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Titel: Kopfgeflüster
Autor: foolishfly
Poesie: Original
Genre: Kurztexte / Darkfic
Link: http://animexx.onlinewelten.com/fanfiction/autor/222885/194704/
Inhalt:
Wir sind Menschen. Damit müssen wir leben.
Aber was steckt dort oben, in unserem Kopf? Was macht uns genau zum Mensch und was unterscheidet uns vom Tier? Das Kopfgeflüster befasst sich mit diesem Thema, besteht jedoch aus einer Sammlung
kleiner Kurztexte. die allesamt zusammenhängen und doch ganz eigene Welten bilden.
Die gesamte ‚Geschichte’, wenn man sie so nennen darf, wird von den ‚Wir’ begleitet. Manchmal sind sie ganz offensichtlich da, manchmal nicht, aber sie sind jene Wesen, die den Menschen
beeinflussen, die ihn zerfressen oder ihn zu dem machen, was unserer heutigen Moral entspricht. Die Texte behandeln dem Titel entsprechend, das Geflüster im Kopf, das kaum ein Mensch mehr bewusst
hören kann. Aber es ist noch da und bei Gott, wie es uns kontrolliert kann…!
Sonstige Kommentare: Ich glaube, die Texte fordern sehr viel eigen Interpretation. Natürlich sind sie sehr kurz gehalten und ich weiss eigentlich auch nicht so recht, in welches Genre das
Kopfgeflüster wirklich hingehört. Es ist mit seinen Neun Kapitel jedoch noch nicht fertig gestellt.
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Es ist schwer hier eine allgemeine Rezension zu erstellen, da es sich bei ‚Kopfgeflüster’ bald schon um einen ganzen Gedichtband handelt...^^
Sprache:
Die Sprache ist einwandfrei, die Autorin weiß sich auszudrücken und tut das auch nach allen Regeln der Kunst. Die Sprache wird hier natürlich lyrisch verwendet, manchmal in schönen reimenden Satzmelodien, dann wieder in prosaischen Versen, gegen Ende hin sogar in regelrechten Texten.
Was die Sprache und deren Ausformulierung und auch Wortschatz angeht, könnte ich hier ins Schwärmen kommen. Die Autorin versteht es mit ihren Worten Gefühle zu erzeugen, selbst wenn manche der Gedichte in rein rationalem Verständnis keinen Sinn zu ergeben scheinen. Was darunter aber hervorkommt sind die Gefühle, die damit noch stärker ihre Wirkung entfalten und Bereiche in uns ansprechen, die diese ‚Sprache’ verstehen.
Was besonders beeindruckt, ist vor allem die Melodie, die jedem Gedicht zu eigen ist, ob es jetzt in klarer Versform gehalten ist, oder in einem prosaischen Text.
Man könnte diese Melodie, geformt aus Wort, Rhythmus und Vers, fast eine eigene Sprache nennen, die genau das Flüstern auch in unserem Kopf anspricht, das so eng mit dem Herzen verbunden ist und die Gefühle zu interpretieren weiß.
Charakter:
Es ist interessant, aber es gibt hier keinen sogenannten Charakter der die Handlung trägt, außer man nimmt das WIR als eine Person, als einen Charakter, der uns in den verschiedenen Gedichten in unterschiedlichster Weise begegnet und mit uns Zwiesprache hält, mit dem wir in Gleichklang kommen oder ihm im Widerstand begegnen können. Wie auch immer, es verlangt eine Auseinandersetzung in der man nicht gleichgültig oder neutral bleiben kann. So wie es unterschiedliche Charaktere gibt, so setzt sich das WIR zusammen und spricht wahrscheinlich auch in uns ein anderes WIR an, als in einem anderen - was das WIR damit aber nur noch deutlicher erkennbar macht. - Meiner Meinung nach.
Inhalt:
Es geht eigentlich immer um die Zwiesprache unseres Inneren mit uns selbst, unserer ‚Stimmen’, die oft in undeutlichen Allegorien zu uns sprechen – andauernd – die wir ausblenden können oder denen wir zuhören können. Ob das Innere jetzt als WIR bezeichnet wird, als Frau, als Mann, als Monster, oder was sonst noch in den einzelnen Versen vorkommt, es geht um nichts anderes, als um die Auseinandersetzung des eigenen Selbst mit der Welt, den Menschen, den guten, wie auch schlechten Dingen. Oft wird der Inhalt surreal dargebracht, was aber auch wieder zu einer eigenen Auseinandersetzung damit führt. Es ist jedenfalls nichts, was einem in den Schoß fällt und das man wie einen ‚Blockbusterfilm’ konsumieren kann.
Eigentlich muss man sich Zeit nehmen, jedes Gedicht für sich zu lesen und auch wirken zu lassen, denn, obwohl es das Geflüster im Kopf anspricht, sind es vor allem unsere Gefühle, die mit uns zu sprechen beginnen und das rationale Denken in den Hintergrund schieben, bis man das eigene Flüstern vernehmen kann.
Fazit:
Wer sich gerne in das Abenteuer der inneren Auseinandersetzung begibt ist bei den Gedichten, dem Kopfgeflüster, von foolishfly genau richtig. Wer konventionelle Kost bevorzugt, sollte sich lieber anderen Fanfictions zuwenden.
Sprache und Ausdruck sind einwandfrei, die Sprachmelodie der einzelnen Gedichte, jedes auf seine Weise, hervorragend.
Das was mir als Kritikpunkt nur aufgefallen ist, ist, dass es auch nach der Rechtschreibreform das ‚scharfe ß’ noch gibt. So wird zum Beispiel ‚ließen’ geschrieben und nicht ‚liessen’. Einige Flüchtigkeitsfehler sind auch noch da.
Damit kommen wir auch schon zum Überarbeitungsvorschlag der da lautet, dass sich die Autorin einfach die Texte noch auf Flüchtigkeitsfehler und das scharfe ß hin durchsieht. Ansonsten ein wirklich empfehlenswerter Gedichtband...^^
Liebe Grüße
Terazuma