"Die Melodie der Rache" von Light (Naruto)

Veröffentlicht auf von Terazuma

Titel: Die Melodie der Rache
Autor:
Light
Prosa oder Poesie:
Prosa
Fandom / Original:
Fandom Naruto
Genre:
Allgemein/Actionabenteuer?
Link zur Story: http://www.fanfiktion.de/s/48ff5c6f0000a8930660a028

Kurzbeschreibung des Inhalts:
Die ehemaligen Oto-Nins, unter Führung von Sasori wollen sich an ihren Mördern oder Peinigern rächen. Dazu kommen sie aus dem Himmelreich um deren Körper zu übernehmen... ShikaTema, NaruSaku

~~~

 

Sprache

Die Sprache ist einfach gehalten, die Sätze in sich stimmig. Es entspricht einem gut entwickelten Standart dem Alter der Autorin gemäß.

Manchmal werden seltsame Ausdrücke gebraucht, auch ein paar Flüchtigkeitsfehler fallen auf. Doch im Großen und Ganzen weiß die Autorin die deutsche Sprache einzusetzen.

Was mir positiv aufgefallen ist, waren die schönen Beschreibungen, die dazwischen immer wieder eingestreut waren.

Metaphern werden aber so gut wie keine verwendet, außer bei den guten Beschreibungen klingt so etwas an, das Anlagen zu etwas Tieferem ahnen lässt.

 

Inhalt

Die Idee zu der Story ist gut. Es wird hier auf das Jenseits eingegangen, wie es dort zugeht und wie die bereits in der Naruto-Story Verstorbenen, ihr Dasein verbringen.

Ergo: Es gibt sozusagen den Himmel, in dem alle als Engel zusammenkommen und verschiedene Aufgaben übernommen haben.

Einige dieser Engel planen aber eine Verschwörung. In einer gemeinsamen Aktion übernehmen sie die Körper noch lebender Ninja, mit denen sie entweder Liebe oder Hass verbindet. Die Seelen dieser übernommenen Körper gehen ihrerseits ins Himmelreich ein, oder einfacher ausgedrückt: sie sterben.

Aber es geht nicht alles glatt. Nicht alle Seelen sind so leicht auszutreiben und vor allem hat die Himmelhierarchie auch ihre Agenten, oder Spitzenengel, die den abtrünnigen Engeln nachstellen und sie so nach und nach zurückbringen.

 

Das ist in groben Zügen der Inhalt der Geschichte. Wie gesagt die Idee ist gut, zeigt von Kreativität und Einfallsreichtum.

 

Was ich hier als Kritikpunkt anbringen kann ist, dass die Erzählung oft sehr zerrissen ist, sehr von einem Punkt zum anderen springt, eine fließende Kontinuität fehlt.

Dabei spreche ich gar nicht davon, dass man die Charaktere alle kennen sollte, um überhaupt mit der Geschichte mitzukommen.

Mir kommt vor, dass hier versucht wird, Spannung aufzubauen, indem vieles verschwiegen wird, was erst später angesprochen wird, oder überhaupt erst durch die Veränderung dem Leser zeigt, dass etwas geschehen ist, das man zwar nicht ganz nachvollziehen kann, jetzt aber als gegeben hinnehmen muss.

 

Charaktere

Was die Authentizität der Charaktere betrifft, so sind sie sehr gut an das Original angelehnt. Das fällt sehr positiv auf.

Auch dass keine Verherrlichungen gemacht werden und auch keine Mary-Sues entstehen, sondern sie agieren alle ihrem Können und ihren Neigungen entsprechend ist sehr wohltuend.

 

Zur Kritik: Es gibt hier nur leider zu viele Charaktere und eigentlich keine eindeutigen Hauptcharaktere. Etwas, das leider keinen eindeutigen Fokus auf eine Person oder eine Personengruppe entstehen lässt.

Ich habe das Gefühl es wird versucht Temari und Tayuya ein wenig in die Hauptperspektive zu schieben, aber das ist nur sehr undeutlich zu erkennen.

Es scheint eher, dass alle Charaktere, die in der Geschichte vorkommen kurz im Zentrum des Interesses bleiben, nur um gleich darauf wieder von anderen abgelöst zu werden. So entsteht eine teigige Substanz, eine Suppe, in der einmal eine Fridatte an die Oberfläche kommt, dann wieder eine Karotte, dann zeigt sich kurz ein Lorbeerblatt, nur um von einer Kartoffel und kurz darauf einigen Erbsen vertrieben zu werden. Zum Schluss sieht man, dass große Grießnockerl ebenfalls noch drinnen sind...

 

Resümee

Eine Geschichte mit vielen guten Ideen, bei der die Charaktere sich wirklich ihrer Rolle gemäß verhalten. Es wirkt nur etwas in der Ausführung zu sprunghaft, zu unübersichtlich und zerissen.

Meine Meinung ist, dass bei allen guten Ansätzen und wirklich blendenden Ideen, eine Überforderung der Autorin da ist, allen Figuren gerecht zu werden und somit ein Mischmasch entsteht.

  

Verbesserungsvorschläge

Es täte der Perspektive gut, wenn sich die Autorin auf eine oder zwei Personen konzentrieren würde und deren Erleben im Geschichtsverlauf im Zentrum bleibt. Dabei können ruhig auch viele andere Personen auftauchen, die aber den Rahmen einer Nebenfigur nicht zu sehr sprengen sollten.

Was die Kontinuität und Zerrissenheit der Geschichte angeht wäre es vielleicht gut, wenn man als Autor selbst ein klares Schema der Story immer im Blickfeld behält und darauf immer Bezug nimmt. Nicht so sprunghaft etwas behauptet, oder gar nicht erwähnt und nachher eine Lösung oder Erklärung in ein paar Wörtern einstreut.

  

LG

Terazuma

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Veröffentlicht in Fanfiction_Anime | Manga

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