WIE MELDE ICH MEINEN TEXT AN

Wenn unser Team auch zu deinem Text ein Review verfassen soll, schreib einfach eine Mail an feedbackfuerkreative@yahoo.de und beschreibe kurz deinen Text:

  • Titel
  • Autor
  • Prosa oder Poesie
  • Fandom / Original
  • Genre
  • Link zur Story
  • Kurzbeschreibung des Inhalts
  • eventuell sonstige Kommentare

Beachte bitte, dass wir noch wenige Mitglieder haben. Im Moment kann es also lange dauern, bis du ein Ergebnis bekommst. Wir hoffen aber, dass mit der Zeit immer mehr engagierte Leute zu uns stoßen!

PS.: Solltet ihr eure Geschichte in mehreren Archiven veröffentlicht haben, hilft es uns unheimlich, wenn ihr den von der Seite angebt, die am stabilsten ist. Myfanfiction.de ist das leider aus Erfahrung nicht immer. Vielen Dank schon mal im Voraus.

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Im Moment auf der Warteliste:

  1. Krieg und Betrug von Abraxania (Harry Potter)
  2. Sei mir nicht böse von Rundes Meerestier(Die Ärzte)
  3. Meine Qual von Josephina (Poesie)
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  5. Trophäen von Rune (The Dresden Files)
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  7. Beyond the fog of yourself von SwordMistress7 (Marlon Wessel)
  8. Verlorene Erinnerung von Sisi007 (Yu-Gi-Oh 5D's)
  9. Vom Sterben und neu Geboren werden von Archimedes (FF XII)
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  11. Nachtschnee von Melmoth (Allgemein)
  12. Prinzessin der Nacht von Shopaholic (Fantasy) 

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Montag, 2. november 2009 1 02 /11 /2009 20:13

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Titel: Pakt der Dunkelheit
Autor: HunterBabe
Prosa oder Poesie: Prosa
Fandom / Original: Original
Genre: Horror/ Dark Fantasy/ Urban Fantasy/ Romanze/ Mystery
Link zur Story: http://www.fanfiktion.de/s/49dd22ac00004cbc0c902ee0

Kurzbeschreibung des Inhalts: [Teil 1 der Chroniken des Blutes] >>Als diese Geschichte begann, war ich ein Mensch … Ich wünschte, ich wäre es geblieben …<< Es wäre die perfekte, klischeebesetzte Romanze zwischen Vampir und Mensch gewesen. Doch als Damien in Kaylins Leben tritt, lernt sie schnell, was es heißt, um ihr Leben zu rennen. Denn ein uralter Orden ist breits seit Jahrhunderten auf der Jagd nach dem, was in ihr ruht ... Etwas Mächtiges und Böses, das die Welt in Finsternis stürzen wird, wenn es erst einmal entfesselt ist ...

eventuell sonstige Kommentare: Noch nicht fertig gestellt. Zu Beginn scheint es eine klischeehafte Vampir-Mensch-Romanze zu sein, aber der Leser wird schnell eines Besseren belehrt. Zweiter Teil ist bereits in Arbeit.

 

Sprache

 

Rechtschreibung wie auch Grammatik sind grundsolide. Das einzig Negative, das in diesem Bereich auffällt, ist, dass die Autorin das Wort ‚umgab‘ mit schöner Regelmäßigkeit mit ‚umwarb‘ verwechselt. Außerdem würde es dem Schriftbild gut tun, nicht so viele Sätze mit einem Adjektiv zu beginnen, was meist eher hölzern wirkt. Der Wortschatz enthält eine Menge Popkultur-Anspielungen, was für eine in der Gegenwart handelnde Geschichte nicht unpassend ist, mir persönlich aber missfällt. Das ist aber, wie gesagt, ein persönlicher Eindruck und kein echter Kritikpunkt. Desweiteren finden sich selten, aber doch, recht gelungene Metaphern und anschauliche Lautmalereien, vor allem in den Traumsequenzen der Protagonistin.

 

Die Ausdrucksweise ist grundsätzlich solide und durchaus sicher in dem einfachen Stil, der gewählt wurde. Was mich aber schon nach kurzem massiv gestört hat, waren die ewigen ‚Erklärungen‘. Nahezu alles, was passiert, wird mit einem Satz nochmal bekräftigt, so nach der Art „Das hatte verdammt weh getan“. Anstatt sich die Mühe zu machen und das Ganze mit anschaulichen Begrifflichkeiten zu umschreiben, wird alles geradeheraus gesagt. Durch diese ständig benützte Methode hatte ich sehr bald das Gefühl, einen Witz erzählt zu bekommen, um danach die Pointe auf holprige Weise erklärt zu bekommen. Diese ganzen Sätze, die keinen anderen Zweck haben, als den eben geschilderten Sachverhalt noch einmal auf versimpelte Weise zusammenzufassen, sollten ersatzlos gestrichen werden. Ähnlich nachlässig sind die Umschreibungen. Phrasen wie „Er war unglaublich schön“ klingen sehr hohl und sind aus literarischer Sicht ziemlich misslungen.

Inhalt/Handlung

Es geht im Kern dieser Geschichte um zwei Studentinnen namens Alexandra und Kaylin, die sich eine Wohnung teilen. Kaylin wird seit ihrem achtzehnten Lebensjahr von Alpträumen geplagt, in denen sie sich selbst als Figur vergangener Zeiten sieht, dabei Bluttaten begeht und immer wieder der Phase „Asche zu Asche, Blut zu Blut“ begegnet. Eines Tages begegnet sie in einer Disko zwei Männern, Damien und Arnaut. Wie man aus anderer Perspektive erfährt, überwachen die beiden sie und sollen sie zu „IHM“ bringen, wer immer das auch ist. In der Disko wird sie jedenfalls von einer wandelnden Pappfigur(was die Klischeehaftigkeit angeht)angestänkert und natürlich gerettet. Anderntags trifft sie die Pappfigur erneut, der sie diesmal vergewaltigen will. Damien, der sie ständig auf unauffällige Weise verfolgt, rettet sie erneut vor der Pappfigur, in dem er diese einfach umbringt.

 

Es folgt eine Reihe von romantischen Momenten zwischen Kaylin und Damien. Dieses ‚Rendezvous‘ endet damit, dass Damien, angeekelt vom Zuckerwattenkonsum, welcher für ihn als Vampir(ja, er und Arnaut sind Vampire), der keine Nahrung verträgt, wegläuft. Alexandra bleibt allein zurück und hadert mit ihrem Schicksal, weil sie sich für seine Flucht verantwortlich fühlt. Am nächsten Tag geht sie in die örtliche Bibliothek und wird von einem ‚plot-device‘ magisch angezogen: Und zwar von einem Buch, das von ägyptischen Vampiren handelt und sie sogleich an ihre eigenen Alpträume erinnert. Dabei wird sie vom nächsten ‚plot-device‘ in Form einer älteren Frau angesprochen, die von ihrer Beschreibung her auf ihren ‚britischen Akzent‘ reduziert wird. Sie erzählt ihr etwas von einer ‚Vampire-jagenden-Spezialeinheit‘, der sie angehört, was Kaylin aus verständlichen Gründen nicht glaubt.

 

Dies ist der Wendepunkt, wo diese Geschichte zu einem Actionthriller umschwenkt. Benedikt, eine Nebenfigur, die sie schon auf der Universität beobachtet bzw. verfolgt hat, kommt mit quietschenden Reifen daher, erschießt irgendjemanden und flüchtet zusammen mit Kaylin. Er bringt sie in einem Versteck unter, wo er ihr eine Geschichte vom Vatikan als Auftraggeber auftischt. Dort findet sich auch einer ihrer Universitätsprofessoren, der genauso in der ganzen Verschwörung drinnen steckt. Alexandra hingegen gerät in die Hände der Vampire, die sie im Umgang mit allerlei Waffen ausbilden, wohl um sie für den Showdown mit den ‚Lucania‘(eine weitere Anspielung auf Filme wie ‚Underworld‘), wie sich die Vatikan-Spezialeinheit nennt, zu rüsten. Damien befindet sich nun ebenso in der Gewalt dieser Spezialeinheit und folgt, alleine schon aus ‚Liebe‘ zu Kaylin, deren Anweisungen. Am Ende des mir vorliegenden Textes gerät Damien in die Hände noch radikalerer ‚Lucania‘, während Alexandra einem weiteren Vampir in seinen Rotlichtbetrieb folgt. Letzten Endes basiert die gesamte Handlung auf einer Prophezeiung, nach der die beiden Frauen wiedergeborene Vampirfürstinnen sind, etwas, das sich nur alle 334 Jahre ereignet und demensprechend viel Chaos nach sich zieht.

 

Diese Handlung klingt sehr klischeebehaftet und ist es auch. An etlichen Stellen werden Filme zitiert, die ganz offensichtlich die Hauptinspirationsquelle der Autorin waren. Zeitweise gibt es selbstkritische Dialogsätze wie „Ich komme mir gerade vor, wie die Protagonistin in einem verkitschten Vampirroman“ oder „Es klang eher nach einem schlechten Dark Fantasy Roman, in dem ich die Hauptrolle spielen sollte“ oder „Die totale klischeebesetzte Romanze Vampir-liebt-Mensch oder „Leuchtet irgendwie ein, obwohl ich das Ganze so was von verkorkst finde, dass es glatt aus einem Fantasyroman stammen könnte, den ich eventuell sogar lesen würde“. Diese Einstreuungen sollen wohl Ironie angesichts der medialen Aufarbeitung dieser Themen verdeutlichen- leider enthalten sie mehr Wahrheit über diese Geschichte an sich, als die Autorin wohl beabsichtigt hat.

Der Vampir-Archetypus, ähnlich wie die Sagen um Meerjungfrauen oder auch Zombies, ist so alt wie die Menschheit selbst und bietet eine Menge Potential. Es kommt aus dem Unterbewussten und handelt grundsätzlich vom männlichen Vampir, der eine ganze Reihe von Ängsten und Sehnsüchten der jugendlichen Frauenpersönlichkeit verkörpert. Das ‚Blutige‘ an sich, das sich beim jungfräulichen Geschlechtsverkehr wie auch bei der ersten Blutung findet und das Erwachen der weiblichen Sexualität versinnbildlicht, erfüllt die Betroffenen mit vielen Ängsten und Unsicherheiten, ähnlich wie auch das Phänomen des Todes. Daraus entsteht das Bedürfnis, von einer fremden, geheimnisvollen Macht(dem Mann eben)dazu getrieben zu werden, ohne selbst aktiv werden zu müssen. Und was eignet sich für dieses archaische Bedürfnis besser als ein ewigjunger, extrem attraktiver und ebenso geheimnisvoller Vampir? Er steht für die Erfüllung all dieser geheimen Wünsche, die entweder mit blutigen Phantasien zu tun haben oder ein ähnlich fantastisches Leben wie das eines Vampirs versprechen. In beiden Fällen besitzt diese Thematik eine Anziehung auf junge Frauen, die für den Erfolg von Büchern wie ‚BisS‘ sorgen, welche das Bedürfnis nach dominanten, geheimnisvollen Männer stillen.

 

Nicht weniger und nicht mehr haben wir hier. Der Unterschied geht nur soweit, dass das Unschuldig-Verträumte von BisS zugunsten brutaler Gewalt und mehr Blutphantasien in den Hintergrund tritt. In jedem Fall werden Wunscherfüllungsphantasien völlig unreflektiert und ohne Ironie- die zwar angedeutet wird, aber letztendlich versandet- aufgearbeitet. Für die entsprechende Zielgruppe, die die hier vorhandene Gewalt nicht scheut, ist das okay. Die Atmosphäre, die man vorfindet, sollte man sich zu der eben definierten Zielgruppe zählen, entspricht weitgehend dem der vielen seichten Actionfilme, die teilweise auch namentlich im Verlauf der Geschichte aufgeführt werden und denen diese Geschichte problemlos gerecht wird.


Charaktere

Die Ausdrucksweise der verschiedenen Figuren ist leider insgesamt sehr ähnlich. Emotionen werden durch die Dialoge so gut wie keine transportiert, zu abgedroschen und klischeehaft sind alle Äußerungen. Einer der wenigen Lichtblicke sind Damiens Reminiszenzen an frühere Zeiten, in denen Musik- und Kunstgeschmack gänzlich anders als heute waren. Auf diese Weise wird ein sehr interessantes Thema angeschnitten, das in Bezugnahme auf das enorme Lebensalter unsterblicher Wesen aufschlussreiche Einstreuungen ermöglicht hätte. Leider bleibt dieser Ansatz, was er ist: Ein Ansatz. Im späteren Verlauf gibt es eine weitere Szene, die für Emotionalität hätte sorgen können, nämlich Kaylins Gegenwart beim Tod ihrer Großmutter im Krankenhaus. Stattdessen wird eine ‚mystische Prophezeiung‘ eingestreut, die wohl die Handlung abrunden soll. Diesem Moment etwas von der ihm gebührenden Tragik zu verleihen, versäumt die Autorin aber und bleibt somit ihrem Konzept der seichten, flotten Unterhaltung treu.


Schmählich vernachlässigt werden die Nebenfiguren. Hier finden sich ausschließlich Stereotypen, die sehr nachlässig umschrieben werden. Beispiel: „Sie sah aus wie eine typische Zigeunerin“. Mehr muss man nicht wissen, oder? Wenn man das Ganze als das betrachtet, was es ist, nämlich filmgleich ablaufende Unterhaltung, dann genügt dieses Niveau wohl. Ein anspruchsvollerer Leser wird aber jegliche Charaktertiefe, in den Nebenfiguren und leider auch den Hauptfiguren, schmerzlich vermissen.   


Sonstiges

Die Idee ist weit davon entfernt, originell zu sein, und sehr offensichtlich von Filmen wie ‚Blade‘ und ‚Underworld‘ übernommen. Das soll kein Vorwurf sein; jede Idee war schon einmal da. Vielmehr kommt es auf die Ausführung an als auf die Grundidee. Bestimmte Archetypen wiederholen sich ganz einfach und berühren die Menschen zu allen Zeiten, nicht zuletzt die Sage von unsterblichen, die Nacht bevölkernden Wesen wie Vampiren. Leider gibt es hier nichts, was man nicht schon zahllose Male wo anders gesehen hätte. Kommt man mit klaren Erwartungen, die Genrekonventionen betreffend, in diese Geschichte, so wird diese Erwartung nicht enttäuscht. Mehr gibt es im jetzigen Verlauf allerdings nicht. Somit fällt leider auch die Aussage aus der Kurzbeschreibung, dass „der Leser eines Besseren belehrt wird“, komplett flach.

 

Immer wieder fallen Perspektivverstöße auf, in denen der trennende Absatz zwischen unterschiedlichen Gedankeneinblicken fehlt. Auf diesem Gebiet gibt es einige Ausbesserungsmöglichkeiten, die das Lesen erleichtern würden. Ansonsten gibt es genug Absätze, Zeilenstrukturierung und Kapitelunterteilung, um die Übersicht im Text zu bewahren.


Persönliche Meinung

Es gibt durchaus gute Bücher zum Thema Vampire, nicht zuletzt Anne Rice’s „Interview mit einem Vampir“. Das Thema des Einzelgängers mitten in der Gesellschaft, der nach außen hin wie jeder andere aussieht, aber auf eine grundsätzliche, geheime Art anders ist und durch seine Alterslosigkeit keine üblichen Freundschaften oder Familienbande formen kann, angesichts dessen, was er weiß und sonst niemand wissen darf, birgt großes Potential. Die inneren Vorgänge und die Entwicklung einer solchen Person könnten Bücher füllen- ebenso wie monoton sich wiederholende Wunscherfüllungsphantasien. Beidem kann man die Berechtigung nicht absprechen. Hier hingegen findet sich leider nur wenig abseits der ‚Niemand-weiß-meine-Besonderheit-zu-schätzen‘-Problematik, die hier durch eine mystische Wiedergeburt und den darum wogenden Krieg zwischen Vampiren und Menschen ausgedrückt wird. Selbst in so einer Situation könnte man interessante Entwicklungen und Hinterfragungen einbauen- nichts davon geschieht aber. Die Autorin wendet sich an Leserinnen mit ähnlichem Bezug und Bewusstseinsstufe, was nur natürlich ist. Diese werden auch durchaus finden, was sie erwarten.

 

Um dem Leser die Identifikation mit den teilnehmenden Protagonisten zu ermöglichen, ist es ratsam, die Figuren mit einem ihnen entsprechenden Spektrum an Charaktereigenschaften auszustatten. Ebenso sind Gegenpole nötig, wodurch erst die Geschichte interessant machende Konfliktsituationen möglich sind. Hier allerdings lassen sich alle Figuren auf wenige und oft nur einen Begriff reduzieren: Alexandra und Kaylin sind praktisch identisch und lassen charakteristische Unterscheidungsmerkmale vermissen. Ihre Ähnlichkeit könnte man noch durch ihre Zwillingsseelen begründen, auf die der Plot baut. Darüber hinaus dienen sie einfach den Helden, Damien und Arnaut, als zu rettendes Objekt und natürlich für die unvermeidliche Romanze, die sich nicht etwa auf eine Entwicklung oder ähnliches stützt, sondern schon auf den ersten Seiten vom Himmel fällt. Ähnlich wie im unübersehbaren literarischen Vorbild(des ersten Drittels zumindest)definieren sich die männlichen Hauptrollen ebenso ausschließlich durch ihre überirdische Attraktivität und ihre kopflose Liebe, die so unrealistisch wie nur möglich dargestellt wird. Ein Roman muss keine Tatsachendarstellung sein, und auf keinen Fall will ich Eskapismus hiermit ablehnen; aber das gänzliche Fehlen von Lebensechtheit lässt die Geschichte leider zu einer monotonen Wiederholung von Wunschvorstellungen werden, die besser in ein Tagebuch passen würden.

 

Ebenso wenig wird, zumindest für mich, Spannung aufgebaut. Die Geschichte ist noch nicht fertiggestellt, aber nachdem der bisherige Verlauf auf knapp 300 Seiten kein einziges Klischee umgangen hat, ist der weitere Verlauf leicht zu erraten. Selbst wenn überraschende Wendungen doch noch auftreten, so kann es einen anspruchsvolleren Leser kaum berühren, da, wie oben geschrieben, die Figuren in ihrer Eindimensionalität zumindest mir keinen Grund geben, an ihrem Schicksal interessiert zu sein.

Überarbeitungsvorschläge

Die Betaleser haben ihren Job insofern gut gemacht, als dass sich nahezu keine Tipp- oder Grammatikfehler in dem doch langen Text fanden. Darüber hinaus empfehle ich der Autorin, weitere Betaleser hinzuzuziehen, die einen etwas anderen Geschmack als sie haben und sie auf die zahlreich vorhandenen Stilblüten, was „wunderschöne Vampire“ angeht, aufmerksam machen.

 

In den Charakterbildern liegt wohl das meiste Steigerungspotential für diese grundsätzlich nicht untalentierte Autorin(auch wenn der Eindruck durch mein Review vielleicht entstanden ist). Ich empfehle ihr, eine Geschichte zu beginnen, in der mehr Schwerpunkt auf den Figuren liegt und diese nicht einfach nur aus verschiedenen Wunschvorstellungen und deren Erfüllung zusammengestoppelt werden. Figuren, die nicht nur aus Schwarz-Weiß-Malerei bestehen, sondern, ähnlich wie reale Personen, eine Vielzahl an Schwächen und Einzigartigkeiten haben, anstatt sich einfach nur an Hollywood-Schablonen zu orientieren.

 

Eine klassische ‚Heldenreise‘ setzt sich aus folgenden Fragen zusammen: Was ist das Schönste, und was ist das Schlimmste für den Hauptdarsteller? Was will er erreichen, was muss er dafür tun, und welche Hindernisse können auf dem Weg dorthin auftauchen? Welche seiner Eigenschaften und Schwächen werden dadurch auf welche Weise herausgefordert? Wie muss er sich verändern, um seinem letztendlichen Ziel gerecht zu werden? Nach diesen Fragen(und natürlich mit der entsprechenden Sorgfalt)lässt sich jede Figur zum Leben erwecken, so dass sie kein nach kurzer Zeit wieder vergessenes Abziehbild wird, sondern auch außerhalb der Seiten zu leben beginnt.

 

Liebe Grüße,

Rahir

von Rahir - veröffentlicht in: Horror
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