You've got a friend von noyn-san (Navy CIS)

Veröffentlicht auf von Smailii1805

FEEDBACK

 

Autor: noyn-san

Titel: You’ve got a friend

Serie: Navy CIS

Genre: Romanze

Zusammenfassung des Autors: Es geht um Tony der im Krankenhaus liegt und um Gibbs (mehr sach ich nich :-) m/m don't like it/don't read it Have fun!

Status: Vollendet

Link: http://www.fanfiktion.de/s/4597cc4c00001e380650c738

 

 

Die Fanfiction “You’ve got a friend” von noyn-san ist eine Sonfiction, in der Jethro Gibbs einen inneren Monolog über sein Verhältnis zu seinem verletzten Kollegen Tony Di Nozzo hält. Der Name des Textes stammt von dem gleichnamigen Song von Carole King, auf den der Text auch bezogen ist. Ich fand den Titel aber nicht sehr passend, denn schließlich geht es hier nicht um Freundschaft.

 

Sprachlich bewegt sich noyn-san mit dieser Geschichte im guten Mittelfeld. Sie hat sehr viele gute Ansätze, kann sich aber auch ohne Probleme noch um Einiges verbessern. Der Text ist vom Satzaufbau her abwechslungsreich und auch am Wortschatz der Autorin kann ich nicht wirklich meckern. Ich konnte diese Fanfiction flüssig lesen und hatte keine Probleme, die Aussagen zu verstehen. Aufgefallen sind mir nur die Flüchtigkeitsfehler, die sehr häufig vorkamen. Ein nachträgliches Durchsehen des Textes oder noch besser ein Betaleser hätten hier dem Text sicher noch den letzten Schliff verliehen. Jeder macht Flüchtigkeitsfehler, aber die Häufigkeit ließ mich auf mangelnde Konzentration der Autorin schließen.

 

Die Geschichte ist mehr oder weniger ein innerer Monolog von Jethro Gibbs, durch dessen Verschulden Tony verletzt wurde und den nun große Schuldgefühle wie auch seine einseitigen Gefühle gegenüber seinem Kollegen plagen. Dies ist ein passender Hintergrund für eine Geschichte zu dem Thema. Im Grunde genommen geht es um Gibbs, den von Tony erfährt man recht wenig, nahezu gar nichts. Jethros Gedanken wirkten auf mich allerdings teilweise sehr stereotyp und wollten nicht so recht zu ihm passen. Eifersucht, besitzergreifende Gedanken und Dominanz passen zu Gibbs, aber die Selbstmordgedanken und diese leicht schnulzige Theatralik, die sich durch die ganze Kurzgeschichte zieht, ist nun wirklich etwas, das nun so gar nicht zu seinem Charakter gehört.  In dieser Geschichte wird leider nur wenig aufgegriffen, was typisch Jethro Gibbs ist. Zum Beispiel ist höchst fragwürdig, dass er als Technik-Anfänger auf einmal einen Anrufbeantworter hat und der auch noch einwandfrei funktioniert! Zudem störte mich die ZU flapsige Erzählweise, die so gar nicht zu ihm passte, sondern eher zu einem Teenager. Als positiven Aspekt muss ich hinzufügen, dass die Autorin Jethros Pflichtbewusstsein sehr gut aufgegriffen hat und auch Tonys Charakter hat sie in den wenigen Szenen mit ihm schön beschrieben.

 

An der äußeren Aufmachung des Textes ist nicht viel auszusetzen. Ich konnte als Leser den Text ohne Probleme  lesen und verstehen, weil die Autorin ihn gut strukturiert hatte. Die Erzählung hätte sicherlich auch ohne die Strophen des Liedes zwischendurch gewirkt, aber diese schmückten den Inhalt noch einmal mit dem berühmten i-Tüpfelchen und störten die Atmosphäre auch nicht im Geringsten. Die Kurzbeschreibung wäre auch ohne Aussagen wie ‚Ich kann keine Summarys schreiben‘ ausgekommen; es ist zwar nicht schlimm, aber es muss auch nicht sein. Man sollte lieber nur einen Satz schreiben, wenn Einem nichts mehr einfällt, aber Füllsätze und Ausreden bringen meist eher nur das Gegenteil. Kurz und knackig ist angesagt in Kurzbeschreibungen! Auch von der Erzählfülle her war der Text nichts schlecht. Die Umgebung wurde von der Autorin beschrieben, wobei sie ruhig noch mehr ins Detail gehen und auch ein paar Klischees(regnerische Nacht, einsame Gegend) hätte auslassen können. Aber wurde die Mimik, Gestik, Körperhaltung der Charaktere ziemlich vernachlässigt. Dies sind aber die wichtigsten Merkmale, die die Stimmung einer Person beschreiben, ohne dass man sie explizit aufschreiben muss.

 

Alles in Allem kann man zu diesem Text sagen, dass er ganz und gar nicht schlecht, aber noch zu verbessern ist. Er verbreitet eine schöne, romantische Stimmung, die aber leider manchmal auf Kosten der Authentizität von Jethro Gibbs geht. Mit mehr Erfahrung wird noyn-san das aber auch sicherlich vermeiden.

Smailii1805

Werbung

Veröffentlicht in Fanfiction_Film | Fernsehen

Um über die neuesten Artikel informiert zu werden, abonnieren:
Kommentiere diesen Post