Bewertung: What you don't know von raYo (Original)
| Bewertungsformular | ||
| Allgemeine Daten | ||
| Titel: | What you don't know | |
| Autor | raYo | |
| Kapitel [Länge] | 1 [1.130 Wörter] | |
| Link | zur Story | |
| Status | Vollendet | |
| Fandom | ||
| Genre | Drama | |
| Kategorie | Kommentar | Wichtung |
| Sprache | Die Autorin wiederholt sich zu oft, was zu einem recht schwulstigen Stil führt. | 40 |
| Rechtschreibung | Kein Beanstandungen | 5 |
| Sprachschatz | Insgesamt zeigt sich ein recht differenzierter Sprachschatz. Die Autorin bedient allerdings zu oft Wortwiederholungen, um ihre Aussagen zu betonen. Dies ist beim Lesen recht anstrengen und wirkt langatmig. Etwas mehr Abwechslung wäre angebracht | 6,5 |
| Grammatik | Keine Beanstandungen | 5 |
| Ausdruck | Man hat keine Probleme beim Verständnis, aber auch hier werden wiederholten Formulierungen auffallen. Zudem bedient die Autorin sich eines 'emotionalen' Stils, der nicht jedem gefallen und manche nerven wird, der leider auch in Pathos umschlägt. Sie bringt die Gefühle des Ich-Erzählers deutlich und mit vielen Beschreibungen herüber. Nicht Jedermanns Sache! | 7 |
| Syntax | Auch hier bemerkt man einen Hang zu Wiederholung, der sicherlich gewollt ist. Die Autorin macht keine Satzbaufehler und man erkennt, dass sie sich um abwechslungsreiche Strukturen bemüht, aber doch bedient sie sich der Wiederholung zu oft.Weniger wäre hier mehr gewesen. | 8 |
| Gesamt Sprache | 31,5 | |
| Inhalt | Die Handlung der Geschichte ist schnell erzählt: Ein Mädchen gesteht sich die Liebe zu ihrem besten Freund ein. | 40 |
| Verhalten der Charaktere | Im Grunde erfährt man kaum etwas über beide Charaktere: Weder über den Ich-Erzähler noch über den Junge, über den diese spricht. Dieser wird nur äußerlich beschrieben und es wird mit Hilfe von Allgemeinplätzen erklärt, dass beide sich "in- und auswendig" kennen. Näher erläutert wird dies leider nicht. Eine nähere charakterliche Einordnung der Figuren gibt es nicht. Das liegt allerdings auch nicht in der Intention der Geschichte, sondern nur Eines: Ihre Liebe zu ihm zu verdeutlichen, was die Autorin lang und breit tut; und die Tatsache, dass sie mit ihrer Liebeserklärung zu spät ist. | 8,5 |
| glaubwürdige Handlung | Da diese Kurzgeschichte mehr ein innerer Monolog ist, kann man kaum von einer Handlung sprechen. Die Aussage ist recht simpel und daher bedarf es auch keiner Handlung: Die Ich-Erzählerin liest einen Brief, in dem der Junge ihr seine Liebe gesteht, woraufhin sie zugeben muss, dass sie ihn eigentlich auch immer geliebt hatte, sie beide nur nie getraut hatten, es einander zu gestehen. Sie beschreibt die Haare und das Gesicht ihres Freundes, der jedoch zu keinem Zeitpunkt selbst agiert. Es wird diffus darauf hingewiesen, dass der Junge ihr zuvorgekommen war, was dies jedoch bedeutet, erfahren wir erst am Ende, wenn die morbide Todesromantik ihren Höhepunkt erreicht. Glaubwürdig ist diese Szene aus dem Leben zweier unglücklich Verliebter, die von ihrer gegenseitigen Liebe nichts wissen zwar leidlich, aber eben doch auch pathetisch und eine Glorifizierung von Selbstaufgabe, tragisch, aber ohne Message. | 8,5 |
| roter Faden | Die Autorin hat sich hier mehr oder weniger gänzlich an den Strophen der Liedes orientiert. Leider fällt dabei aber auch auf, dass dies nicht immer ganz gelungen ist. Sie springt von Gedanke zu Gedanke; und teilweise wird auch keine richtige Verbindung zwischen der jeweiligen Strophe und der zugehörigen Erzählpassage gemacht. Einen roten Faden gibt es daher nicht wirklich, aber zum Verständnis der Geschichte wird dieser auch gar nicht benötigt. | 6 |
| Gesamt Inhalt | 23 | |
| Präsentation | Man hat sich Mühe gegeben die Geschichte einzuorden. | 20 |
| Struktur | Die Absätze sind sinnvoll eingeteilt und die Strophen des Liedes vom Text abgetrennt. Der Text ist deshalb sehr angenehm zu lesen. | 10 |
| Kurz- beschreibung | Die Kurzbeschreibung ist schön ausformuliert und fasst das Thema der Songfiction auf, ohne etwas über den Inhalt selbst auszusagen. Sie gibt vielmehr einen weiteren Denkanstoß, der dann leider in der Geschichte selbst nicht mehr aufgegriffen wird. | 3 |
| Erzählfülle | Die Autorin erzählt lang und breit; und sehr ausführlich. Dabei wiederholt sie sich, wie schon gesagt, zu oft. Ihre Beschreibungen kratzen allerdings nur an der Oberfläche und gehen nicht auf den Charakter des Beschriebenen ein. | 4 |
| Titel | Der Titel ist passend, da er schließlich den Titel des Liedes zu dieser Songfiction darstellt, aber nicht besonders einfallsreich | 2 |
| Gesamt Präsentation | 19 | |
| Zusatzpunkte | 10 | |
| originelle Idee | Es wird nichts Neues aufgefriffen, sondern ein altbekanntes Thema wieder verarbeitet und auch die Methode, dies in Form einer Songfiction zu tun, ist nicht neu. | 0 |
| Spannung | Spannend ist die Geschichte wirklich nicht, aber das ist auch nicht die Intention. Spannung kommt nur dadurch auf, dass die Autorin dem Leser bis zum Ende den Grund für den Grund vorenthält | 1 |
| Gesamt Zusatzpunkte | 1 | |
| Gesamt | 74,5 | |
| Prozent | 75% | |
| Note: | befriedigend | |
Rezension:
Ein Mädchen liest einen Brief von ihrem besten Freund, in dem er ihr seine Liebe gesteht. Er benutzt damit die Worte eine Songtextes der Casting-Gruppe "Monrose" und die Erzählerin macht sich gleichzeitig zu jeder Zeile ihre Gedanken.
Es folgt einen ausgiebige Beschreibung des Jungen, seiner Hautfältchen und Narben. Charakterlich erfährt der Leser jedoch nichts über die beiden Protagonisten. Sie sollen absichtlich anonym gehalten werden, damit sich der Leser leichte mit der Situation identifizieren kann. Leider bleibt die Szene allerdings dadurch hermetisch von der Außenwelt abgeschnitten. Wir kennen keine Vorgeschichte, wissen nicht in welcher Zeit die Geschichte gegenwärtig spielt.
Auch wenn Haare und Haut des Jungen beschrieben werden, kann sich der Leser kein Bild von ihm machen.
Alle Gefühle und Beschreibungen bleiben auf einem stereotypen Niveau. Klischees werden ausgereizt um eine unheilvolle, hoffnungslose Atmosphäre zu gestalten.
Verzweiflung soll hier beschreiben werden. Jedoch sind Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung zwei undankbare Gefühle, die sich nur scheinbar leicht beschreiben lassen.
Leicht driften derartige Geschichten ins Lächerliche ab. Diese hier allerdings ist einfach nur langweilig.
Das Schema ist schnell durchschaut: Eine Liedtextzeile. Daran schließt sich eine näher Beschreibung, eine deutlichere Erklärung an, welche die vorherige Zeile aufgreift und auf die Handlung dieser Prosageschichte zurecht biegt. Das ganze geschieht recht holprig. Die einzelnen Passagen werden nicht verknüpft.
Dies soll den Gedankengang der Erzählerin symbolisieren, die von einem Gedanken nach dem anderen eingeholt wird.
Jedoch liest sie auch einen Brief und zumindest der sollte zusammenhängend verfasst sein. Es hätte sich angeboten Gedankensprünge durch Erklärungen auf dem Briefpapier zu verbinden
Das Ende der Geschichte ist unnötig tragisch und weist dabei noch nicht einmal eine Aussageabsicht auf. Die Geschichte will nicht unterhalten, sie will uns nichts beibringen, sie will lediglich auf eine billige Art und Weise schockieren.
Verbesserungsvorschläge:
Die Autorin hat durchaus schriftstellerisches Potential. Sie weiß Worte einzusetzen und kennt die Grundregeln der Formulierung. Formal gesehen ist sie fast schon perfekt. Arbeiten müsste sie allerdings noch am Plot und den Charakteren, sowie dem Fingerspitzengefühl dafür, wann man zuviel Schmalz in eine Geschichte hineinlegt.
| • | Gib deinen Charakteren ein Gesicht. Der Leser kann sich auch mit Figuren identifizieren, die nicht offen gelassen werden und es ist wesentlich spannender, wenn eine Figur etwas mehr von sich preis gibt als, dass sie es jahrelang verschwiegen hat, dass sie verliebt ist. Erzähle etwas über ihre Vergangenheit und ihrer derzeitige Situation. Gib dir einfach etwas mehr Mühe im Erfinden von Tatsachen. |
| • | Auch wenn es sich hier um eine Song-Fiction handelt, muss die Geschichte nicht haargenau dem Verlauf des Songtextes nachhängen. Vielleicht ist es noch nicht einmal nötig diverse Textzeiten einzubauen um einen Aufhänger für die Beschreibungen zu bekommen. Verknüpfe einfach die Beobachtungen und Gedankengänge deiner Icherzählerin und deine Geschichte wirkt nicht mehr so holprig. Unterbrechungen durch die englischen Textzeilen wirken hierbei ebenfalls kontraproduktiv und müssten nicht sein. |
| • | Vermeide die ständigen Wiederholungen: "Alles beichten, alles loswerden. Ja, das hatte ich gewollt. Ich wollte ihm endlich sagen, wie ich empfand und was ich mir aus tiefstem Herzen wünschte. Ich wollte offen und ehrlich sein und nicht mehr vor mir selbst davon laufen." Du musst es nicht drei Mal erklären! Und auch wenn es eine Person sein soll, die diese Gedanken denkt, liest und das ganze einem Leser zugänglich macht, so wirkt das bekräftigende "Ja" einfach schrecklich pathetisch. |
| • | Der Pathos in dieser Geschichte ist unerträglich. Versuche nicht alle Klischees auszureizen, die dir einfallen. Es ist zwar einfach eine düstere Atmosphäre mit Hilfe einer "verwitterten Wandlampe" zu beschreiben, besonders originell ist es allerdings auch nicht. |
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