"Edward - New strange life" von Amelie-Cullen (Biss)

Veröffentlicht auf von Smailii1805

Autor: Amelie-Cullen

Titel: Edward – New strange life

Serie: Bis(s)

Genre: Fantasy

Status: Unvollendet (6 Kapitel)

Zusammenfassung des Autors: Edward stirbt beinahe an Grippe. Aber Carlisle (ein Vampir) verwandelt ihn in einen Vampir. Edward hat seine Eltern an der Grippe verloren und wird von Carlisle adoptiert. Diese Geschichte basiert auf Stephenie Meyers Bis(s)- Büchern. Seine besondere Fähigkeit ist es Gedanken zu lesen.

Link: http://www.myfanfiction.de/texte/bis-s/edward-new-stange-life.75103.html

 

Bemerkung: Ich habe dieses Feedback geschrieben ohne die Bücher gelesen haben und habe nachträglich Recherche angestellt. Daher hatte ich bei meiner Einschätzung nur grundlegendes Hintergrundwissen.

 

Sprache

 

Am Anfang fiel mir der sehr abgehackte Stil aus vielen kurzen Sätzen auf, der zu den vielen inneren Monologen nicht passte. Zusätzlich dazu kamen ständige Wechsel zwischen Präsens und Vergangenheit, zu viel oder gar nicht gesetzte Kommata, unglückliche Satzkonstruktion und jede Menge Tipp- und Grammatikfehler. Das bessert sich nach den ersten Kapiteln zwar und der Stil der Autorin wird sicherer, aber die Zeichensetzung bleibt oft fehlerhaft. Besonders anstrengend wurde das Lesen durch die ständigen Wiederholungen, die die Aussagen Edwards immer und immer wieder zu bestätigen suchten. Eigentlich als Stilmittel gedacht, verfehlten sie in ihrer Menge ihre Wirkung total.

 

Inhalt

 

In der Geschichte wird von Edwards Wandlung zum Vampir und den Geschehnissen im Anschluss daran berichtet. Das Ganze fängt mit einem inneren Monolog des an Grippe erkrankten Edwards an, der über sein Leben sinniert.

 

Es geht um einen Krieg, der gerade läuft, um seinen gestorbenen Vater und um seine Mutter, die ebenfalls an der Grippe erkrankt ist. Dann fängt er an zu halluzinieren. Alles ist ziemlich wirr und zusammenhanglos, was bei einem Fiebernden allerdings zu erwarten und realistisch. Nur leider kommt anfangs nicht so ganz durch, DASS Edward fiebert. Das liegt daran, dass die Erzählung beinahe ausschließlich aus Gedanken und Fragen besteht. Edwards Sinneseindrücke werden nur selten angesprochen, sodass man sich kein rechtes Bild von seinem Zustand machen kann. Und damit kommen wir zu etwas, das mich schon nach kürzester richtig genervt hat: Die ständigen Fragen nach dem ‚Warum‘ und ‚Wieso‘ und ‚Wie‘. Die Erzählung besteht tatsächlich zu mindestens 50% nur aus repetitiven Fragen, auf die keine Antworten gegeben werden. Und das ist ganz eindeutig zu viel.

 

Auch nachdem Edward das Fieber überstanden hat, werden die zeitlichen und örtlichen Verhältnisse nicht klar, da die Autorin nur das Nötigste oder für die Schock und/oder Mitleidswirkung beschreibt. Man weiß also, dass Edward nach dem Töten zerrissene Kleidung hat (was, nebenbei gesagt, vollkommen unlogisch im Kontext ist), aber nicht, in welchem Ort bzw. zu welcher Zeit die Geschichte genau spielt. Vielleicht werden diese Informationen ja im Buch gegeben und die Autorin hielt es nicht für nötig, dies auch mit einzubinden. Fakt ist, dass so keine Atmosphäre entstehen kann.

 

Auch fielen mir beim Lesen einige logische Ungereimtheiten auf. Zum Beispiel, dass zuerst von Dr. Cullen und dann urplötzlich von Carlisle die Rede ist, dass Carlisle allen Ernstes nach Frankreich geschwommen(!) sein soll und dass Edward es beim Aussaugen von Rehen schafft, seine Kleidung vollkommen zu zerreißen. Wie das passiert ist, lässt die Autorin klugerweise völlig aus.

 

Charaktere

 

Die bis jetzt aufgetauchten Charaktere sind Carlisle und Edward, wobei Letzterer hier der Ich-Erzähler ist. Beide sind allerdings gleich nervig.

 

Edwards Denken ist anfangs nur repetitives Selbstmitleid-Gejammer, das mir schon nach den ersten Zeilen auf die Nerven ging. Ständig redet er darüber, dass er ein Monster ist, seine Familie tot und so weiter und so fort. Später werden diese Gedanken dann abgelöst durch ‚Was mach ich denn jetzt?‘ und ‚Warum kann ich Gedanken lesen?‘, was dann auch bis zur Schmerzgrenze und darüber hinweg wiedeholt wird. Seine inneren Monologe sind dadurch einseitig und da die Geschichte sehr oft aus diesen besteht, ist das sein Charakter bis jetzt auch. Bei Carlisle ist das nicht anders. Im sechsten Kapitel ergehen sich beide dann in dramatisch anmutenden Reden, wie toll sie den anderen finden und das, was er getan hat.

 

Sonstiges

 

Die Kurzbeschreibung der Geschichte gibt stilistisch nicht viel her. Sie diesen hat abgehackten Stil und die Sätze sind wenig miteinander verknüpft, sodass sie sehr nüchtern  und wenig ansprechend wirkt. Zweitens verrät sie zu viel. Es wird nicht nur die Ausgangssituation(Edward und seine Familie sind an Grippe erkrankt), sondern auch die Handlung der ersten Kapitel beschrieben.  Das heißt, wenn man die Kurzbeschreibung gelesen hat, kann man sich den größten Teil dieser ersten sechs Kapitel eigentlich sparen. Auch erfährt man direkt von Edwards Fähigkeiten, die in den ersten Teilen dann nochmal vorgestellt werden(als Etwas ganz Überraschendes). Wie soll so Spannung aufkommen? Drittens gibt sie unnötige Infos: Nämlich, dass die Geschichte auf der Bis(s)-Reihe basiert. Das ist jedem, der die Geschichte liest, auch so klar.

 

Fazit

 

Eine Geschichte, die von ständigen Wiederholungen lebt und ein schon oft benutztes moralisches Drama noch einmal aufrollt: Nämlich die Sache mit dem Trinken von Blut. Leider fehlt es ihr an Vielschichtigkeit und Originalität. Es wird versucht Dramatik zu erzeugen, aber die ständigen Fragen sind eher nervig, als dass sie ans Herz gehen.

 

Überarbeitungsvorschläge

 

Vor allem die ersten Kapitel sollten nochmal gründlich durchgesehen und überarbeitet werden, sowohl sprachlich als auch logisch. Ein Betaleser wäre hilfreich, um die Zeichensetzung zu verbessern.

 

Innere Monologe und Fragen des Protagonisten sind nicht schlecht, sollten aber in einem Verhältnis zur Handlung stehen. Weder das eine noch das andere sollte überwiegen, sonst wird es nervig und eintönig. Außerdem haben Charaktere auch andere Wahrnehmungen außer ihren Gedanken. Auch diese sollten nicht zu kurz kommen und sind mitunter ein Mittel, das Innenleben des Protagonisten darzustellen ohne alles auszusprechen.

 

Gedanken oder spontanes Reden ist selten ausformuliert und auf Stilmittel sollte man in jedem Fall verzichten. Ein wenig passende Umgangssprache macht diese Parts nur natürlicher.

 

Wiederholungen sind ein Stilmittel, um etwas hervorzuheben. Dies wirkt aber nur dann, wenn sie in Maßen vorkommen. Ansonsten nerven auch sie sehr schnell.

 

Beschreibungen von Umwelt, Wetter und dem Aussehen,  der Mimik und der Gestik von Charakteren sind ein wichtiger Bestandteil von Erzählungen. Sie erzeugen ein Bild im Kopf des Lesers und bringen die gewünschte Atmosphäre, sodass man sich in die Erzählung fallen lassen kann. Durch sie wird diese erst lebendig.

 

LG

Smailii1805

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Veröffentlicht in Fanfiction_Bis(s)

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A
Ich wollte mich hiermit für das tolle Feedback bedanken. Viele der aufgezahlten "Fehler" siend mir bereits kurz nach der Feedback anfrage aufgefallen. <br /> Auf Grund meiner Abwesenheit konnte ich dieses Feedback leider nicht früher lesen, sowie beantworten.<br /> Natürlich hat dieses Feedback auch Punkte angesprochen, die ich nicht für problematisch hielt, da ich von einigen Seiten sogar für sie Lob erhalten hatte. Mittlerweile habe ich mir meinen Text nocheinmal durchgelesen und kann der Kritik nur zustimmen. <br /> Wie es scheint habe ich mich zu sehr auf meine Sicht der Charakter fixiert.<br /> Zu einigen Punkten muss ich allerdings noch etwas sagen:<br /> 1. Dr. Cullen ist laut der Autorin nach Frankreich geschwommen<br /> 2. Ich habe mich beim schreiben versucht dem Stile der Autorin anzupassen (versucht xD) und bin zu dem Ergebinss gekommen, dass ich nicht viel für die nervigen Charaktere und das ständige Gerede vom Blutsaugen kann<br /> 3. Das erste Kapitel hat eine Betha überarbeitet xD<br /> <br /> BEsonders hat mir das Feedback geholfen, darüber klar zu werden, dass FanFictions zu schreiben nichts für mich ist und das ich bessere Kritiken bekomme als so mancher Romanautor der viel Geld mit seinen Büchern verdient (und sogar Leute hat, die ihm beim schreiben beraten und Korrektur lesen)<br /> <br /> Ich würde mich freuen, wenn ich in ein paar Jahren vielleicht wieder ein Feedback bekommen könnte (für eine eigne Geschichte versteht sich)<br /> <br /> Vielen herzlichen Dank, Amelie-Cullen.
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