Vollendet | |
| Fandom | Harry Potter | |
| Genre | Drama | |
| Kategorie | Kommentar | Wichtung |
| Sprache | Bis auf kleine Feinheiten und unvorteilhafte Satzstellungen sehr gut gelungen | 40 |
| Rechtschreibung | Ohne Beanstandung | 5 |
| Sprachschatz | Sehr differenziert, stellenweise verbesserungsfähig. Sprache der Charakter hätte noch besser an die Zeit angepasst werden können | 9 |
| Grammatik | Zwischendurch Wechsel ins Präsens, wo es nicht sein sollte | 4 |
| Ausdruck | oft umständliche Formulierungen, Abschweifungen | 8 |
| Syntax | Sätze waren manchmal sinnlos und unvorteilhaft durch Nebensätze zerstückelt, was den Lesefluss etwas störte | 8 |
| Gesamt Sprache | 34 | |
| Inhalt | Handlung und Personen waren glaubwürdig und authentisch umgesetzt | 40 |
| Verhalten der Charaktere | Tom Riddles Verhalten wird sinnvoller Weise teils im Dunklen gehalten, ist aber für Harry Potter-Kenner nachvollziehbar; Der Antiquitätenhändler ist in seinem naiven Vertrauen gegenüber dem unheimlichen Fremden nicht ganz glaubwürdig, aber recht menschlich dargestellt(Welcher Händler würde solch wertvolle Ware mit einem so jungen Mann verhandeln, den er noch dazu gar nicht kennt?) | 13 |
| glaubwürdige Handlung | fügt sich absolut nahtlos in den Canon ein, ist nachvollziehbar und realistisch, wenn auch etwas konstruiert... | 14 |
| roter Faden | Verwirrender Rückblicke und das Hin- und Herspingen zwischen den Perspektiven machten den Inhalt teilweise etwas konfus | 7 |
| Gesamt Inhalt | 34 | |
| Präsentation | Strukturell erscheint der Text etwas ungeordnet, wird aber ansonsten sehr gut in Szene gesetzt | 20 |
| Struktur | Zitate aus der göttlichen Komödie wirken nicht fehl am Platze sind aber entbehrlich, Kapitelaufbau nach der Göttlichen Komödie nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar bietet aber einen Anhaltspunkt auf die Handlung. Absätze hätten etwas ordentlicher eingefügt werden können. | 6 |
| Kurz- beschreibung | Sagt nicht zu viel und nicht zu wenig, wirkt auf den ersten Blick vielleicht etwas lieblos, erfüllt aber seinen Zweck. | 2 |
| Erzählfülle | Keine überflüssigen Beschreibungen, aber auch keine "weißen Flecken auf dem Pergament" / ruhiges Hinführen auf die Handlung deutet auf die Ahnungslosigkeit des Lesers und der Figur hin, wirkt allerdings zeitweise etwas anstrengend beim Lesen. Außerdem hätte die unheimliche Stimmung etwas mehr Beschreibung verlangt. | 3 |
| Titel | Passt zum Inhalt und zur Kurzbeschreibung, ist aber nicht besonders fantasievoll gewählt | 2 |
| Gesamt Präsentation | 13 | |
| Zusatzpunkte | 10 | |
| originelle Idee | eine Episode aus Tom Riddles Leben, nachdem er Hogwarts verlassen hatte und bevor er zu Lord Voldemort wurde scheint mir bis dato gar einzigartig zu sein | 5 |
| Spannung | Trotz vorgegebenem Ende konnte die Autorin bis zum und der endgültigen Auflösung die Spannung aufrecht erhalten. | 4 |
| Gesamt Zusatzpunkte | 9 | |
| Gesamt | 90 | |
| Prozent | 90% | |
| Note: | gut+ | |
Rezension:
Die Autorin versucht sich hier an einem Horrorschauspiel in drei Akten, zu den Zeiten, als Tom Riddle in der Nocturngasse bei Borgin und Burkes als Laufbursche arbeitete. Tom wird ins Muggel-London geschickt, um dort bei einem Antiquitätenhändler nach eventuell magischen Artefakten zu suchen. Bei einem jungen Antiquitätenhändler glaubt er fündig geworden zu sein, als er einen Dolch erblickt, der scheinbar aus Salazar Slytherins Besitz stammen könnte.
Umrahmt wird die ganze Szenerie durch Bilder und Zitate aus der Göttlichen Komödie von Dante. Auch die Kapitelüberschriften "Himmel", "Fegefeuer" und "Hölle" weisen auf die Inspiration durch Dante hin, greifbar wird diese jedoch nie.
Die Geschichte ist geschickt und sauber in drei Teile unterteilt, die Vorgeschichte und Einführung, den Hauptteil, den Spannungshöhepunkt und die Auflösung aus Sicht der Muggel und des Zauberers. Der Autorin gelingt es eine Handlung geschickt in ein Netz aus Ausblicken und Rückblicken zu einzuweben und den Leser bis zum Ende im Dunkeln zu lassen, wie das Ende und die Auflösung der Geschichte zu deuten ist.
Es handelt sich ohne Zweifel um eine außergewöhnliche Harry Potter Fanfiction, fast schon ein Kammerspiel mit klaustrophobischer Enge und beängstigender Authentizität. Ganz genau so hätte eine Episode aus Voldemorts Leben in der Nocturn-Gasse aussehen können. Die Geschichte bewegt nichts innerhalb der Original-Potter-Geschichte, muss sie aber auch gar nicht, die ist nicht nur unterhaltsam, in makellose Sprache gekleidet, sondern auch künstlerisch anspruchsvoll.
Verbesserungsvorschläge:
| • | Inhaltlich sinnvollere Absatzstrukturen waren nicht erkennbar und würden den Text insgesamt optisch ansprechender wirken lassen. |
| • | Das Zitat der göttlichen Komödie müsste deutlicher gemacht werden, damit der Leser gleich eine Parallele erkennen kann. |
| • | Aus- und Rückblicke erhöhen zwar die Spannung, wirken aber auch immer etwas verwirrend. |
| • | Perspektivenwechsel sollten besser gekennzeichnet werden |
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