Bewertung: Tanaya - Die Geschichte eines Mädchens aus Leren von Kokoro Tamashii (Original)

Veröffentlicht auf von Smailii1805 | suede

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Allgemeine Daten
   
Titel: Tanaya - Die Geschichte eines Mädchens aus Leren
Autor Kokoro Tamashii  
Kapitel [Länge] 4 [14.244 Wörter]  
Link zur Story  
Status unvollendet  
Fandom Fantasy  
Genre //  
bewertet im: April 2008  
Bewerter: Smailii1805 | suede  
   
Kategorie Kommentar Wichtung

Sprache

Kleinere Fehler und ein recht eigenwilliger Stil, führen dazu, dass der Leser einige Zeit braucht um sich einzulesen.

40 
Rechtschreibung Die Groß- und Kleinschreibung sollte überarbeitet werden und es haben sich recht viele Flüchtigkeitsfehler in den Text geschlichen
Sprachschatz Die Autorin achtest sehr auf ihrer Wortwahl, sodass der Text zeitweise sehr hochgestochen und bemüht wirkt. Im Zusammenhang mit der zeitlichen Einordnung des erzählten Geschehens ist dies jedoch nachvollziebar, glaubhaft und passend.
Grammatik Wiederum sind es lediglich Flüchtigkeitsfehler, bei der Kommasetzung und beim Tempus, die auffallend sind, dennoch nicht tragisch.
Ausdruck Kein Zweifel: Die Autorin hat ihren Stil gefunden und bewegt sich frei und sicher darin. Die bemühte, perfektionistische Sprache mag nicht jedermanns Sache sein, doch Gutes ist generell nie beliebig.
Syntax Sehr lange Sätze, was allerding nicht weiter schlimm ist, denn die Autorin versteht sich auf die richtigen Formulierungen und auf Abwechslung, wenn auch der Leser sehr aufpassen muss, sich nicht über den Bandwurmsätzen zu verirren.
Gesamt Sprache  
33 
     
Inhalt Von ihrem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil einmal abgesehen, bedient sich die Autorin in ihrer Geschichte leider vieler Klichees, was das Fantasy-Genre angeht.

Wir befinden uns in einer Welt, deren Leben sich auf mittelalterlichem Niveau abspielt.

Die Existenz von Zauberei wird vorausgesetzt und natürlich gibt es auch eine entsprechende Schule.

Die Heldin ist eine 12jährige Waise, ein rebellisches Mädchen, dass durch tragische Ereignisse ihre Heimat und ihre Familie verliert.
40 
Verhalten der Charaktere Die Autorin gibt sich viel Mühe, ihre Charaktere zu beschreiben, ihnen ein Gesicht zu geben und sie glaubwürdig zu gestalten. Dies gelingt ihr nur bedingt, denn entweder werden Klichees bedient oder viel zu offensichtlich ins Gegenteil verkehrt.

Die Hauptperson, Tanaya, soll ungestüm, wild und unangepasst wirken, erscheint dem Leser allerdings eher lächerlich, wenn sie sich selbst nicht im Zaum halten kann, und den fremden, würdevollen und in gewisser Weise gnädigen Schulleiter anschreit.

In sich sind die Figuren sicherlich stimmig, im großen Zusammenhang der Geschichte jedoch wirken sie wie stereotype Einheitsfiguren, die alle ihre Rolle spielen, so wie die Geschichte und nicht ein menschlicher Charakter es verlangt.

Die wilde, unangepasste, abenteuerlustige Heldin, der grimmige, beängstigende Waffenverwalter, der gütige und allwissende (zum Glück nicht langbärtige und alte) Schulleiter, die geheimnisvolle, aber herzliche Tränkebrauerin, die Tanaya bei sich aufnimmt... Insgesamt also etwas zu konstruierte He
10 
glaubwürdige Handlung Einige Ereignisse wirken überzogen und übertrieben (das Erdbeben, der Fußmarsch mit schwer blutender Kopfwunde etc.). Auch ist die Handlung nicht unbednigt neu bzw. aufregend. Man kennt die Attribute bereits aus unzähligen Fantasy-Geschichten.

Dennoch lohnt es sich, sich einmal mit der Geschichte zu beschäftigten.

Die Autorin, weiß Gefühle und Gedanken zu beschreiben, sie weiß diese auszudrücken, als habe sie diese selbst erlebt und gibt dem Leser ein ähnliches Gefühl.

Bei allen Klichees erscheint die Geschichte nicht abgeschrieben und zu jeder Zeit eigenständig, auch wenn man sich hier und da eine deutlichere Pause, eine deutlichere Beschreibung oder eine glücklicherer Formulierung gewünscht hätte.

Die Handlung schreitet sehr schnell voran. Zum Beispiel hätte man sich eine genauerer Beschreibung eines Krankenbesuchs einer von Tanayas neuen Freunden an der Zauberschule gewünscht, in desseb Verlauf man einige wichtige Informationen und Ausschmückungen zum Leben an der Schule hätte anführen können, ohne die der
12 
roter Faden Den roten Faden hat diese Geschichte ohne Frage. Sie baut sich auf und läuft in eine bestimmte Richtung. Auch wenn die Geschichte noch am Anfang ist, wage ich die Prognose, dass sich dies nicht ändern wird, wo sich die Autorin große Mühe gegeben hat, die Handlung Stück für Stück aufzubauen.
10 
Gesamt Inhalt  
32 
     
Präsentation  
20 
Struktur Es hätten etwas mehr Absätze sein können, aber die Kapitel sind gut eingeteilt und die Namen sinnvoll gewählt.
Kurz-
beschreibung
In die Kurzbeschreibung gehört nur ein kurzes Anschneiden des Inhalt herein - keine Bekundigungen, wie schlecht man in Inhaltsangaben ist. Diese selbst ist allerdings gut gelungen, auch wenn sie vielleicht etwas zu viel der Handlung der ersten Kapitel verrät.
Erzählfülle Wie bereits erwähnt, glaubt man der Autorin jedes Gefühl und jeden Gedanken, als wäre es ihr eigener und somit auch der des Lesers. Die Autorin ist sogar in Momenten glaubwürdig, in denen der Verstand des Lesers eigentlich zugeben müsste, dass dies unrealistisch ist.

Wieder ist die große Mühe und die große Liebe der Autorin zu ihren Figuren und ihrer Welt zu entdecken, jedoch gibt es Phasen, bzw. Stellen, an denen sich der Leser mehr Informationen gewünscht hätte.

Zwar sind Landschaft, Dorf, Lebensumstände und Lebenseinstellung der Figuren deutlich, bildhaft deutlich gemacht, doch bei der Beschreibung von plötzlichen Geschehnissen (dem Erdebeben, der ersten Regelblutung...) fehlt es noch etwas an Überraschungseffekt und beispielsweise beim Fußmarsch über Felder, durchs Gebirge und im Wald, werden Eindrücke wiederholt, aber die tatsächliche Qual, die Verzweiflung, der Schmerz, die Ohnmacht und der Schock nur unzureichend deutlich gemacht. Hier müsste tiefer, noch tiefer, noch intensiver auf die Akteure in ihre
Titel Da dem Leser weder Tanaya noch die Stadt Leren bekannt sein werden, hat der Titel wenig Wiedererkennungswert
Gesamt Präsentation
15 
     
Zusatzpunkte  
10 
originelle Idee Originell ist die Idee nun wirklich nicht. Viele Klichees werden auf- oder eben gezielt angegriffen, dennoch hat die Geschichte wenige Aha-Effekte... Zwei Punkte gibt’s trotzdem, weil es sich nicht um eine Romanze halndelt.
Spannung Die Fanfiction ist gerade noch am Anfang, in der man Charaktere und Umwelt kennenlernt und die Handlung ist noch nicht richtig in Gang gekommen. Daher kann man zur Zeit noch nicht von Spannung reden, Potenzial dafür hat die Geschichte aber dennoch reichlich
Gesamt Zusatzpunkte
5 
     
Gesamt  
85 
  Prozent
85% 
  Note:
gut 


Rezension:

Das Mädchen Tanaya erzählt uns in dieser Originalgeschichte aus ihrer Vergangenheit. Mit zwölf Jahren wird sie durch ein starkes Erdbeben nicht heimatlos, sondern auch noch zur Waise. Kopflos flieht sie und kommt per Zufall in einer Schule für Magie und Kampfkunst, genannt Nightwind, unter. Bei ihr werden magische Kräfte entdeckt und so beginnt sie ihre Ausbildung in der berühmten Schule.

Es handelt sich um einen Original-Geschichte, obgleich das Thema recht abgegriffen scheint.

Dem Leser eröffnet sich damit eine Welt voller Magie und Wunder. Die Autorin führt uns mit viel Liebe zum Detail durch Tanayas Erlebnisse in der Schule und eine farbenfrohe und lebendige Welt. Allerdings lässt sie dabei auch einige grundlegende Informationen aus, die sie offensichtlich als selbstverständlich sieht.

Stilistisch ist die Erzählung bis auf kleinere Mängel sehr gut abgerundet und fließend geschrieben. Allerdings scheint die Autorin sich nicht immer über das Alter ihrer Protagonistin klar zu sein und ihr Handeln, Denken und Sprechen wirkt deshalb oft etwas zu reif.

Alles in allem ist Tanayas Rückblick auf ihre Jugend und die Augenblicke, die ihr Leben veränderten jedoch spannend, stimmig und nachvollziehbar.

Einem Liebhaber des Fantasy-Genres wird diese Geschichte und die Liebe der Autorin zu ihrer Welt sehr viel Freude machen.


Verbesserungsvorschläge:

Auf den ersten Blick erscheint die Geschichte sprachlich nahezu perfekt, auf den zweiten Blick erkennt man doch sehr viele Flüchtigkeitsfehler. Ein Betaleser würde helfen, diese zu verhindern.

Die Zeichensetzung sollte überarbeitet werden. Es waren oft ein Komma zu wenig, oft eins zu wenig gesetzt. Beachte: Wo man beim Lesen eine Pause macht, da gehört kein Komma hin und Nebensätze werden immer durch ein Komma vom Hauptsatz getrennt.

Das nächste Problemchen waren die riesigen Bandwurmsätze. Zwar ist die Syntax perfekt, doch bei Lesen sind solch lange Sätze einfach sehr anstrengend. Viele Sätze ließen sich in zwei aufspalten, was natürlich nicht heißen soll, dass nur noch Kurzsätze eingefügt werden sollen, das wäre wiederum sehr langweilig. Mein Tipp: Zwei, allerhöchstens drei Nebensätze kann man anhängen, aber mehr ist definitiv zu viel. Und außerdem: Punkte sind Freunde! Mit der Satzlänge kann man außerdem große Wirkung erzielen: In erzählenden Passagen wirken lange Sätze überzeugende und wahrhaftig. Kurze Sätze hingegen wirken aggressiv und fokussieren die Aufmerksamkeit. Sie bauen Spannung auf und treiben den Leser dazu mit voller Kraft und voller Aufmerksamkeit weiter zu lesen.

Wenn man Sätze nicht mit einem Punkt trennen, aber auch nicht durch ein entsprechendes Wörtchen verbinden will, dann nimmt man ein Semikolon, kein Komma.

Zum Inhalt: In einer selbst erdachten Fantasy-Geschichte kann man Wissen nicht voraussetzen. Auch wenn man selbst sich schon lange und intensiv mit den Städtenamen, etc. auseinander gesetzt hat, sollte man nicht vergessen, dass der Leser vollkommen unbelastet an die Geschichte geht. Der Leser könnte außerdem sanfter in die fremde und unwirkliche Phantasiewelt eingeführt werden. Wie für Tanaya ist die Magie für die Leser etwas, von dem sie überzeugt werden müssen. Hier fehlen deutlicher Beschreibungen, statt zu vieler Voraussetzungen

Einige Stellen wirken zudem etwas übertrieben und unrealistisch, sie sollten noch einmal überdacht und entweder deutlicher umschrieben oder abgemildert werden. (Beispielsweise das heftige Erdbeben, das nur wenige Kilometer weiter kaum noch zu spüren war, oder der Gewaltmarsch mit einem ernsthaften Schock und einer Kopfwunde, die schließlich eine mehrwöchige, stationäre Behandlung nach sich zieht).

Zur Inhaltsangabe: Dahin gehört wirklich nur die Inhaltsangabe. Alle weiteren Informationen und Kommentare können ja als Vorwort in das erste Kapitel gepackt werden.
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Veröffentlicht in Original_Fantasy

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