"Begegnungen - Die Geschichte der Elizabeth Masen" von Rochwen (Biss)

Veröffentlicht auf von Smailii1805

Autor: Rochwen

Titel: Begegnungen – Die Geschichte der Elizabeth Masen

Serie: Bis(s)

Genre: Allgemein

Status: Vollendet

Zusammenfassung des Autors: „Weißt du, kleine Elizabeth", sagte die wunderschöne Frau, „Ich finde dich ganz entzückend und möchte nicht, dass dir Leid zugefügt wird. Versprichst du mir auf dich Acht zu geben?" Die siebenjährige schaute sie groß an und begann leise zu schluchzen: „Ich will, dass DU auf mich aufpasst. Geh nicht weg!“ - Elizabeth Masen schien zu wissen, dass nur einer ihren Sohn retten kann. Doch wieso war das so? Hier erzählt sie selbst die Geschichte. Als kleines Mädchen und als sterbende Frau. - Wie wird Edward auf die unerwarteten Informationen reagieren?

Link: http://www.fanfiktion.de/s/4b804f8600011bf906705dc0

 

Bemerkung: Ich habe dieses Feedback geschrieben, ohne Bis(s) gelesen bzw. gesehen zu haben.

 

Sprache

 

An der sprachlichen Umsetzung der Geschichte gibt es nichts zu meckern. Die Geschichte lässt sich flüssig und angenehm lesen.

 

Inhalt

 

Die Geschichte ist in drei Kapitel gegliedert. Das erste beinhaltet Auszüge aus dem Tagebuch von der jungen Elizabeth Masen, der leiblichen Mutter von Edward Cullen (geb. Masen). Sie erzählt von der Vampirdame Lucinda, die sie kennen lernt und die kurze Zeit später schon ihren Heimatort verlässt, nachdem sie Elizabeth ihr Geheimnis verraten hatte. Die Tagebucheinträge sind allerdings relativ kurz und beinhalten abseits von den Informationen über die Vampirdame kaum etwas. Ein wenig mehr Inhalt und geheime Gedanken von Elizabeth hätte sie realistischer wirken lassen. Tagebücher sind schließlich nicht nur dazu da, die Ereignisse des Tages wiederzugeben, sondern seine Emotionen und Gedanken darin festzuhalten und zu sortieren.

 

Das zweite Kapitel beinhaltet einen Brief von Elizabeth Masen an ihren Sohn Edward, den sie kurz vor ihrem Tod schreibt. Dieser ist allerdings teilweise etwas zu detailliert dafür, dass er rückblickend geschrieben wurde. Auch scheint der Brief nicht ‚zielgerichtet’ zu sein, d.h. es steht nicht wirklich eine bestimmte Botschaft dahinter bzw. sie wird nicht deutlich genug rübergebracht. Das finde ich merkwürdig, denn kurz vor dem Tod wird man wohl keinen Brief an sein Kind schreiben, um ihm eine Geschichte aus seiner Jugend zu erzählen.

 

Das dritte Kapitel wird dann etwas konfus. Es wird deutlich, dass hier Edward der Erzähler ist, der mittlerweile mit Bella verheiratet ist und eine kleine Tochter hat. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob er das rückblickend oder ‚direkt’ erzählt, denn es wird angedeutet, dass er ein Buch darüber schreibt. Dann kommt die Vampirin Lucinda vorbei und gibt den Brief an ihn weiter, der Inhalt des zweiten Kapitels war. Und Edward ist auf einmal ganz glücklich, dass er endlich weiß, warum seine Mutter ihn in einen Vampir hat verwandeln lassen.

 

Die Kurzbeschreibung preist eine Erklärung von Elizabeths Entscheidung an und Edwards scheint sie auch bekommen zu haben, aber für den Leser wirft die Erzählung mehr Fragen auf als dass sie Antworten gibt. Sie erzählt eine kleine Geschichte, aber Zusammenhänge zwischen dem Buch und dem Text schafft sie nicht. Die Abfolge der Kapitel ist verwirrend, da sie nicht chronologisch ist. Hätte man das erste Kapitel gelöscht und die letzten beiden zusammen geschoben, das Ergebnis wäre das Selbe gewesen. Ich kann nur von mir als Nicht-Kenner sprechen, aber ich verstehe Elizabeth Masen nach dem Lesen nicht mehr als vorher.

 

 

Charaktere

 

Die Charaktere werden in dieser Geschichte vernachlässigt, da es sich mehr um eine Momentaufnahme als alles andere handelt. Es werden viele Personen genannt, aber auf keinen von ihnen wird näher eingegangen. Weder über Lucinda noch über Elizabeth erfährt man sehr viel. Daher ist es natürlich schwierig, sich in Elizabeth hineinzuversetzen, was das eigentliche Ziel der Geschichte war.

 

Fazit

 

„Begegnungen- Die Geschichte der Elizabeth Masen“ ist in ihrer jetzigen Form besser geeignet als kurzer One-Shot für zwischendurch als für einen Mehrteiler – dafür müsste sie noch viel mehr ausgebaut werden, vor allem was die Charaktere angeht. Obwohl die sprachliche Ausführung sehr schön ist, hat die Geschichte auf den zweiten Blick nicht viel Substanz, weil sie die Dinge oberflächlich betrachtet und nicht ins Detail geht. Im Moment scheint sie aus spontan aufgeschriebenen Gedanken zu bestehen, die noch nicht sinnvoll miteinander verknüpft sind und für einen Außenstehenden keinen Sinn ergeben.

 

Verbesserungsvorschläge: In Punkto Handlung würde ich vorschlagen, ein wenig zielgerichteter vorzugehen. Was bedeutet, dass die Autorin sich überlegen sollte, welche Aussage oder Ergebnis diese Kurzgeschichte haben soll und wie man dieses am besten herbeiführt. Die Kapitel sollten sowohl zeitlich also auch sinnmäßig miteinander verknüpft sein; eine chronologische Reihenfolge ist dafür zwar nicht zwingend notwendig, wäre aber hilfreich.

 

Um die die Motivation und Hintergründe von Edwards Mutter zu beleuchten, reichen die Tagebucheinträge und der Brief in dieser Form nicht aus. Gerade in einem Tagebuch sollten persönlichere Dinge stehen als dass die Nachbarin zur Geburtstagsfeier einlädt und diese sich über die Blumen freut. Der Brief rollt im Grunde genommen dasselbe noch ein zweites Mal auf, ohne neue Informationen zu bieten, also ist eines von beiden Kapiteln nicht notwendig.

 

Es kommt stark darauf an, ob diese Geschichte ein Mehrteiler sein soll oder ein One-Shot. Bei Ersterem halte ich es für besser, Elizabeths und Lucindas Kennenlernen direkt zu erzählen als indirekt über ein Tagebuch. Dadurch kann man viel mehr Informationen einflechten, die für die Identifizierung mit Elizabeth dringend notwendig sind. Für einen One-Shot sind das zweite und das dritte Kapitel vollkommen ausreichend, wenn man sie noch mehr ausbaut.

 

Smailii1805

Werbung

Veröffentlicht in Fanfiction_Bis(s)

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post