"Der Ernst des Lebens" von suko16 (Marlon Wessel/Leon W. Masannek)

Veröffentlicht auf von Smailii1805

Autor: suko16

Titel: Der Ernst des Lebens         

Serie: Marlon Wessel + Leon Wessel Masannek

Genre: Romanze

Status: Vollendet

Zusammenfassung des Autors: Was passiert wenn man für einen Jungen den Aufpasser spielt? Und dieser einen älteren Bruder hat? Besonders kritisch wird es erst, wenn der Jüngere versuchen will, die zwei zusammen zubringen!

Link: http://www.myfanfiction.de/texte/marlon-wessel/der-ernst-des-lebens.46655.html

 

Sprache

Die Autorin hat noch sehr deutliche Probleme, sich in der deutschen Sprache richtig auszudrücken. Es treten immer wieder und beinahe in jedem Satz Fehler in Rechtschreibung, Wortwahl, Grammatik, Satzstellung oder Zeichensetzung auf. Standardphrasen beziehungsweise Redewendungen werden aufgegriffen, aber falsch angewendet, wodurch teilweise sogar eine unfreiwillige Komik entstand. Auch werden durch ungeschickt gesetzte Satzzeichen, besonders durch zu viele Ausrufezeichen, seltsame Betonungen gesetzt. Das macht das Lesen zu einer großen Anstrengung und Lesefluss kann leider nicht aufkommen. Besonders nervig waren ständige Ausrufe à la ‚Seufz‘, ‚Heul‘ und ‚Grins‘, die schon sehr an den Umgang in Chaträumen erinnern. Hier besteht ein dringender Bedarf nach einem Betaleser und einer Grundüberholung.

 

Inhalt

In einem Satz: Es ist eine dieser Geschichten, in denen Fans ihren Star treffen und dann natürlich mit diesem zusammenkommen. Ein wenig länger: Der Schauspieler Leon Wessel Masannek kommt an Jamies Schule und wohnt auch bei ihr. In den Ferien kommt dann auch sein Bruder Marlon zu Besuch, den Leon mit Jamie verkuppeln will.

 

Dass sie einen roten Faden hat, muss man der Geschichte lassen. Allerdings steht die Idee auf einem sehr wackeligen Standbein, denn die Autorin hat niemals eine Erklärung abgeliefert, warum Leon auf einmal bei Jamie wohnt.

 

Der Inhalt beschränkt sich allerdings darauf, Situationen zu beschreiben. Heißt: Auf Beschreibungen der Kleidung, Schauplätze und dem Aussehen von Charakteren wird vollkommen verzichtet. Ich weiß nicht, wann die Geschichte spielt, wo auch nicht genau (bis auf die Tatsache, dass in einem Nebensatz das Wort ‚Ostsee‘ fiel) und wie es dort aussieht, weiß ich schon gar nicht. Mal ganz zu schweigen davon, dass ich von den Charakteren im Text auch nur das mindeste erfahren habe. Wäre diese Geschichte ein Film, dann hätte er weder Hintergrund noch Charaktere. Dass so absolut keine Atmosphäre aufkommen KANN, wird wohl jedem klar sein, der mit diesem Wort etwas anfangen kann. Nicht nur dadurch sondern auch durch klischeehafte Sätze nach dem Motto „Funkeln die Sterne heute Nacht nicht wunderschön?“ und „Er versank in ihren glitzernden Augen“ fand ich die ersten Anfänge von Romantik, die ich in dem Abschnitt mitbekam, den ich gelesen habe, merkwürdig und unpassend. Was wohl auch daran lag, dass sie ohne Vorwarnung und urplötzlich auftauchten.

Im Ansatz gelungen waren dann die verschiedenen komischen Situationen, in die die Charaktere gerieten. Wie gesagt, im Ansatz. Leider scheiterten auch diese an der misslungenen sprachlichen Umsetzung und daran, dass Situationskomik sich schriftlich nur schlecht umsetzen lässt.

 

Charaktere

Das Stichwort, das mir zu diesem Punkt einfällt: Self-Insert, Self-Insert, Self-Insert.

 Nicht nur die Autorin, sondern auch alle ihre Internet-Freundinnen finden in dieser Geschichte als Darsteller Platz. Informationen über sie kann man dann in ihren Profilen und ihrem Steckbrief nachlesen. Alle anderen Nebencharaktere werden am Anfang der Geschichte aufgelistet und danach wird offensichtlich angenommen, dass man sie kennt. Damit spart sich die Autorin anscheinend die Mühe, alle Charaktere vorzustellen. O-Ton aus einem Steckbrief: „Ich bin jetzt zu faul sie zu beschreiben, guckt euch einfach ihr Profil an“

 

Als Erstes ist da Jamie, von der ich annehme, dass sie die Autorin verkörpern soll. So genau weiß ich das allerdings nicht, denn man bekommt über sie keine weiteren Informationen als dass sie ein Scheidungskind ist, Marlon Wessel Fan und in der Schule gemobbt wurde. Alles andere über sie ist entweder unwichtig oder so uninteressant, dass es sowieso niemand wissen will. Trotzdem muss man sagen, dass sie sich für einen Teenager üblich und nachvollziehbar verhält.

 

Dann kommen da Leon und sein Bruder Marlon. Ob sie sich nach dem Vorbild verhalten, kann ich als Nicht-Fan leider nicht sagen, aber nachvollziehbar ist ihr Handeln. Mehr gibt es zu den beiden auch nicht zu sagen, da auch über sie wenig Hintergrundwissen geliefert wird.

 

Eigene Meinung

Da ich kein Fan von Leon und Marlon bin und aus dem Teenager-Alter heraus, kann ich mit dieser Geschichte natürlich nichts anfangen. Der Inhalt wird mich deshalb nicht interessieren und auch stilistisch hat die Geschichte mir wenig zu bieten.

 

Fazit

Eine halbgare Geschichte, die nur denen gefallen wird, die die gleichen Fan-Fantasien wie die Autorin haben, eine rege Eigenfantasie und über die ständigen Fehler hinwegsehen können. Allen anderen kann man eher abraten. Man sieht der Geschichte an, dass sie spontan und schnell geschrieben wurde und die Autorin sich danach nicht mehr die Mühe machte, sie nochmal durchzuschauen.

 

Überarbeitungsvorschläge

Spontanes Schreiben ist ja schön und gut, aber danach sollte man die Geschichte mindesten noch einmal auf Fehler überprüfen. Ein Betaleser wäre auch dringend anzuraten

 

Steckbriefe sind eine gute Idee – aber nur für den Eigengebrauch. Ob sie dem Leser zur Verfügung gestellt werden können, ist eine Streitfrage, aber sicher ist, dass sie definitiv NICHT die Charakterisierung in der Geschichte ersetzen.

 

Beschreibungen von Schauplätzen, Wetter etc. unterstützen die Atmosphäre nicht nur, sie erschaffen sie zu einem großen Teil. Sie machen eine Geschichte erst lebendig und realistisch.

 

Ausdrücke wie ‚Grins‘ und ‚Seufz‘ kommen aus dem Chatroom und sollte dort auch bleiben. Es ist wenig Aufwand, einfach zu schreiben: „Er/Sie/Ich seufzte.“ Und es macht einen Unterschied.

 

Smailii1805

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Veröffentlicht in Fanfiction_Film | Fernsehen

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