"Die Sterne leuchten auch am Tag" von Astro und nekoi

Veröffentlicht auf von Smailii1805

Autor: Astro und nekoi

Titel: Die Sterne leuchten auch am Tag

Serie: Original

Genre: Romanze/Drama

Status: Vollendet

Zusammenfassung des Autors: Tom und Lasse leben in einer Beziehung, aus der sich Tom immer mehr zurückzieht. Colin, der heimlich in Lasse verliebt ist, gibt sich als dessen Freund aus und versucht ihm zu helfen, den Grund für Toms Verhalten herauszufinden. Doch bringt er ihn wirklich auf die richtige Spur? Intrigen entstehen nämlich nicht nur durch bewusst falsche Aussagen, sondern auch durch Weglassen bestimmter Begebenheiten.

Link: http://www.fanfiktion.de/s/46bf04f8000040a90c903a98

 

Sprache

Sowohl die Grammatik als auch die Rechtschreibung und die Satzstellung waren in diesem Text einwandfrei, sodass er sich sehr flüssig und angenehm lesen ließ. Die Worte waren gut und passend gewählt, und der Stil sehr fließend. Nur eines ist mir aufgefallen: Vor allem in den längeren Phasen wörtlicher Rede, zum Beispiel als Lasse Colin zum ersten Mal sein Herz öffnet, klang seine Erzählung vom Stil her sehr wie aufgeschrieben und weniger wie ausgesprochen. Da es ausformuliert war, klang es nicht nach einer spontanen Erzählung und wirkte daher sehr konstruiert und unecht. Statt ‚ich nahm mir den Schlüssel  und ließ mich selbst hinein‘ hätte einfach ein ‚Ich hab mir den Schlüssel genommen und mich selbst rein gelassen‘ sehr viel besser gepasst. Gleiches gilt für die inneren Monologe der Protagonisten.

 

Inhalt

Der Inhalt lässt sich leicht zusammenfassen: Tom hat ein Geheimnis und distanziert sich von seinem Freund Lasse immer mehr. Lasse will besagtes Geheimnis herausfinden und ihre Beziehung in Ordnung bringen. Dagegen hat aber Colin etwa, der sein Wissen um Toms Geheimnis ausnutzt, um die Beiden auseinander zu bringen und Lasse für sich zu bekommen. Genau darum dreht sich die ganze Geschichte und es wird nichts anderes behandelt. Der rote Faden war sehr geradlinig und wird ohne Ablenkung durchgezogen. Einerseits kann man ihm dadurch sehr gut folgen, andererseits war die Geschichte dadurch nicht besonders abwechslungsreich.

Toms Geheimnis wird erst sehr spät in der Geschichte aufgedeckt und schafft es, den Leser zu überraschen. Sehr gut gemacht war es von den Autoren, durch Lasses Vermutungen und andere eingestreute Information dem Leser das Gefühl zu geben, er wusste was los ist, nur um dann etwas völlig anderes zu enthüllen. Das war sehr erfrischend.

Die Geschichte birgt an sich nichts Neues und wurde so oder ähnlich schon sehr oft erzählt, was mich angesichts der guten Erzählweise allerdings nicht gestört hat. Dennoch ist sie teilweise ziemlich berechenbar gewesen. Einige Situationen waren auch etwas gestellt und ziemlich klischeehaft; z.B. als Lasse das Radio anstellt und natürlich sofort ein Song kommt, der GENAU seine Gefühle beschreibt. Dieser ‚nette Zufall‘ war für mich ein bisschen zu viel des guten und hat nicht unbedingt zur Atmosphäre beigetragen.

 

Charaktere

Lasse kommt aus einer guten Familiensituation mit verständnisvollen und liebenden Eltern. Er ist gut in der Schule, nett und verständnisvoll. Ergo: Völlig normal, der nette Junge von nebenan. Seine Homosexualität stört in seinem Umfeld niemanden.

Tom hingegen wurde früh von seiner Mutter bei seinem Vater zurückgelassen, der sich überhaupt nicht um ihn kümmert und andauernd auf Montage ist. Nach einer rebellischen Phase benimmt auch er sich unauffällig, aber durch sein Geheimnis entfernt er sich immer mehr von seinem Freund Lasse. Sein Hobby, das Schwimmen, hat er aufgegeben und er erscheint immer kränklicher.

Der Dritte im Bunde ist Colin, der sich mit Tom absolut nicht versteht und total in Lasse verschossen ist. Um ihn für sich zu bekommen, schmiedet er einen Plan, Tom und Lasse mittels dessen kleinen Geheimnisses auseinander zu bringen. Das scheint auch zu funktionieren, aber je mehr die Situation eskaliert desto mehr Zweifel kommen ihm.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass alle Charaktere sich sehr menschlich, individuell verschieden und natürlich bewegen. Sie alle haben ihre kleinen Macken und Fehler, aber auch einen guten Kern. In sich sind sie sehr stimmig, aber auch berechenbar und ein bisschen langweilig.

 

Fazit

Die Geschichte ist sehr stimmig aufgebaut und gut geschrieben. Sie handelt von Vertrauen und wie dieses gestört werden kann. Allerdings bearbeitet sie dabei auch nichts grundsätzlich Neues und das einzige Überraschende war die Enthüllung vom Toms Geheimnis. Man kann diese Geschichte lesen und wird es sicherlich nicht bereuen, aber man wird auch nichts Weltbewegendes verpassen, wenn man es nicht tut.

 

Überarbeitungsvorschläge

·         Wörtliche Rede sollte sich nicht wie aufgeschrieben anhören. Wenn jemand spontan etwas erzählt, hört sich das anders an als wenn er es aufschreibt.

·         Innere Monologe sollten nicht zu sehr ausarten und sich schon gar nicht wie ein Auszug aus einem Roman anhören.

Smailii1805

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Veröffentlicht in Original_Liebe | Romantik

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A
Zuerst einmal vielen Dank für die Mühe und das schnelle Feedback! Wir finden Eure Seite und das, was Ihr hier macht, wirklich toll! Denn wir sind der Meinung, dass eben solch eine konstruktive Kritik einem Schreiber viel mehr bringen kann und auch weiterhilft. Über die positiven Kommentare haben wir uns natürlich sehr gefreut – wer tut das nicht? Und zu der Kritik, die du hier angebracht hast, geben wir dir vollkommen recht. Dank deines Beispiels ist es uns hier einmal richtig deutlich geworden. Natürlich würde man spontan eher „Ich hab mir den Schlüssel genommen und mich selbst rein gelassen“ sagen, anstelle unseres Satzes. Doch scheinbar ist das bei uns ständig das Problem: die Wörtliche Rede. Es klingt wirklich sehr aufgeschrieben und meist auch zu sehr ausformuliert.<br /> Und wir geben zu, dass diese eine Szene mit dem Song auch echt etwas gestellt und klischeehaft war. Doch gab es noch mehr solcher Szenen, die zu sehr nach Klischee schrien? Denn eine Story, die nur auf Klischees beruht oder zu sehr davon befallen ist, wollten wir auf keinen Fall schreiben. Wir fragen hier nur noch einmal nach, damit wir gegebenenfalls darauf mehr acht geben. <br /> Es gab einen Satz, über den wir uns ein wenig -wie sollen wir sagen- gewundert haben. Es war der abschließende ("Wenn man sie nicht gelesen hat, hat man nichts weltbewegendes verpasst"). Natürlich hat man nichts Weltbewegendes verpasst, aber bei welchem Buch/ welcher Geschichte tut man das schon? Es gibt viele gute Geschichten/Bücher, trotzdem hat man nichts verpasst, wenn man sie nicht gelesen hat. Dieser Satz gibt dem ganzen Feedback einen sehr negativen Touch, was wir schade finden. Natürlich gibt es jedes Thema schon einmal, man kann schließlich das Rad nicht neu erfinden. Das spannende daran ist aber doch immer die Ausführung, die jemand wählt, die Art, wie er mit dem Thema umgeht, in welche Rahmenhandlung er es verpackt. <br /> <br /> Zum Schluss hätten wir noch eine kleine Frage: übernimmst du auch Betajobs? Wir sind nämlich gerade wieder an einer neuen Story und wollten fragen, ob du eventuell auch hier mal drüber lesen könntest, bevor wir veröffentlichen. Denn was uns wirklich fehlt ist jemand, der uns bei genau solchen Sachen –wie oben angesprochen- helfen könnte. Wir hatten zwar schon ein paar Mal unser Glück mit Betas versucht… doch scheinbar kein glückliches Händchen gehabt -> Es gab nur positive Rückmeldung. Scheinbar wurde nur auf Rechtschreibung/Grammatik etc geachtet und das –so glauben wir– bekommen wir selbst ganz gut hin. Deshalb dachten wir: fragen kostet ja nichts ;o) <br /> Nochmals danke für die Kritik und die Zusammenfassung unserer Story hat uns übrigens wirklich gut gefallen! <br /> <br /> Grüße Astro und nekoi
Antworten
S
<br /> Hallo Astro und nekoi!<br /> <br /> Vielen Dank für die ausführliche Antwort auf meinen Kommentar. Auf eure Frage zu den gestellten Szenen kann ich nur sagen, dass mir nur diese besonders aufgefallen ist. Ansonsten freue ich mich<br /> natürlich, dass ihr meinen Kritikpunkten zustimmt.<br /> Zu meinem Satz im Fazit: Okay, ich gebe zu, das war schon hart, aber meiner Meinung nach fehlte der Geschichte das spezielle Etwas. Ich wollte damit ausdrücken, dass sie mir wohl so nur durch euren<br /> einen Trick mit Toms Krankheit im Gedächntis bleiben wird. Im Nachhinein wird mir klar, dass ich das wohl eher unter dem Stichpunkt 'Eigene Meinung' hätte schreiben sollen. Abgesehen von diesem<br /> eher subjetkiven Makel war sie gut gemacht, was ich ja auch geschrieben habe.<br /> <br /> Ich nehme auch Betajobs an, ja. Ihr könnt mich einfach mal unter meiner E-mail anschreiben(ist in meinem Betaleserprofil angegeben) und dann können wir besprechen, wie und ob ich euch weiterhelfen<br /> kann.<br /> <br /> Gruß<br /> Smailii1805<br /> <br /> <br />