WIE MELDE ICH MEINEN TEXT AN

Wenn unser Team auch zu deinem Text ein Review verfassen soll, schreib einfach eine Mail an feedbackfuerkreative@yahoo.de und beschreibe kurz deinen Text:

  • Titel
  • Autor
  • Prosa oder Poesie
  • Fandom / Original
  • Genre
  • Link zur Story
  • Kurzbeschreibung des Inhalts
  • eventuell sonstige Kommentare

Beachte bitte, dass wir noch wenige Mitglieder haben. Im Moment kann es also lange dauern, bis du ein Ergebnis bekommst. Wir hoffen aber, dass mit der Zeit immer mehr engagierte Leute zu uns stoßen!

PS.: Solltet ihr eure Geschichte in mehreren Archiven veröffentlicht haben, hilft es uns unheimlich, wenn ihr den von der Seite angebt, die am stabilsten ist. Myfanfiction.de ist das leider aus Erfahrung nicht immer. Vielen Dank schon mal im Voraus.

WARTELISTE

Im Moment auf der Warteliste:

  1. Krieg und Betrug von Abraxania (Harry Potter)
  2. Sei mir nicht böse von Rundes Meerestier(Die Ärzte)
  3. Meine Qual von Josephina (Poesie)
  4. Solange du da bist... von LadyPistolero (DSDS / Daniel Schuhmacher)
  5. Trophäen von Rune (The Dresden Files)
  6. Kouhime von Morgensonne (Bleach)
  7. Beyond the fog of yourself von SwordMistress7 (Marlon Wessel)
  8. Verlorene Erinnerung von Sisi007 (Yu-Gi-Oh 5D's)
  9. Vom Sterben und neu Geboren werden von Archimedes (FF XII)
  10. Nocona - Der Wanderer von Phoenix78 (Historie)
  11. Nachtschnee von Melmoth (Allgemein)
  12. Prinzessin der Nacht von Shopaholic (Fantasy) 

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Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen auf dem Blog von 'Feedback für Kreative'!

Wir sind eine kleine Gruppe von Hobby-Autoren und möchten euch dabei helfen, eure Fähigkeiten als Autoren zu verbessern. Das kann man nur durch kritische Rückmeldung und wie wir wissen, ist diese in der Fiktion-Community meist selten. Deshalb wurde diese Gruppe ins Leben gerufen. Wir bieten euch die Möglichkeit, ein durchdachtes, ausführliches Feedback zu eurer Schreiberei zu bekommen. Weitere Informationen findet ihr hier oder auf der linken Leiste.

Liebe Grüße
Das Team

~~~ ~~~ ~~~


Bis jetzt: 1Jahr und 10 Monate dabei | 49 Feedbacks [+13 Bewertungen] | 12 wartende Texte | durchschnittliche Wartezeit: 14 Wochen
Sonntag, 7. februar 2010 7 07 /02 /2010 18:33

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Hallo liebe Kreative!

Es war lange still um uns, also dachte ich mir, dass mal wieder ein Lebenszeichen von mir gebe. Ich weiß, einige von euch warten jetzt seit einem gefühlten Jahrzehnt schon auf ein Feedback, aber leider hat sich weder an der Größe des Teams noch an der vorhandenen Zeit viel geändert. Trotz allem haben wir im Jahr 2009 ganze 44 Feedbacks geschrieben - das sind fast 4 im Monat, also 1 in der Woche! Soviel zur Statistik...

Es wird auch in nächste Zeit nicht allzu viel neu dazu kommen, da ich Ende April meine Abschlussprüfung schreibe und dafür lernen muss. Daher bitte ich alle um wenig (oder eher viel) Geduld. Nichtsdestotrotz werde ich versuchen, das ein oder andere überfällige Feedback zu schreiben.

Schönen Sonntagabend an alle
Smailii1805

von Feedback für Kreative
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Sonntag, 7. februar 2010 7 07 /02 /2010 17:13

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Autor: LadyAurora

Titel: Blutende Liebe

Serie: Kimi Räikkönen

Genre: Drama

Status: Unvollendet (41 Kapitel)

Zusammenfassung des Autors: Was wenn es einen Menschen gibt, der dir alles bedeutet, für den du durch die Hölle gehen würdest? Einen Menschen, der dich besser kennst als du dich selbst? Würdest du ihn jemals aufgeben können? Genau das frage ich - Anniina Räikkönen – mich auch. Kann ich meinen Bruder Kimi aufgeben, ihn am Besten niemals wieder sehen? Aufgeben, weil unsere Liebe verboten ist, weil die Gesellschaft sie nicht akzeptiert, ja sogar abstoßend findet? Niemals! Und doch wird mir keine andere Wahl bleiben. >>Eine Geschichte über die verbotene Liebe zweier Menschen und deren aussichtslosen Kampf gegen Gefühle, die sie niemals hätten empfinden dürfen.<<

Link: http://www.fanfiktion.de/s/49fc2cbe00007c1806d00fa5

 

Bemerkung: Ich habe dieses Feedback geschrieben, ohne Hintergrundinfos über die Formel 1 oder Kimi Räikkönen zu haben. Gelesen habe ich 32 von derzeit 41 Kapiteln.

 

Sprache

 

Da es sich anbietet, möchte ich den Vergleich zur Geschichte „Gefühle?“(hier) ziehen, welche ich schon kommentiert hatte. In den dort angesprochenen Kritikpunkten hat sich die Autorin sichtbar gebessert. Sowohl die angesprochenen Satzstellungen als auch „verdammt“  und Verwechslungen von „dass“ und „das“ kommen weniger vor, sind aber immer noch ein erkennbares Manko. Abgesehen davon sind und bleiben Rechtschreibung und Grammatik solide. Die Autorin fügt auch viele Beschreibungen ein, aber manchmal übertreibt sie es ein wenig und manchmal hätte es ruhig noch mehr sein können.

 

Verbesserungsvorschläge: An dieser Stelle kann ich nur raten, auf dem Weg weiterzumachen, den die Autorin eingeschlagen hat und weiter daran zu arbeiten, die Mankos auszumerzen.

 

Inhalt

 

Auch diese Geschichte ist wieder eine Liebesromanze zwischen Kimi Räikkönen und einem ausgedachten Charakter namens Aniina. Das Spezielle daran ist: Sie ist seine Schwester und Physiotherapeutin.

 

Der rote Faden an sich orientiert sich an der Formel 1 Saison, dieses Mal jedoch nicht an den wirklichen Geschehnissen. Die Handlung ist logisch nachvollziehbar und glaubwürdig, allerdings auch nicht besonders originell. Dass die beiden Protagonisten sich wegen einer Wette küssen und auf einmal merken, dass sie sich total zueinander hingezogen fühlen, wird vielen bekannt vorkommen. Mir ist natürlich klar, dass man das Rad nicht neu erfinden kann, aber deshalb muss man ja nicht so tief in den Klischee-Topf der Romanzen greifen.

 

Das Ganze fängt mit einer Szene in der Kindheit von Kimi und Aniina an. Die Szene wirkte auf mich ein wenig befremdlich, da hier ein kleines Mädchen mit dem Sprachschatz eines Erwachsenen und großen Worten erzählt.

Es gibt einige Szenen, die auf mich furchtbar konstruiert wirkten und förmlich danach schrien, dass die Autorin jetzt die Handlung vorantreiben möchte. Zum Beispiel die Szene, in der Aniina und Kimi eine Wette mit Felipe Massa und Fernando Alonso eingehen, nachdem diese über sie gelästert hatten. Die Unterhaltung der Beiden war furchtbar hölzern, vor allem im direkten Vergleich mit den ansonsten sehr dynamischen Dialogen, und der Verlauf ist nicht sehr gut ausgearbeitet – wenn man mal vom anschließenden Kuss absieht. Das ist schade, denn gerade an dieser Stelle nimmt die Geschichte ja eine wichtig Wendung und daher wäre es dringend notwendig gewesen, sie auch zu so schreiben, dass sie sich realistisch anfühlt.

 

Genau wie bei „Gefühle?“ werden auch hier die Rennen bis auf nachträgliche kurze Berichte komplett ignoriert. In dem Teil, den ich bisher gelesen habe, wurde nicht ein einziges Rennen näher beleuchtet, genauso wenig die sicher tolle Atmosphäre an den Rennstrecken. Damit verpasst die Autorin die Chance, ihrer Geschichte eine spezielle Note zu geben. Seltsam wirkte auf mich die im Vergleich dazu wirklich sehr ausführlich beschriebene Szene, in der Aniina ihre Hündin bekommt.

 

Verbesserungsvorschläge: Die Formel 1 macht einen großen Teil des Lebens von Aniina und Kimi aus, also liegt auch nahe, sie näher zu beleuchten. Ihre Faszination mit diesem Sport gehört ja auch mit zur Charakterisierung.

 

Charaktere

 

Die Ausarbeitung der Protagonistin und ihre Einpassung in die Formel 1 ist wieder recht gut gelungen. Leider fällt mir aber auf, dass Aniina in Richtung „Mary-Sue“ tendiert. Sie sieht toll aus, weswegen alle Männer in ihrer Nähe sie anstarren, hat ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern, scheint so eine Art Hundeflüsterer zu sein, ist dazu noch unternehmungslustig, überhaupt nicht kontaktscheu ... ich könnte weiter aufzählen.  Mir sind keine wirklich schlechten Eigenschaften an ihr aufgefallen – abgesehen von ihrer Unpünktlichkeit – und im Gegensatz dazu wurden ihre guten Eigenschaften teilweise etwas zu offensichtlich betont. Warum sie noch Jungfrau ist, war mir aufgrund ihres Charakters nicht ganz klar.

 

Ihr Verhältnis zu Kimi und der Wandel darin werden sehr dynamisch und nachvollziehbar dargestellt. Alle Probleme und der moralische Zwiespalt werden angesprochen.

 

Das Problem bei der Charakterisierung ist hier, dass zu viel in langatmigen Monologen erklärt  wird anstatt oder zusätzlich zu Beschreibungen der Gefühle. Vor allem in bei spontanen Gefühlen zerstörte das die Glaubwürdigkeit besagter Gefühle. Ein Beispiel ist die Szene, in der Kimi seine Schwester nackt im Bad erwischt. Nachdem er raus ist, wirkt sie zuerst recht geschockt, dann denkt sie, dass sie ja eigentlich wütend sein sollte und auf einmal ist sie wütend. Normalerweise ist man erst sauer und denkt danach nach. Auch interessant ist die Szene, in der Aniina in einem Club sehr eng mit Kimi tanzt. Sie vergisst dabei alle Vernunft und handelt nach ihren Gefühlen, aber leider macht die Autorin diesen Eindruck von Spontanität durch einen inneren Monolog kaputt, der alle ihre Hintergründe noch einmal groß und breit erklärt.

 

Auch störend empfand ich die Art, wie die Gefühle von Aniina und den anderen Charakteren zum Ausdruck gebracht wurden. Dutzende Male gelesene Standardsätze sind einfach schon so abgenutzt, dass sie ihre Aussagekraft verloren haben und nicht mehr wirken. Es kommen sehr viele solcher Unterhaltungen vor, die aber zu überzeichnet waren und daher eher nervig als berührend. Ein gutes Beispiel sind die Szenen rund um den Hund Aina und die Züchterin. Wer sagt schon zu einer mehr oder weniger Fremden „Ich wünsche mir jemanden, der auf mich wartet, wenn ich nach Hause komme. Dem es egal ist, wie ich bin und der mich um meiner selbst Willen liebt.“ Die Gefühle, die solche Aussagen übermitteln sollen, kamen einfach nicht an, weil alles zu dick aufgetragen war. Ähnlich wie Make-Up: In Maßen unterstreicht es die Schönheit einer Frau, aber zu viel davon wirkt billig.

 

In die wichtigen Nebencharaktere – Heikki und Carmen - wurde dieses Mal mehr Arbeit gesteckt, die anderen allerdings sind entweder eine Ansammlung von Klischees oder ganz offensichtlich nur ‚plot devices‘. Beispiele dafür sind Jenson Button, der widerliche und penetrante Lady Killer, und Felipe Massa/Fernando Alonso. Sie waren eindimensional und unglaubwürdig.

 

Verbesserungsvorschläge: Man stellt Gefühle und den Charakter von Protagonisten durch ihre Handlungen dar, nicht dadurch dass man sie ständig analysiert und erklärt. Sicherlich kommen gerade in einer Geschichte, die aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, immer mal wieder innere Monologe und längere Gedankenpassagen vor, aber das sollte nicht zu sehr Überhand gewinnen. Schließlich wollen die Leser nicht alles direkt auf dem Silbertablett serviert bekommen, sondern auch mit rätseln. Gerade in spontanen und emotionalen Momenten denkt man nicht nach, warum man was gerade tut und sucht auch keine Entschuldigung dafür.  Auch hat jeder Mensch eine ganz eigene Art, seine Gefühle auszudrücken und Standardsätze wirken meist plump.

 

Eigene Meinung

 

Ich bin kein Fan von Kimi Räikkonen und interessiere mich nicht für die Formel 1, also kann ich natürlich nicht dieselbe Begeisterung für die Thematik aufbringen wie die Leser dieser Geschichte. Abgesehen davon ist „Blutende Liebe“ –meiner Meinung nach- nur eine dramatische Liebegeschichte unter Vielen, die mich emotional nicht berühren konnte. Weil ich kein Fan bin, weil zu viele abgenutzte Floskeln benutzt wurden, weil Inzest mich nicht interessiert und weil ich übertriebene Emotionalität nervig finde. Die Grundstimmung dieses Werkes ist einfach nicht mein Ding und die Brisanz der Inzest-Thematik kam bei mir noch nicht so ganz an.

 

Fazit

 

Wie auch schon bei meinem vorherigen Kommentar zu dieser Autorin kann ich die Geschichte Kimi Räikkonen- Fans empfehlen, die auf kitschige Liebes-Dramen stehen. Wieder wird nicht viel falsch gemacht, aber auch nicht Originelles geboten. An der Darstellung von glaubhaften, echten Gefühlen muss an einigen Stellen noch gearbeitet werden.

von Smailii1805 - veröffentlicht in: reale Personen
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Mittwoch, 30. dezember 2009 3 30 /12 /2009 20:40

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Titel: Olympische Reformen
Autor: shinai
Prosa
Original
Genre: Fantasy (vorerst)
Link zur Story:http://www.fanfiktion.de/s/49480835000029280c901388

Kurzbeschreibung: Zeus hat ein Alles-Inklusive-Glaubenserneuerungspaket vom nordischen Quälgeist Loki gekauft und lässt es nun von seiner versammelten Verwandschaft umsetzen. Das Ergebnis ist wie zu erwarten durchzogen. Wenn sie es denn einmal schaffen, sich länger als fünf Sekunden auf die Protoweihnachtsgeschichte zu konzentrieren, geht eigentlich alles schief. (noch unvollendet)

 


Sprache


Von der orthografischen Seite kann ich kaum etwas beanstanden, Rechtschreibung und Grammatik sind größtenteils tadellos. Hin und wieder fallen einige wenige Tippfehler und fehlende Beistriche ins Auge, aber das nur recht selten. Der Satzbau überzeugt durch immer gut lesbare Komplexität. Die interessanten und trotzdem übersichtlichen Satzkonstruktionen zeugen von guter Belesenheit der Autorin. Ebenso umfangreich ist der Wortschatz, wenngleich die gelegentlich auftretenden neudeutschen Ausdrücke wie ‚Happening‘ wie die Faust aufs Auge in diese historisch angelehnte Geschichte passen.


Inhalt/Handlung

Der Inhalt handelt im Groben von der Welt der griechischen Götter im antiken Griechenland. In diese Welt mischt sich der nordische Gott Loki ein, der hier als hinterlistiger Verkäufer sogenannter ‚Glaubenserneuerungspakete‘ auftritt, von denen er eines dem Göttervater Zeus höchstpersönlich verkauft hat. Es beinhaltet die Geburt eines Kindes „zwischen Ochsen und Schafe“, was eine offensichtliche Anspielung auf die Jesus-Geschichte ist. Was dies alles genau bewirken soll, bleibt aber lange Zeit unklar(in dem mir vorliegenden Text sogar gänzlich). Der Rest der Geschichte handelt von den verschiedensten griechischen Göttern wie auch diversen Helden jener Zeit a’ la Odysseus und Achilles, die alle irgendwo mit der Geschichte verflochten sind. Ich kann nur vermuten, dass diese Geschehnisse etwas mit dem nachlassenden Glauben der Menschen im antiken Griechenland an ihre Götter zu tun haben, davon abgesehen erscheint es mir aber, als ob die Autorin während des Schreibens selbst auf die Handlung vergessen hat und sich lieber in allen möglichen ungewöhnlichen und zugegebenermaßen oft recht originellen Episoden ergeht.

 

Das Hauptproblem liegt meiner Ansicht nach darin, dass die einzelnen Handlungsstränge konfus angelegt sind. Es gerät zu einem Ratespiel, welchen Zweck die einzelnen Handlungen und Aufritte haben. In der mir vorliegenden Fassung ist diese Geschichte eine Aneinanderreihung von durchaus humorigen und teilweise sogar tiefsinnigen Episoden, die aber nur sehr lose zusammenhängen. Die vielen Nebenhandlungen mit ihren wirren, oft genug ins Nichts führenden Dialogen lassen kaum Kontinuität aufkommen. Mein persönlicher Rat wäre, sich auf einige wenige Handlungsfäden zu konzentrieren, anstatt sich in etlichen Nebenschauplätzen ohne ersichtliche Relevanz zu verlieren.

Die Atmosphäre leidet unter dem Gegenwartsslang, der den griechischen Göttern von der Autorin in den Mund gelegt wird. Dazu kommt noch, dass Umgebungsbeschreibungen nur sehr selten vorkommen- was schade ist, denn die wenigen, die es gibt, sind recht gelungen und sehr anschaulich.


Charaktere

Charaktere gibt es genug, und zweifellos geben die Götter der griechischen Mythologie genügend Hintergrund für interessante Konflikte und schlagfertige Dialoge ab. Diese gibt es auch immer wieder in den humorigen Schlagabtäuschen, die in diesen Momenten die Ambivalenz zwischen den einzelnen ‚Zuständigkeitsbereichen‘ der Götter widerspiegeln- um dann aber wieder, leider recht häufig, in puren Klamauk abzudriften, der es für mich fraglich erscheinen lässt, warum man zu solchem Holzhammer-Humor gerade die griechische Götterwelt bemüht. Die Hintergründe der einzelnen Gottheiten werden an manchen Stellen auf recht interessante Weise eingeflochten- das hätte ich mir noch öfter gewünscht. Leider driftet das ganze immer wieder Richtung eben dieses Holzhammer-Humors ab, der das sonst vorherrschende Niveau unnötig hinab zieht. Vor allem die Figur der Aphrodite wird auf eine recht stereotyp wirkende Weise als oberflächliches, selbstverliebtes Dummerchen gezeigt, was zu Beginn mäßig komisch wirkt, nach der x-ten Wiederholung des selben Scherzes über ihre Dummheit und ihren Männerwahn aber nervt und leider jede Subtilität und Ironie, zu der diese Autorin zweifellos fähig ist, vermissen lässt. Ein anderes Beispiel, wo die Autorin meiner Meinung nach über das Ziel hinausgeschossen ist, ist die Figur des Hermes, der genauso gut aus einem Michael Herbig-Film entnommen sein könnte und mit seiner ‚lauwarmen‘ Attitüde auch bald sein ‚Käfig voller Narren‘-Humorpotential aufgebraucht hat. 

Die Ausdrucksweise der Charaktere ist leider oft genug unpassend. Wenn schon die griechische Götterwelt mit unleugbarem Hintergrundwissen gezeigt wird, dann sollten Ausdrücke wie „doof“ oder „Happening“ oder „fremdschämen“ unterlassen werden. Oft genug kommt es auch vor, dass die Dialoge die Kurve von bündig zu humorvoll nicht kriegen und ins Lächerliche oder auch Banale abdriften. Die Charaktere werden dabei von den historischen Figuren, die sie ja sind, zu schwatzenden Witzfiguren hochstilisiert- was womöglich durchaus beabsichtigt war. Leider schlägt der zweifellos vorhandene Humor auf diese Weise oft genug in holprigen Slapstick um, der an Comicbücher wie Asterix & Obelix erinnert- was wohl eine der Inspirationsquellen war- ohne allerdings das gesunde Mittelmaß, den Humor betreffend, dieser Vorlage zu erreichen. Was in einem bildhaften Comicbuch durchaus funktioniert, wirkt in einer rein auf Text basierenden Geschichte nicht so gut- was meine Empfehlung mit sich bringt, den Humor mehr mit der feinen Klinge anstatt dem Holzhammer rüberzubringen(was die Autorin ohne Zweifel kann, wie genügend bessere Stellen in der Geschichte beweisen).

Charaktertiefe kommt wenig auf, was vor allem an der sehr häufig wechselnden Perspektive liegt. Bei einer Geschichte mit Schwerpunkt auf dem Humor steht die Charaktertiefe auch nicht zwangsläufig an erster Stelle. Positive Ausnahmen sind die Figuren Artemis und Loki, die nicht einfach nur belachenswerte Karikaturen ihrer ursprünglichen Vorbilder sind, sondern auch Persönlichkeit entwickeln und interessante, nachvollziehbare Gedankengänge haben.


Sonstiges

Die Grundidee ist ausgesprochen originell und bietet reichlich Potential. In der griechischen Mythologie finden sich alle Archetypen erzählerischer Figuren, die in dieser Geschichte auch in einer Vielzahl vorkommen. Auch gesellschaftliche Einstreuungen über die damaligen Verhältnisse kommen vor, was mich positiv überrascht.

Der Titel ist durchaus zutreffend, auch die Zusammenfassung geht ziemlich genau auf die Handlung ein- zumindest die der ersten Seiten. Davon abgesehen ufert der Plot immer weiter aus, sodass ich nach über 30.000 Wörtern den Eindruck hatte, die Geschichte habe auf ihre eigene Prämisse vergessen. Einerseits ist ein komplexer Plot nichts Beanstandungswürdiges, sondern vielmehr eine Herausforderung für den Autor wie auch den Leser- ob für eine betont humorvolle Geschichte ein schwer zu folgender Plot das Richtige ist, lasse ich allerdings dahingestellt.  


An Erzählfülle mangelt es insofern, als dass alle Vorgänge ziemlich wirr und kryptisch gehalten sind und oft genug die Geschichte nicht weiterbringen. Es ist, wie gesagt, eine Aneinanderreihung an Episoden, die für sich genommen Großteils recht unterhaltsam sind. Der rote Faden fehlt aber weitgehend und blitzt nur auf, wenn Loki mit seinem ‚Verkäufergeschick‘ die Bühne betritt. Sehr gut gefallen haben mir die rein narrativen Passagen, die für sich genommen recht unterhaltsam, schlagfertig und stellenweise sogar auf interessante Weise sozialkritisch und tiefsinnig sind- leider werden sie immer wieder von teilweise ins Dümmliche abdriftenden Dialogen unterbrochen. Vor allem die Dialoge, an denen die Figur der Aphrodite beteiligt ist, wirken jedes Mal, als wäre ihr einziger Zweck, die Dummheit dieser Göttin zu betonen. Humorvoll finde ich diese aber aufgrund ihres Brachial-Slapsticks, der sehr im Kontrast zu den elegant klingenden erzählerischen Passagen steht, nicht.


Persönliche Meinung

Das ausgesprochen originelle Grundthema und der oft sehr gelungene Humor haben mich von Anfang an begeistert. Leider hat dieser Effekt nur so lang angehalten, als dass das Niveau des Humors immer öfter Richtung Keller sank und die Handlung ziemlich konfus wurde. Eine Reduzierung der teilnehmenden Figuren sowie die Konzentration auf einen bzw. wenige rote Fäden hätte der Geschichte gut getan.

Der sehr häufige Szenenwechsel macht die Identifikation mit den Protagonisten nicht gerade einfach. Auch hier wäre weniger mehr gewesen. Einige Nebenfiguren, wie Herakles, scheinen rein der Darstellung von bestimmten Stereotypen zu dienen. Ein anderes Beispiel sind die ‚Philosophen‘, die hauptsächlich für dümmlichen Klamauk sorgen(vor allem die Szenen, wo sie den Göttern beweisen wollen, dass es sie ‚nicht wirklich gibt‘- und der viel zu lang ausgewalzte Witz mit den „Tfähnen“ war meiner Ansicht nach der humoristische Tiefpunkt bisher), ansonsten aber in den Hintergrund gedrängt werden. Ein positives Gegenbeispiel ist die Göttin Artemis, die als eine von wenigen Figuren Tiefe und Facettenreichtum bekommt. Die Figur des Odysseus wirkt in dem mir vorliegenden Text ebenfalls, als hätte sie Potential zu weiteren interessanten Auftritten. Bis zu der Stelle, wo mein Text endet, bleibt es aber bei kryptischen Anspielungen, die ein Vorhaben zwar erahnen lassen, sonst aber den weiteren Plot in Dunkelheit hüllen. Diese Art des Spannungsaufbaus ist wie gesagt nicht falsch- allerdings drängt sich mir der Gedanke auf, ob sich die Autorin nicht zwischen ‚komplexer mythologischer Erzählung‘ und ‚Aneinanderreihung von Witzen unterschiedlicher Qualität‘ hätte entscheiden sollen- die Mischung von beidem wirkt nämlich etwas halbgar auf mich.

 

Davon abgesehen sorgen die restlichen Göttinnen in erster Linie für Zickenkriege, die wohl auf ironische Weise die ‚Menschlichkeit‘ der ‚Götter‘ veranschaulichen sollen. Hier wäre allerdings mehr Subtilität und weniger Holzhammer gefragt gewesen, etwas, das die Autorin an anderen Stellen durchaus beweist. Ebenfalls einer der gelungeneren Figuren ist Loki selbst, dessen Dialoge als eine der wenigen klare, interessante Aussagen beinhalten, während die meisten übrigen Dialoge nur Stichwortgeber für noch mehr Klamauk oder aber voller kryptischer Anspielungen sind. Eine weitere Figur, die Potential hat und gelungen humorvoll dargestellt wird, ist Menestenes, der Dichter, der durch Zufall König wird. Er hätte genauso gut die Hauptfigur dieser Geschichte werden können durch seinen interessanten Hintergrund und seinen weiteren Werdegang, rangiert aber, wie es aussieht, nur unter ferner liefen. Abermals stellt sich bei ihm die Frage, welche Position er in diesem ziemlichen konfusen Plot hat.

Überarbeitungsvorschläge

Wie bereits im vorangehenden Review vermerkt, wäre eine Entwirrung des Plots ratsam- sofern das bei einer so weit gediehenen Geschichte noch möglich ist. Zusätzlich würde ich empfehlen, den Humor etwas abzudämpfen und vor banalen Entgleisungen zu bewahren, um im Gegenzug den subtilen Humor, der ebenso vorkommt, zu fördern.

 

Was die Recherche angeht, kann ich nichts klagen, wie die sehr interessanten und gleichzeitig unterhaltsam gehaltenen Fußnoten zeigen. Mit diesen Fußnoten wird das Wissen über das historische und auch das mythologische Griechenland auf kurzweilige Weise eingeflochten- das hätte ich mir für den eigentlichen Text auch öfter gewünscht.

 

Der vielleicht wichtigste Punkt sind in meinen Augen die Dialoge. Ein Rat für die Autorin wäre, sich vor jedem Dialog in Erinnerung zu rufen, was dieser ergeben oder hervorbringen soll- denn oft genug geschieht weder das eine noch das andere. Die Stärke dieser Autorin liegt meiner Meinung nach eindeutig in den narrativen Passagen, die fast immer ebenso elegant formuliert wie auch informativ sind. Diese Passagen auf Kosten der Dialoge auszudehnen, würde diese Geschichte in meinen Augen noch lesenswerter machen, als sie es ohnehin ist.

 

Liebe Grüße,

Rahir

von Rahir - veröffentlicht in: Fantasy
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Montag, 23. november 2009 1 23 /11 /2009 16:43

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Autor: PaigeM

Titel: Schicksalsschläge

Serie: Sunrise Avenue

Genre: Romanze

Status: Vollendet (9 Kapitel)

Zusammenfassung des Autors: Holly denkt seit Tagen nur an den einen Mann, den sie erst einen Tag vorher kennen gelernt hat. Zu blöd nur, dass sie weder seinen Namen, noch seine Telefonnummer kennt. Da lädt ihre Freundin Jennifer sie zu einem Konzert von Sunrise Avenue ein und Holly macht eine überraschende Entdeckung...

Link: http://www.fanfiktion.de/s/4a2326080000e23206d00bbe oder http://www.myfanfiction.de/texte/sunrise-avenue/schicksalsschlaege.82203.html

Bemerkung: Ich habe dieses Feedback geschrieben ohne genaues Wissen über die Band 'Sunrise Avenue' zu besitzen.

 

Sprache

 

Die Rechtschreibung und Grammatik genauso wie der Ausdruck der Autorin sind recht solide und ich konnte nur wenige, kaum störende Flüchtigkeitsfehler im Text entdecken. Abgesehen davon fielen mir die Kommentare der Erzählerin, die in Klammern angehängt wurden, negativ auf und die Stelle, an der tatsächlich ein- und derselbe Satzbau viermal hintereinander gebracht wird (Dann betrat … die Bühne). Die Ich-Perspektive in Verbindung mit der Vergangenheitsform finde ich auch in dieser Geschichte nicht immer so passend, vor allem nicht bei den sehr direkten Gedanken der Erzählerin.

 

Verbesserungsvorschläge: In diesem Bereich kann ich der Autorin nur raten, auf einen abwechslungsreichen Satzbau zu achten und Kommentare möglichst im Text zu integrieren – oder aber ganz wegzulassen, sofern möglich.

 

Inhalt

 

Holly wird einem Cafe von einem Fremden angesprochen, mit dem sie sich auf Anhieb so gut versteht, dass sie an Liebe auf den ersten Blick glaubt. Doch sie hat nicht nach seinem Namen gefragt und so muss sie sich damit abfinden, ihn nie wieder zu sehen. Dann wird sie von einer Freundin auf ein Konzert eingeladen und stellt geschockt fest: Der Fremde heißt Riku Rajaama und ist Mitglied der Band Sunrise Avenue. Der hält sie glatt für ein Groupie und will nichts mehr mit ihr zu tun haben. Total bestürzt darüber will Holly alles nur vergessen und ihr Wunsch wird erfüllt; sowohl sie als auch Riku haben einen kompletten Black-Out. Aber kurz danach erinnert sie sich schon wieder und wünscht sich nun, sie könnte die Zeit zurückdrehen. Auch dieser Wunsch wird ihr erfüllt und so kann sie alles zum Guten wenden. Nach einem gelungenen zweiten Date endet die Geschichte mit einem Liebesgeständnis und einem Kuss.

 

Details werden kaum eingebracht, sodass ich natürlich auf Logikfehler nicht gestoßen bin. Es wurden allenfalls mal Sachen genannt wie „Das Konzert war in Dortmund“ und „Sie zog sich eine Jeans und ein blaues Shirt an“, aber weiter hat die Autorin nicht gedacht.  Dass die Geschichte keinen Anspruch auf Realismus hat, zeigt allein schon die Tatsache, dass hier die Zeit zurückgedreht wird. Das kurzzeitige Black-Out verwirrte eher als dass es nutzte und war dann sowieso ohne Sinn, weil die Erinnerungslücke direkt wieder aufgefrischt wurde.

 

Weder Spannung noch Konflikte kommen wirklich auf, denn dadurch dass alle Wünsche von Holly direkt in Erfüllung gehen, können Probleme gar nicht auf ‚normalem‘ Wege gelöst werden. Worüber man sich in der Realität nächtelang den Kopf zerbricht, wird hier mit einem Fingerschnipsen geregelt. Dadurch nimmt die Autorin der Geschichte nicht nur jegliche Glaubwürdigkeit, sondern auch interessanten Stoff für den Inhalt. Daher wundert es nicht, dass der Text nicht sehr lang ist.

 

Die Grundatmosphäre der Erzählung ist kitschig und schnulzig ohne Ende. Es wird schon von Anfang an von „Liebe auf den ersten Blick“ und dem „Mann fürs Leben“ gesprochen. Ganz kurz kommt von Hollys Freundin die Aussage, Liebe auf den ersten Blick gäbe es nicht, aber das geht vollkommen unter.

 

Verbesserungsvorschläge: Ich empfehle der Autorin, sich eine Storyline aufzuschreiben. So muss sie sich gezwungenermaßen darüber Gedanken machen. Auch sollte sie sich überlegen, welche Wirkung sie mit dem Text erzielen möchte und wie sie das umsetzt.

 

Spannung bewirkt man durch Konflikte und Problemstellungen, die sich nicht so einfach lösen lassen, durch „Cliffhanger“ und offene Fragen. Atmosphäre, egal welcher Art, kann man nur aufbauen, indem man viele Details einbringt und mit allen Sinnen die verschiedenen Situationen veranschaulicht.

 

Bei dem Konzert könnte man zum Beispiel Folgendes einbringen: Die Schreie der Groupies, das Dröhnen des Basses, der Geruch von Schweiß, die Farben einer Lichtshow, das Gedränge in den Zuschauerreihen … all das vermischt sich für Konzertbesucher zu einem unvergleichlichen Erlebnis und macht einen großen Teil des „Fanseins“ aus.

 

Glaubwürdigkeit erreicht man durch Realitätsnähe. Da reicht es nicht zu sagen „Das Konzert war in Dortmund“, man kann (und sollte) gerade hier tatsächliche Konzerthallen und Konzerttermine der Band einbringen. Dafür ist natürlich Recherche notwendig und ich lege der Autorin ans Herz, diese nachzuholen.

 

Und selbstverständlich sollte sie wenigstens kurz darüber nachdenken, wie ernst sie mit ihrer Geschichte genommen werden will und ob Ideen wie das Zurückdrehen der Zeit auf Wunsch dafür geeignet sind.

 

Charakteren

 

Über Holly Fischer weiß man nur, dass sie aus Dortmund kommt, bei einer Werbeagentur als Mediengestalterin arbeitet und als Schülerin ohne jeglichen Grund gemobbt wurde, was aber keine weitere Bewandtnis für die Handlung hat. Sie hat „lange schwarze Haare“, glaubt offensichtlich an die Liebe auf den ersten Blick und ist KEIN Sunrise Avenue Fan. Jeder Leser kann natürlich an drei Fingern abzählen, dass das nur ein Alibi ist, damit die Geschichte nicht in die „Fan trifft Star und kommt mit ihm zusammen“ Sparte eingeordnet wird.

 

Riku ist der „Prince Charming“ dieser Geschichte und nach Hollys Ansicht der perfekte Traummann. Wo andere Männer alle „oberflächlich, dumm, albern, unreif und besserwisserisch“(Original-Zitat) sind, ist er „charmant, locker, lustig und seltsam vertraut“(Original-Zitat).  Der Finne hat außerdem kein Problem damit, dass Holly ihm ihre unsterbliche Liebe beim zweiten Treffen gesteht und über Nacht Deutsch gelernt, sodass keine Sprachbarriere vorhanden ist. Komischerweise ist er der einzige, der in den Genuss einer einigermaßen ausführlichen Beschreibung kommt.

 

Die Nebencharaktere sind kaum erwähnenswert und noch weniger ausgearbeitet als die Protagonisten. Da ist einmal Jen, eine gute Freundin von Holly, und Anika und Ben, über die nicht mehr als ihr Name bekannt ist. Wo die Protagonisten schon flach wie Briefmarken sind, kann man sie nur noch Requisite nennen. Sie haben keine Gesichter, keine Vergangenheit, kein Verhalten, sind bloße Namen, hinter denen nichts steht.

 

Verbesserungsvorschläge: Auch hier kann ich nur einen Tipp geben: Details, Details, Details. Jeder Charakter ist ein Mensch, hat Schwächen, Stärken, seltsame Angewohnheiten, Familie, Freunde und eine Vergangenheit. Das gilt es für jeden Protagonisten zu entwickeln beziehungsweise herauszufinden. Hilfreich wären dafür zum Beispiel Steckbriefe, in den man all diese Informationen für sich sammelt und aufschreibt. Das alles gilt sowohl für Protagonisten als auch für Nebencharaktere. Auch sollte man dabei nicht jedes Klischee aufgreifen.

 

Fazit

 

Bei dieser Geschichte stellt sich mir die Frage, welche Intention sie hat und was sie bezwecken will. So wie sie ist stellt sie nichts weiter als Wunscherfüllungsromantik dar. Wer hat sich denn nicht schon mal gewünscht, die Zeit zurückzudrehen und dann alles besser zu machen? Leider werden diese Gedanken völlig unreflektiert aufgearbeitet und die Problematik, die dahinter steckt – nämlich, dass man in der Realität nun mal die Zeit nicht zurückdrehen kann und mit seinen Entscheidungen leben muss – nicht einmal ansatzweise aufgegriffen.

 

Die Handlung ist simpel gestrickt und die Charaktere kaum ausgearbeitet, sodass der Text auch durch seine Umsetzung oder interessante Protagonisten leider nicht aus der Masse hervorstechen kann. Und das ist bei der riesigen Anzahl an Romanzen im Fanfiktion- sowie Prosa-Bereich dringend notwendig, da man ja das Rad nicht neu erfinden kann und jede Idee in der einen oder anderen Form schon vorhanden war.

 

„Schicksalsschläge“ kann ich allerhöchstens denen empfehlen, die große Fans von Riku sind, Kitsch lieben und eine sehr lebhafte Fantasie haben. Sich in die Erzählung fallen lassen und davon tragen kann man nicht, denn dazu ist zu detailarm.

 

Smailii1805

von Smailii1805 - veröffentlicht in: Musik
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Sonntag, 22. november 2009 7 22 /11 /2009 10:22

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Autor: Lady Aurora

Titel: Gefühle?

Serie: Kimi Räikkönen/ Formel 1

Genre: Romanze

Status: Vollendet

Zusammenfassung des Autors: Was kommt dabei raus, wenn die kleine Schwester von Michael Schumacher sich in Kimi Räikkönen verliebt? Richtig! Verwirrung, Liebe, Streit und jede Menge Chaos! Als Pressesprecherin der Scuderia Ferrari hat Selene es eben nicht immer leicht. Vor allem dann nicht, wenn man auch noch mit dem Mann befreundet ist, in den man sich verliebt hat und dieser noch dazu verheiratet ist. Das kann nicht gut gehen. Selene Schumacher muss sich all diesen und noch vielen mehr Problemen stellen, ehe sie endlich glücklich sein kann und das hoffentlich mit dem Mann ihrer Träume.

Link: http://www.fanfiktion.de/s/47f80a5600007c1806d00fa5

 

Bemerkung: Ich habe dieses Feedback geschrieben, ohne Hintergrundinfos über die Formel 1 oder Kimi Räikkönen zu haben. Gelesen habe ich 29 von 96 Kapiteln.

 

Sprache

 

Die Autorin bedient sich der Ich-Perspektive in der Vergangenheitsform, aus der abwechselnd die beiden Protagonisten Selene und Kimi die Geschichte erzählen. Mein Geschmack ist das nicht und manchmal klang es komisch, aber das ist anscheinend Geschmackssache. Oft wurden ‚dass‘ und ‚das' verwechselt, aber die  Zeichensetzung und Satzkonstruktion sind die größten Schwächen der Autorin. Entweder setzt sie zu wenige oder zu viele Kommas, oder vergisst einfach mal das Fragezeichen. Dann las ich regelmäßig solche Sätze, wo die Autorin eine ganz normale und richtige Satzkonstruktion schreibt, dann aber noch einen weiteren Gedanken hinzufügen will. Das tut sie aber nicht, indem sie den Satz umschreibt, um besagten Gedanken darin einzupassen. Sie setzt einfach ein Komma und hängt einen weiteren Hauptsatz ohne jegliche Verknüpfung an. Das zerstörte natürlich das ganze Satzgefüge und nervte mich gewaltig. Nicht weniger tat das aber das ständige Auftauchen von dem kleinen Wörtchen ‚verdammt‘ und seinen Geschwisterchen ‚verflucht‘, wenn die Autorin etwas besonders betonen wollte. Auf mich wirkte das ziemlich plump.

 

Verbesserungsvorschläge: Wenn man einen weiteren Gedanken in einen Satz einbringen will, muss man beides auch richtig miteinander verknüpfen. Dazu muss der ganze Satz oft umgeschrieben werden. Oder aber man setzt einen Punkt und schreibt einen zweiten Satz dahinter.

‚Verdammt‘ und ‚Verflucht‘ sind nicht die elegantesten Wege, Aussagen zu betonen. Zu manchen Charakteren mag diese Ausdrucksweise passen, aber da in dieser Geschichte ALLE Erzähler so sprechen, ist das wohl eher eine Angewohnheit der Autorin und sollte ausgemerzt werden.

Der Unterschied zwischen ‚dass‘ und ‚das‘ sollte noch einmal verinnerlicht werden, genauso die Kommaregeln.

Ein Betaleser wäre nicht schlecht, um der Geschichte danach den letzten Schliff zu geben.

 

Inhalt

 

„Gefühle?“ ist eine typische Romanze garniert mit Kimi Räikkönen und dem dazu passenden Rennstall-Setting. Es geht um die Pressesprecherin von Ferrari, die in ihren besten Freund Kimi verliebt ist. Als dieser seine Frau Jenni in flagranti erwischt und sie ihm dann noch berichtet, dass sie von dem anderen schwanger ist, ist er natürlich dementsprechend mies drauf. Selene lädt ihn zu ihrer Wohnung nach Rom ein, um dort seine Sorgen bei einem Kurzurlaub zu vergessen. Natürlich kommen sie sich dabei näher, es folgt schnell der erste Kuss und dann die erste Liebesnacht. Am Morgen danach kommt der Schock: Paparazzos haben ihren Kuss fotografiert und die Öffentlichkeit glaubt, Kimi habe seine schwangere Frau für Selene verlassen.

 

In ähnlicher Manier geht es weiter und das Paar erlebt ähnlich wie in Soaps Höhen und Tiefen. Schade fand ich, dass ihr Zusammenkommen so schnell von statten ging. Zum Beispiel wird die Zeit, die Kimi braucht, um über seine Ex Jenni hinweg zu kommen, komplett durch einen Zeitsprung überbrückt. Aber gerade das hätte verständlich gemacht, warum er so kurz nach seiner Trennung von Jenni zu Selene ins Bett hüpft.

 

Die Handlung ist angelehnt an die Saison 2007. Über diese berichtet Selene im Nachhinein, aber bis auf ein fiktives Rennen zwischen ihr und Kimi wird kein weiteres näher beschrieben.  Die Begebenheiten werden bis auf kleinere Ungereimtheiten relativ realistisch dargestellt, wenn auch der Inhalt mir etwas zu kitschig war und an sich nichts bietet, was grundsätzlich neu ist. Daher hätte ein wenig mehr Formel 1 Atmosphäre mehr frischen Wind in die Sache gebracht und das Ganze deutlich aufgewertet. Beschreibungen waren an sich genügend vorhanden, allerdings nicht in Punkto Umwelt und Aussehen der Charaktere. Besonders in den Sexszenen bemühte sich die Autorin um eine gute und realistische, aber nicht vulgäre Darstellung. Das gelang ihr meistens und ich hätte mir ähnlich detailreiche Beschreibungen auch an anderen Stellen gewünscht.

 

Verbesserungsvorschläge: Beschreibungen kommen nicht nur in Sexszenen gut, sondern auch die Umwelt könnte man darstellen. So kann man Atmosphäre schaffen. Gerade bei den Rennen hätte eine ausführlichere Darstellung sehr zum Formel 1 Feeling beigetragen, die immerhin ein sehr großer Teil des Lebens der Protagonisten ausmacht.

 

Charaktere

 

Bei den Charakteren hatte ich einige Probleme sie wirklich zu erfassen. Über Selene wurden sehr viele Hintergrundinfos gegeben und daher war sie gut einzuordnen, aber bei Kimi hatte ich einige Probleme. Das liegt zum Teil natürlich daran, dass ich kaum etwas über ihn weiß. Aber auf der anderen Seite hat die Autorin sich auch nicht wirklich Mühe gemacht ihn zu charakterisieren. Wenn man mal von seinen ‚Frauenproblemen‘ absieht.

 

Über Selene weiß man dagegen viel und entgegen anderer ‚Mary-Sue‘-OC war sie wirklich recht gut in die Formel 1 Welt eingepasst. Sie wird nicht zu sehr in den Vordergrund gepusht, da sie als Pressesprecherin weder Kimi noch ihren Brüdern Ralf und Michael Konkurrenz ist. Auch als Schwester der Gebrüder Schumacher nervt sie nicht. Ihre Vergangenheit finde ich etwas übertrieben, aber ansonsten fiel sie mir sehr positiv auf.

 

Kimis Frau Jenni zum Beispiel ist sehr dimensional dargestellt. Man merkt ganz deutlich, dass sie als Rivalin Selenes nicht ganz so sympathisch sein soll/ist. Zuerst geht sie fremd, dann behauptet sie fälschlicherweise, dass ihr Kind Kimis wäre und anschließend treibt sie ab, um wieder mit ihm zusammen zu sein, was natürlich erstens nur Unverständnis hervorruft und zweitens nicht funktioniert – natürlich nicht.

 

Verbesserungsvorschläge: Auch in Nebencharaktere sollte man Mühe stecken, damit sie nicht flach rüberkommen. Gerade sie bestimmen darüber, ob die Protagonisten sich in einer realistischen, glaubwürdigen Umgebung bewegen oder in einer zweidimensionalen Kiste. Gerade bei Rivalinnen ist es einfach, sie unsympathisch darzustellen. Die eigentliche Herausforderung wäre eine liebenswerte Rivalin.

 

Fazit

 

Diese Rennstall-Liebesgeschichte mit Kimi Räikkönen macht nicht wirklich viel falsch, aber auch nichts anders. Sie ist wie alle anderen Liebesgeschichten, nur mit anderen Setting. Daher ist sie wirklich nur für diejenigen zu empfehlen, die etwas für Kimi Räikkönen übrig haben, da wirkliches Formel 1 Feeling nur selten aufkommt.

 

Smailii1805

von Smailii1805 - veröffentlicht in: reale Personen
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